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Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. Dezember 2010

"Liebe Kinder! Heute möchten ich und mein Sohn Jesus euch die Fülle der Freude und des Friedens geben, damit jeder von euch froher Träger und Zeuge des Friedens und der Freude sei , an den Orten wo Ihr lebt. Meine lieben Kinder, seid Segen und seid Frieden. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Monats Botschaft vom 25.12.2010 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

In der neuen Botschaft Mariens klingt die alte Botschaft an, die den Hirten auf den Fluren von Bethlehem zuteil wurde: „Friede den Menschen seiner Gnade“ (Lk 2,14) Die Hirten vernahmen die Botschaft, staunten, öffneten sich ihr und machten sich auf den Weg. So wie die Hirten sollen auch wir „frohe Träger und Zeugen des Friedens und der Freude“ werden, das wünscht und erwartet Maria von uns. „Der Ort“ an dem die Hirten damals weilten, waren die Weidegründe von Bethlehem, dort hielte sie Nachtwache; die Orte, an denen wir hier und heute leben, mögen sehr verschieden sein. Eines ist uns aber gemeinsam: der gemeinsame Aufbruch. „Kommt, wir gehen nach Bethlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ.“ (Lk 2,15) Sie eilten hin, staunten, freudig glaubten sie und gläubig nahmen sie die Botschaft in ihren Alltag auf: „Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten..“ (Lk 2,20) Über 2000 Jahre sind seither vergangen, wie viele Menschen hörten bisher die „Frohe Botschaft“: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren, der Messias, der Herr.“ (Lk 2,11) Diese Nachricht ist heute noch so aktuell wie damals und bleibt es, auch wenn Krieg, Hass, Neid und Streit die Menschheit immer wieder verwunden und auseinander reißen. Heute bekommen wir den Auftrag „frohe Träger und Zeugen des Friedens und der Freude“ zu sein. Mit der Geburt Jesu im Stall zu Bethlehem kam der Friedensfürst in unsere Zeit, in unsere Welt: „Ich verkündige euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll.“ (Lk 2,10) Diese Verkündigung ist einerseits Verheißung, andrerseits Aufforderung. Als Jünger Jesu sollen wir heute in seiner Gefolgschaft, in seine Fußstapfen, treten, sollen wir Zeichen des Friedens setzen, mitwirken, dass seine Friedensbotschaft gelebt und in die Tat umgesetzt wird, dass wir eintreten für Gerechtigkeit, Versöhnung, Gewaltfreiheit über Grenzen und Religionsschranken hinweg. Die verachteten und verspotteten Hirten waren die ersten der Geladenen: „da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie.“ (Lk 2,9) Später sind es die Kranken und die Aussätzigen, die der Herr heilt, die Niedrigen werden erhöht, einfache Fischer werden auserwählt, Sündern werden die Sünden verziehen und sogar Tote kehren ins Leben zurück. An den Orten, „wo wir leben“, sollen auch wir das Friedensgeschenk Jesu annehmen, Gegensätze ausgleichen, die Aufforderung zum Frieden in die Tat umsetzen. Jesus fordert seine Jünger auf: „Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus, denn das Reich Gottes ist euch nahe.“ (vgl.Lk 10,5; 9) Wenn wir dem Ruf der Gospa folgen, dem Evangelium gehorchen, werden auch wir „Zeugen des Friedens und der Freude“ sein. Jesus preist die selig, die Frieden stiften (Mt 5,9), die Zeichen der Versöhnung, der Solidarität, der Geschwisterlichkeit setzen. Auf diese Weise können wir der Bitte Mariens Folge leisten: „seid Segen und seid Frieden“ für eure Mitmenschen, an den Orten, an denen ihr jeweils lebt.„Suche den Frieden und jage ihm nach“, so betet der Psalmist (Ps 34,15). Die Gospa verspricht in der Botschaft: „Ich und mein Sohn Jesus möchten euch – heute - die Fülle der Freude und des Friedens geben“. Es liegt also an uns diesen Frieden anzunehmen. Nur dieser Friede ist mehr als nur eine idyllische Weihnachtsatmosphäre, dass wir uns nur schöne Worte machen, Grüße übermitteln, Geschenke überreichen. Weihnachten will Brücken bauen, dass wir zu den „Kleinen uns wenden“, dafür sorgen, dass auf die Niedrigen geschaut wird, dass den Notleidenden geholfen wird, dass auch denen, „die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, ein Licht aufgeht und dass unsere Schritte auf den Weg des Friedens gelenkt werden“. (vgl. Lk 1,79) Auf diese Weise tragen wir dazu bei, dass das Reich Gottes im Kommen bleibt und in unserer Mitte erfahrbar wird.

Danke Gospa für Eure „Weihnachtsgeschenke“ des Friedens und der Freude. Hilf uns, dass wir hier und heute „frohe Träger und Zeugen des Friedens und der Freude“ sein können und bleiben dürfen.

Pater Donat Kestel