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2. Geistliche Gemeinschaften und kirchliche Bewegungen, die durch Medjugorje entstanden sind

Die folgende Anführung von Gemeinschaften und Bewegungen ist keine vollständige Auflistung aller Gemeinschaften, die durch Medjugorje initiiert oder bestärkt wurden. Das Ziel war, so viele Informationen wie möglich zu sammeln, aber es ist weit davon entfernt, einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.
Darüber hinaus gibt es durch die Ereignisse von Medjugorje auch viele neue Impulse für schon bestehende Gemeinschaften, Bewegungen und Orden. Viele wurden auf ihrem Weg bestärkt oder erneuert. Diese alle aufzulisten und anzuführen, würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen.
Jede neue Gemeinschaft oder Bewegung lebt ein besonderes Charisma, das von den spirituellen Impulsen von Medjugorje inspiriert wurde. Auf die konkrete Verwirklichung und die Aufarbeitung dieses Charismas in Verbindung mit den kirchlichen Dokumenten kann hier nicht eingegangen werden.
Viele der Gemeinschaften und Bewegungen sind noch im Prozess, ihren Platz in der Kirche zu finden. So kann auch auf die Problematik der juridischen Integration der neuen Formen geweihten Lebens in die Kirche nicht im Speziellen eingegangen werden.
Als Grundlage der Untersuchungen dienten Gespräche und die Zusammenarbeit mit den Gemeinschaften und Bewegungen. Weitere Informationsquellen waren das Internet (Informationsstand 1.11.2011) und die Bücher durch Giancarlo Rocca (Herausgeber) „Primo censimento delle nuove communità“ (Urbaniana University Press, Rom 2010) und Roberto Fusco und Giancarlo Rocca (Herausgeber) „nuove forme di vita consacrata“ (Urbaniana University Press, Rom 2010).

