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Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. November 2010

"Liebe Kinder ! Ich schaue euch an und sehe in euren Herzen den Tod ohne Hoffnung, Unruhe und Hunger. Es gibt kein Gebet und kein Vertrauen in Gott, deshalb erlaubt mir der Allmächtige, dass ich euch Hoffnung und Freude bringe.

Öffnet euch. Öffnet eure Herzen der Barmherzigkeit Gottes und Er wird euch alles geben, was ihr braucht, und Er wird eure Herzen mit Frieden erfüllen, denn Er ist der Friede und eure Hoffnung. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Monats Botschaft vom 25.11.2010 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

Wie eine fürsorgende und mitempfindende Mutter spricht Maria in dieser Botschaft eindringlich zu ihren „lieben Kindern“, eine Mutter, die ihre Kinder „anschaut“, ihnen ins Herz blickt und dabei erschrickt. Was sie spürt und empfindet ist Schmerz und Mitleid, weil so viele ihrer Kinder ein gottfernes, rein diesseitiges Leben führen, weil sie überzeugt sind mit dem Tod sei „alles“ aus, weil ihrer Meinung nach es kein Jenseits gibt, kein Wiedersehen, weil alle ihre Hoffnungen auf ein ewiges Leben illusorisch seien. Die Konsequenz, die Schlussfolgerung dieser Menschen lautet darum: „Genieße heute, denn morgen sind wir tot, koste das Leben aus, koste es, was es wolle“. Wie viele leben so in den jeweiligen Tag hinein, lebenshungrig und hektisch unruhig: die Palette des oft angewiderten Lebens reicht dann aber von öder Langeweile, über trüber Sinnlosigkeit und trägem Überdruss. Ausgeblendet bleiben die Frage nach dem Sinn des Lebens und dem Sinn der ganzen Schöpfung. Das Gebet wird als sinnloses Geplapper abgetan, Gott als die höhere Macht wird ignoriert, ein Vertrauensverhältnis zu ihm wird erst gar nicht gesucht: wozu auch, man kann auch ohne Gott „zufrieden“ leben, Gleichgültigkeit ist die Antwort auf die Frage, ob mir Gott etwas zu sagen und zu bieten hat oder nicht.

In diese erschreckende Leere, in diesen Leerlauf des Lebens, ruft die Gospa, wie schon so oft, und immer wieder neu dazu auf: „öffnet euch, öffnet eure Herzen“, hört auf die Stimme, auf die Sehnsucht eures eigenen Herzens, das sich nichts mehr wünscht und erwartet als „Hoffnung und Freude“. Der Allmächtige erlaubt Maria, dass sie seit Jahr und Tag täglich und immer wieder erneut erscheint, Kunde davon gibt, dass es über den Tod hinaus ein Leben, ein ewiges Leben gibt: wir sind keine irdischen Eintagsfliegen. Unsere tiefsten Erwartungen nach Leben und Leben in Fülle (vgl. Joh. 10,10) werden erfüllt werden. Unsere Hoffnungen laufen nicht ins Leere. Unsere Sehnsucht nach Friede und Freude wird ein Echo finden und die Liebe ist kein leerer Wahn: Gott selbst ist die Liebe und das kommende Weihnachtsfest zeigt es uns aufs Neue: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab (Joh 3,16). Es gilt sich dieser Weihnachts-Botschaft zu stellen und zu öffnen, es gilt auf die Stimme des eigenen Herzens zu hören, dass es hinter dem Sternenzelt noch eine andere Wirklichkeit gibt, dass die „Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll.“ (Röm 8,18) Die Gospa erinnert uns daran, dass Gott auf uns, oft so gottfernen und undankbaren Menschen voll Barmherzigkeit, Langmut und Geduld wartet; Gott will die Menschheit nicht strafen, sondern gesunden lassen, wir sollen nach dieser Erdenzeit teilhaben am himmlischen Hochzeitsmahl (vgl. LK 12,36) „Er wird euch alles geben, was ihr braucht“ – und was wir am nötigsten brauchen und am sehnlichsten erwarten, ist gegen allen Überdruss und Ekel das Leben das Leben in Fülle, gegen alle Unruhe und Hektik im Alltag den Frieden im Herzen, gegen alle Sinnlosigkeit und Langeweile eine begründete, richtungsweisende Hoffnung. Dank ihrer Erscheinungen und ihrer Anwesenheit in Medjugorje gibt uns Maria zu verstehen, was Gott mit seiner Schöpfung, mit seinem Erfindungsgeist, beabsichtigt, was ihr Sohn, der auch Gottessohn ist, für die Menschheit erduldet und erlitten hat, was ER, der für uns und um unsere Heiles Willen Mensch geworden ist, denen bereitet hat, die ihn lieben; welche Schätze und Gnaden der Heilige Geist seiner Kirche anvertraut hat: Dank der Taufe, im Heiligen Geist, heißen wir nicht nur Kinder Gottes, wir sind es – und damit sind wir auch Erben des Himmels.(vgl Röm 8,17) Gott ist uns nicht fern, weder hier und heute: denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir: erst recht aber in der Ewigkeit, wenn wir ihn schauen dürfen „von Angesicht zu Angesicht.“

Danke Gospa, dass Du uns immer wieder die Augen öffnest für die Wunder der göttlichen Liebe und für die Barmherzigkeit, die Gott uns täglich neu erweist und schon erwiesen hat.

Pater Donat Kestel

Botschaft gesprochen und mit Musik umrahmt können Sie in der Mediathek anhören.