Newsletter
Kontakt
Login
Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. August 2010

"Liebe Kinder! Mit großer Freude möchte ich euch auch heute von neuem aufrufen: Betet, betet, betet. Möge diese Zeit euch eine Zeit des persönlichen Gebetes sein. Findet im laufe des Tages einen Ort wo ihr in Einkehr freudig beten werdet. Ich liebe euch und segne euch alle. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Monats Botschaft vom 25.08.2010 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

„Kommt lasst uns jubeln vor dem Herrn und zujauchzen dem Fels unseres Heiles. Lasst uns mit Lob seinem Angesicht nahen, vor ihm jauchzen mit Liedern.“

Dieser Psalmvers (Ps 95,1), fasst sehr gut das Anliegen der Gottesmutter in ihrer August-Botschaft zusammen. Zu den größten Gaben und Geschenken des Himmels gehört mit Sicherheit die Freude des Herzens. Erneut versichert uns Maria, wie sehr ihr Herz selbst erfüllt ist vom Jubel „über Gott ihren Retter“, und wie sehr sie uns teilhaben lassen will an dieser ihrer Herzensfreude. Das Mittel, dieser Freude teilhaftig zu werden, sagt die Gospa, sei das Gebet. Das persönliche Gebet, sei die Herzensverbundenheit mit dem lebendigen Gott. „Betet, betet, betet“, ihr dringender Appell.
Das Himmelreich, bestätigt Jesus, ist nicht an äußeren Zeichen erkennbar, es ist schon mitten unter uns, es ist schon in uns (vgl. Lk 17,20). Das Reich Gottes will durch Liebe und Toleranz erobert werden. „Gott ist ein Geist, und die, die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“ (Joh 4, 23-24). Gott streckt dem suchenden Menschen seine Hand entgegen. Durch die Liebe, die sich im persönlichen Gebet zeigt, wird diese Gemeinschaft mit Gott gelingen. Diese Gemeinschaft wird zeigen, dass Friede und Güte jene Gewalten sind, die jede andere aggressive, zerstörerische Gewalt besiegt und überwältigt. Durch das Gebet darf der Betende erfahren, dass Gott selbst in seinem Herzen sein innerer Führer und Helfer sein wird. Sich im persönlichen Gebet mit der allgegenwärtigen Kraft Gottes in Verbindung zu setzen bewirkt, dass der Geist Gottes in uns Wohnung nehmen will. „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit einführen.“ (Joh. 16,13). Diese Rückverbindung mit Gott, das persönliche Gebet, schenkt jene selige Gewissheit, die letztlich zur „unio mystica“, zur Gottinnigkeit führt. Wenn sich im persönlichen Gebet der menschliche Geist auf Gott hin konzentriert, erfährt er mehr und mehr, wie sehr Gott für ihn zur ewigen Liebe, zur allgegenwärtigen Schöpfermacht wird. Gott ist unmittelbar, allgegenwärtig, er ist der, der für mich da ist, er ist Jahwe. Wenn unsere Bitten in Liebe und Ergebenheit vorgetragen werden, wenn sie nicht von Egoismus und Leichtfertigkeit diktiert werden, dann ist der allgegenwärtige Gott auch bereit, auf unsere Anliegen einzugehen, zu helfen, zu trösten, zu stärken. Jedes Gebet, so versichert uns Jesus, findet Erhörung. Aber jede Gebetserhörung hängt davon ab, ob sie und inwiefern sie unserer Weiter-entwicklung, unserer seelischen Reife dient. Wenn darum nicht jeder Wunsch „sofort“ erfüllt wird, dann liegt das im Interesse des Betenden, auch wenn der Bittende den Grund nicht unmittelbar einsehen kann.
„Finde im Laufe des Tages einen Ort wo ihr in Einkehr freudig beten werdet.“. Auch Jesus mahnt: „Du aber geh in deine Kammer wenn du betest, und schließ die Tür, dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist.“ (Mt 6,6). Der heilige Ambrosius vertieft diesen Rat in seiner Schrift zu Kain und Abel, wenn er sagt: „Versteh das aber nicht von der Kammer von Wänden umgeben, sondern von der Kammer in dir, in der sich deine Gedanken und Gefühle befinden. Diese Kammer deines Gebetes ist immer bei dir, sie ist immer verborgen, und über sie urteilt nur Gott allein.“. In diese eigene Herzenskammer kann man sich überall und immer wieder in einem stillen kurzen Gebet zurückziehen. „Und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“ (Mt 6,6).

Pater Donat Kestel

Botschaft gesprochen und mit Musik umrahmt können Sie in der Mediathek anhören.