2.1. Die marianische Gemeinschaft "Oase des Friedens"

Die Ursprünge der Berufung der Gemeinschaft Oase des Friedens waren die Ereignisse von Medjugorje. Dieser Impuls wurde um den 8.12.1985 konkret. Pater Dr. Gianni Sgreva CP, ermutigt durch den Rat von Kardinal Ratzinger, sammelte eine Gruppe von jungen Gläubigen die sich am 25. März 1987 als private Vereinigung von Gläubigen konstituierten und das erste Haus wurde dann am 18. Mai des selben Jahres in Priabona di Monte di Malo (Vicenza) eröffnet.
Am 25.12.1990 wurde die marianische Gemeinschaft Oase des Friedens und ihre Lebensform vom Bischof Msgn. Nicola Rotunno von Sabina-Poggio Mirteto (Rieti) anerkannt. Am 25.12.1995 hat Msgr. Salvatore Boccaccio die Gemeinschaft als öffentliche Vereinigung von Gläubigen errichtet und die Regel bestätigt. Im Jahr 2001 wurde in der Gemeinschaft die spirituelle Bewegung „Mitarbeiter der Königin des Friedens“ offiziell begonnen. Die Mitarbeiter dieser Bewegung spüren aufgrund der besonderen Begegnung mit der Königin des Friedens den Wunsch, die Spiritualität von Medjugorje zu leben und der Gottesmutter zu helfen, den Frieden in die Herzen der Menschen und in die Welt zu tragen.
Der Hauptsitz der Gemeinschaft befindet sich in Passo Corese (Roma Nord RI). Weitere Niederlassungen in Italien sind Deliceto, ein Wallfahrtsort der „Mutter des Trostes“ in der Provinz von Foggia, Usana in der Nähe von Cagliari und das Noviziatshaus in Tora und Piccilli im nördlichen Teil von der Provinz Caserta. Das erste Missionshaus entstand in Brasilien in der Diözese von Quixadà im Nordosten von Brasilien, wo der Gemeinschaft vom dortigen Bischof Msgr. Adelio Tommasin ein Wallfahrtsort der Gottesmutter Maria, „Königin der Wüste“,  anvertraut wurde. Im Herzen Afrikas in Kamerun auf einen „Marienhügel“, inmitten des Urwaldes in der Umgebung der Hauptstadt Yaoundé betreut die Gemeinschaft eine Wallfahrtskirche zur Ehre der Gottesmutter, der Königin des Friedens.
In Medjugorje siedelten sich die ersten Brüder und Schwestern im Juli 1990 an, anfänglich in Zelten und Wohnwagen. Anschließend wurde eine Kapelle errichtet und während des Krieges einfache Fertighäuser. Danach wurde schließlich ein Haus gebaut. Seit 2009 ist diese Niederlassung der Gemeinschaft auf Weisung des Bischofs von Mostar geschlossen und wird seitdem nur als Pilgerhaus verwendet. 
Wie die Kirche in der Gebetsschule Mariens geboren wurde (vgl. Apg 1,14), so nahm die Gemeinschaft die Einladung der Mutter der Kirche an, wieder mit ihr in den Abendmahlsaal einzutreten, um von ihr und mit ihr die Tiefe des Gebetes zu erlernen. Die Gemeinschaft Oase des Friedens entstand als "Zönakel", offen für Männer und Frauen, Verheiratete und Unverheiratete, Laien und Priester.
Der Friede ist ein Geschenk Gottes, das erbeten, erlitten und geteilt werden muss. Die Gemeinschaft Oase des Friedens sieht ihre Aufgabe darin, für den Frieden zu be­ten, zu opfern und alle, die auf der Suche sind, aufzunehmen. Die grundlegenden Dienste sieht die Gemeinschaft in der Fürbitte, Sühne und Gastfreundschaft.
Die Oase des Friedens ist kontemplativ ausgerichtet und versucht darin den Dienst der Fürbitte für die Kirche und für die ganze Menschheit zu erfüllen, um die Gabe des Friedens zu erlangen (vgl. Eph 6,18).
Das eucharistische Opfer ist die Quelle und der Höhepunkt des Tages für die ganze Ge­mein­schaft. Der Tagesablauf ist durch den Rhythmus von Gebet und Arbeit geprägt. Das ganze Offizium wird gesungen, wie es bei den Mönchen Brauch ist.
Die immerwährende eucharistische Anbetung ist eine tiefe Begegnung mit Gott und Quelle der Kraft und des Friedens. Weitere Formen des Gebetes sind das gemeinsame Rosenkranzgebet, die Verehrung des Kreuzes des Herrn, sowie die Betrachtung des Leidens Jesu. Es ist ein Anliegen, dass die tägliche Arbeit, die Beziehungen und das ganze tägliche Leben vom Gebet geprägt sind, dass so jedes Tun zu einem echten Gottesdienst werden kann.
Durch Schweigen bemühen sich die Brüder und Schwestern, dass die Gemeinschaft ein Ort der Ruhe und eine "Oase des Frie­dens" ist. Die Stille soll das persönliche Verhält­nis zu Gott vertiefen und fördern.

 

2.2. Die Gebetsgruppen von Medjugorje

Die Geschehnisse von Medjugorje führten zur Bildung von Gebetsgruppen in Medjugorje und durch diese in der ganzen Welt. Eine große Bewegung entstand. Diese Bewegung konkretisierte sich durch die Lebensentscheidung jedes und jeder einzelnen. Die Mitglieder dieser Gebetsgruppen konnten Gott als Gott der Liebe immer tiefer kennenlernen. Sie wussten sich eingeladen auf diese Liebe eine Antwort zu geben und erkannten, dass diese Antwort das Fundament eines erfüllten Lebens in sich berge. Daher übergaben sie ihr Leben Gott durch Maria. Aus dieser Eingebung wuchs in vielen der Wunsch gemeinsam diese christliche Lebensentscheidung zu leben. In den Gebetsgruppen wuchsen Priester- und Ordensberufungen, christliche Familien bildeten sich heraus.
In Medjugorje direkt zeigen sich aus den Gebetsgruppen im Bezug auf Gemeinschaften geweihten Lebens zwei Wege.

