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Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. Mai 2012

"Liebe Kinder! Auch heute rufe ich euch zur Umkehr und zur Heiligkeit auf. Gott möchte euch durch das Gebet Freude und Frieden geben, aber ihr, meine lieben Kinder, seid noch fern, gebunden an die Erde und irdische Dinge. Deshalb rufe ich euch von neuem auf, euer Herz und den Blick zu Gott und Gottes Dingen zu öffnen, und die Freude und der Frieden werden in euren Herzen herrschen. Danke dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Monats Botschaft vom 25.05.2012 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

„Ihn hat Gott als Herrscher und Retter an seine rechte Seite erhoben, um Israel die Umkehr und Vergebung der Sünden zu schenken.“ (Apg. 5, 31) Nach dem Pfingstfest ermahnt Petrus seine Zuhörer zur Umkehr und verheißt den Gläubiggewordenen die Vergebung der Sünden. Auch die Gospa stimmt uns ein in diese Verheißung, die dem ganzen auserwählten Volke zuteil werden soll und ruft uns wie einst Petrus zur Umkehr auf, versucht zu begeistern, uns die Heiligkeit schenken zu lassen. Freude und Friede sind die Früchte des Heiligen Geistes, die uns im Gebet, in der Hinwendung zu Gott geschenkt werden. Maria zeigt aber auch den Zwiespalt auf, in dem wir oft genug leben und leben müssen, wenn sie sagt: „Ihr meine lieben Kinder seid noch fern, gebunden an die Erde und an die irdischen Dinge“. Auch Jesus betet im hohenpriesterlichen Gebet: „Ich bitte dich nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondernd, dass du sie vor dem Bösen bewahrst. Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin“. ( (Joh 17,15,16). Gebunden an die Erde, an die Welt meint hier wohl, wir stehen in einem Widerspruch zu dem, was man heute „so“ denkt und tut. Wie viel Geringschätzung und Spott und Zurückweisung erfahren jene, die ihren Glauben konsequent leben. Wie viele müssen es deutlich erfahren, dass sie eben nicht von dieser Welt sind. Es gibt die Ablehnung des Glaubens durch die Welt, in unserer konkreten Umwelt. Wie viele werden als rückständig, als komisch, als weltfremd hingestellt, werden als „Fremdkörper“ abgetan, wenn sie nach den Lehren Jesu leben. Es gibt deutlich aggressive Äußerungen gegenüber Glaube und Kirche. Dennoch fährt Jesus in seinem Gebet fort: „Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe ich sie in die Welt gesandt.“ (Joh 17,18)  Für uns Christen ist nach diesen Worten Jesu das In-der- Welt-sein“ kein blindes Schicksal und keine feste, definitive Bindung, nach dem Motto: Macht euch das Leben schön, kein Jenseits gibt’s, kein Wiedersehen.“  [Frei nach  Bernd Brecht], sondern Sendung und Auftrag. Es ist der Heilsauftrag Jesu: Wir sollen alles nur Denkbare tun, dass die Welt, dass die Menschen zu ihrem wahren Heil und Glück finden. Von Jesus und von Maria können wir lernen, wie sie ihre Sendung aufgefasst, gelebt, durchlitten und siegreich zu Ende gebracht haben, und das inmitten der Menschen, inmitten all der irdischen Dinge. Nicht weltfremd und abgeklärt sollen wir nach Jesu willen in dieser Welt leben, in Abwehr gegen alles Neue, vielmehr sollen wir uns die Erde untertan machen, weltoffen, wach und verantwortungsbewusst, inmitten all der Fragen und Probleme, der Leiden und der Freuden dieser Welt. Wir müssen uns engagiert, mutig einsetzen für die eine Welt, in der Menschenwürde, Gerechtigkeit und Frieden und die Bewahrung der Schöpfung gelebt und gefördert werden sollen. „Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst… sie sind in der Welt“. (Joh. 17, 11; 15)  Wir können und wir sollen also nicht aussteigen aus dieser unserer Welt, wir können uns nicht distanzieren, als ginge sie uns nichts an, als könnten wir die uns anvertrauten Menschen ihrem Schicksal überlassen. In den Lesungen von Pfingsten hören wir, wie der Heilige Geist die verschlossenen Türen, hinter die sich die Apostel verschanzt hatten, aufsprengt, ihnen den Auftrag gibt: Gehet hinaus in alle Welt, mitten unter die Menschen, um Gottes große Taten zu verkünden, dorthin, wo Menschen leben, arbeiten, weinen und lachen. Maria sagt uns dies auf ihre Weise: dass wir, wie die Apostel, unser Herz und unseren Blick für Gottes Dinge öffnen, dass auch in unserem Herzen Freude und Frieden herrschen mögen.. Wir stehen nicht allein da  auf verlorenem Posten, wir gehen nicht ins Leere, wenn wir unser Herz und unseren Blick für Gott und seine Welt offen halten. Wir Menschen sind mehr als diese Welt, in der Welt ja, von dieser Welt: nein. Wir sind zwar Kinder dieser Erde, hinein gesandt in diese Welt, dürfen aber nicht endgültig darin verhaftet sein, darin total aufgehen, wir sind mehr als  diese Welt.

Danke Gospa, dass Du uns erneut aufforderst den Blick zu Gott und für Gottes Dinge zu öffnen, dass wir uns immer neu zur Umkehr und für die Heiligkeit begeistern lassen.

Pater Donat Kestel