2.2.1. Gemeinschaft „Kraljice Mira, potpuno tvoji - po Mariji k Isusu"

Gemeinschaft „Kraljice Mira, potpuno tvoji - po Mariji k Isusu"
(Königin des Friedens, ganz Dein - durch Maria zu Jesus)

Die Anfänge der Gemeinschaft (16.1.1987) liegen bei P. Tomislav Vlašić OFM und Agnes Heupel. Mit ihrem Programm des Lebens wirbt P. Tomislav um die Mitglieder der Großen Gebetsgruppe von Medjugorje,  deren geistlicher Begleiter er einige Zeit war. Seiner Ansicht nach sei diese neue Gemeinschaft ein Wunsch der Gottesmutter und eine Weiterführung aller Gebetsgruppen, die durch die Geschehnisse von Medjugorje entstanden sind. Am 26.2.1988 gingen einige Mitglieder der Gebetsgruppen von Medjugorje nach Guardasone nahe Parma (Italien). Das Gemeinschaftsleben begann. Ein Schreiben des Gründers „Eine Berufung im Marianischen Jahr“ (Jedan poziv u Marijinoj godini, 25.3.1988), in dem er sein Programm für die Gemeinschaft vorstellt, wurde von Seiten der Kirche nicht angenommen. Der Bischof von Parma Msgn. Benito Cocchi approbiert die Gemeinschaft nicht (1.10.1988).
P. Tomislav Vlašić und Agnes Heupel gehen mit den verbliebenen Mitgliedern zur Gemeinschaft von Betanien (Fraternità Francescana di Betania) nach Terlizzi (Bari), nach einem halben Jahr weiter in ein Haus außerhalb von Medjugorje. Pater Tomislav wird von seinen Provinzoberen in der Pfarre Gradnići als Kaplan eingesetzt. Von dort aus begleitet er die Gemeinschaft. Nach einem Jahr gab es wiederum einen Bruch, ausgelöst durch die äußeren Mitglieder, wegen deren Zweifel an der Gründerin Agnes Heupel.
Der Großteil der Gemeinschaft zieht sich für die Fastenzeit erneut in Terlizzi zurück, einzelne Mitglieder gingen eigene Wege. Nach Ostern 1990 sammelt P. Tomislav erneut die verbliebenen Mitglieder und beginnt wieder in Medjugorje.
Im Jahr 1991 geht der Gründer P. Tomislav nach Italien. Die Gemeinschaft wurde vom Provinzial der Franziskanerprovinz L´Aquila, P. Candido Bafile OFM, aufgenommen und bekam das Kloster in Lama dei Peligni in den Abruzzen anvertraut. In dieser Zeit wechselt P. Tomislav von der herzegowinischen Provinz in die Provinz von L´Aquila. Der zuständige Erzbischof von Chieti-Vasto Msgn. Antonio Valentini gab am 31.12.1991 die mündliche Zustimmung, und am 15.1.1992 die schriftliche Erlaubnis den privaten Verein von Gläubigen unter dem Namen Gemeinschaft „Kraljice Mira, potpuno tvoji - po Mariji k Isusu" zu gründen und am 20.5.1992 erkannte er die Gemeinschaft als Vereinigung von Gläubigen an. Es wurden in Italien Franziskanerklöster übernommen, ebenso wurde ein Haus in Medjugorje erbaut und in der Erzdiözese Wien mit der Erlaubnis von Kardinal Dr. Christoph Schönborn (17. 2.1998) eine Niederlassung eröffnet.
Ab Herbst 1998 begann der Gründer mit dem Gemeinschaftsmitglied Stefania Caterina deren private Visionen und Auditionen zu verbreiten und sie für alle Gemeinschaftsmitglieder verpflichtend zu machen. Der Rat der Gemeinschaft protestierte, weil die Visionen und Auditionen von Stefania Caterina, sich stark von der Lehre der Kirche und von den geistlichen Impulsen von Medjugorje unterschieden. Die Gründerin Agnes Heupel zog sich in dieser Zeit aus der Gemeinschaft zurück.
Aufgrund fragwürdiger Vorgänge innerhalb der Gemeinschaft in Italien entzog Kardinal Dr. Christoph Schönborn per Verfügung vom 4.2.2000  dem Gründer jede Entscheidungskompetenz für die in Österreich ansässigen Mitglieder, um die Weisungen des in Italien zuständigen Bischofs von Chieti Msgn. Eduardo Menichelli  abzuwarten.
Am 11.4.2001 erhielt die Gemeinschaft Direktiven aus dem Vatikan, die unter anderem die Weisungen enthielten, dass P. Tomislav Vlašić sich von der Gemeinschaft zurückziehen müsse und sich in die Sache der geistlichen Leitung und der zukünftigen Entwicklung der Gemeinschaft nicht mehr einmischen dürfe. Diesen Direktiven wurde vom Gründer nicht Folge geleistet.
Weil die von Medjugorje ausgehenden spirituellen Impulse in der von P. Tomislav Vlašić gegründeten Gemeinschaft „Kraljice Mira…“ nicht aufgenommen und realisiert wurden, baten die in der Erzdiözese Wien verbliebenen Mitglieder Kardinal Dr. Christoph Schönborn um eine Neuerrichtung der Gemeinschaft in der Erzdiözese Wien. Am 3.5.2001 errichtete Kardinal Dr. Christoph Schönborn die Gemeinschaft „Maria, Königin des Friedens“, in welcher sich unter anderen die verbliebenen Mitglieder der Gebetsgruppen von Medjugorje sammelten.
In einem Dekret (25.1.2008), das von Kardinal William Levada, Präfekt der Glaubenskongregation, und dem Sekretär Erzbischof Angelo Amato unterzeichnet war, wurden an P. Tomislav Vlašić Vorwürfe gerichtet, die seine Lehre und seine Haltung gegenüber den Weisungen der Kirche betreffen (u.a. Verbreitung suspekter Lehren und Manipulation des Gewissens). Dieses enthielt fünf Sanktionen, denen sich P. Tomislav nicht unterziehen wollte. Eine davon war, dass jeglicher Kontakt zur Gemeinschaft „Kraljice mira…“ und ihren Mitgliedern verboten ist.
Gegen dieses Dekret protestierten die Gemeinschaft „Kraljice mira…“  und andere, der Gemeinschaft angeschlossenen Mitglieder in einem offenen Brief mit 180 Unterschriften beim Generalminister der Franziskaner Fr. José Rodriguez Carballo OFM.
Im Brief vom 10.3.2009 schrieb der Generalminister Fr. José Rodriguez Carballo OFM, dass P. Tomislav Vlašić auf eigenen Wunsch vom Heiligen Vater laisiert und gleichzeitig von allen seinen Gelübden entbunden und der Austritt aus dem Orden genehmigt wurde. Ebenso wurde ihm verboten, jegliche Form des Apostolates auszuüben, wie etwa Erklärungen abzugeben, besonders über Medjugorje. Darüber hinaus darf Tomislav Vlašić sich in keinem Haus der Franziskaner aufhalten.
Die Gemeinschaft zieht sich daraufhin aus allen Franziskanerklöstern in Italien zurück.
Die Mitglieder der Gemeinschaft leben weiterhin gemeinsam und wirken als „Duhovna Obitelj Kraljice Mira, potpuno tvoji – po Mariji k Isusu“ (Spirituelle Familie Königin des Friedens, ganz Dein - durch Maria zu Jesus) nach den Weisungen von Stefania Caterina und Tomislav Vlašić

2.2.2. Gemeinschaft „Maria, Königin des Friedens“

Einige Mitglieder der Gebetsgruppen von Medjugorje spürten, dass die Gottesmutter von ihnen Leben nach den Evangelischen Räten in Gemeinschaft wünscht. Die spirituellen Impulse von Frieden und Versöhnung, die durch die Geschehnisse von Medjugorje ausgegangen sind, führten zur Neuentdeckung der Schönheit des franziskanischen Weges mit seiner eucharistischen Prägung.
Nach einem missglückten Versuch mit der Gemeinschaft „Kraljice mira…“ von Tomislav Vlašić, kam es zur eigenständigen Errichtung der Gemeinschaft durch Kardinal Dr. Christoph Schönborn in der Erzdiözese Wien (3.5.2001) unter dem Namen „Maria, Königin des Friedens“ (Marija, Kraljica Mira) als öffentliche Vereinigung von Gläubigen. Die Brüder und Schwestern der Gemeinschaft, die vor allem aus Mitgliedern der Gebetsgruppen von Medjugorje entstand, wollen die spirituellen Impulse von Medjugorje aufnehmen und realisieren.
Maria, die Königin des Friedens, ist Patronin und Mutter der Gemeinschaft. Die Mitglieder sollen sich – nach ihrem Wunsch – ganz in die Hände Gottes legen, in den Anliegen der Gottesmutter beten und sich im Plan Gottes für den Frieden in der Welt einsetzen.
In den täglichen Anforderungen strebt jeder einzelne danach, wie Maria zu sein: Beim Gebet, beim Fasten und beim Dienst am Nächsten. Wie sie für Jesus gesorgt hat, so wollen auch die Mitglieder der Gemeinschaften für Jesus da sein und in den Mitmenschen ihm dienen. Maria hat in Einfachheit und Demut gelebt, deshalb sollen die Mitglieder der Gemeinschaft auch so leben und die Sehnsucht nach Gott durch Gebet und Fasten pflegen.
Die Brüder und Schwestern folgen dem Aufruf vom hl. Franziskus in seinem Brief an den Orden, dass die Menschen jegliche Ehrfurcht und jegliche Ehre soviel sie nur können, dem heiligsten Leib und Blut unseres Herrn Jesus Christus erweisen, indem alles, was im Himmel und was auf Erden ist, befriedet und mit dem allmächtigen Gott versöhnt worden ist (vgl. Brief an den Orden 12,13). Christus ist die Versöhnung, er ist der Friede, welchen die Gemeinschaft und jedes einzelne Mitglied allen Wesen bringen möchte.
Die Gemeinschaft „Maria, Königin des Friedens“ (Marija, Kraljica Mira) ist eine öffentliche Vereinigung von Gläubigen. Sie lebt ihr Charisma in der franziskanischen Familie nach der am 8.12.1982 von Papst Johannes Paul II. approbierten "Regel und Leben der Brüder und Schwestern vom Regulierten Dritten Orden des hl. Franziskus".
Die geistliche Familie "Maria, Königin des Friedens" besteht aus den Brüdern und Schwestern der Gemeinschaft, den Oblaten und den Freunden der Gemeinschaft.
Die Brüder und Schwestern tragen in der Liebe zu Gott und in Ihm in der Liebe zu allen Menschen die Botschaft des Evangeliums in die Welt. Durch die Gelübde der evangelischen Räte leben sie die marianisch-franziskanische Spiritualität in der Nachfolge Jesu Christi. Durch ihr Wirken geben sie Zeugnis von Frieden und Versöhnung.
Der Gemeinschaft sind innere und äußere Oblaten angeschlossen, die sich im Geist der Gemeinschaft um christliche Vollkommenheit bemühen. Aus den Freunden der Gemeinschaft sind in den letzten Jahren die Franziskusschule, die Klara-Schule und die Franziskus-Jugend „FRAJU“ entstanden.
Das Mutterhaus der Gemeinschaft ist am Wallfahrtsort Maria Fatima (Diözese Graz-Seckau, Österreich). Eine weitere Niederlassung ist Maria Lanzendorf (Erzdiözese Wien, Österreich), wo neben dem Wallfahrtsort auch die dazugehörige Pfarre betreut wird.

2.3. Gebetsgemeinschaft Oase des Friedens Begleitung von Gebetsgruppen in Wien

Die Oase des Friedens mit Sitz in Wien ist eine Gebetsgemeinschaft von Laien, Diakonen und Priestern, die im Jahr 1988 als Antwort auf die Ereignisse im herzegowinischen Dorf Medjugorje gegründet wurde.
Die Oase des Friedens wurde von Mitgliedern des Gebetskreises „Maria, Königin des Friedens, Medjugorje“ gegründet, der sich seit August 1985 an jedem Donnerstagabend in einer Kirche im Zentrum von Wien versammelt, um für den Frieden in der Welt und im Herzen der Menschen zu beten. Die Gläubigen wollen damit der Einladung der Königin des Friedens zu Gebet und Fasten für den Frieden folge leisten.
Die Mitglieder der Gebetsgemeinschaft Oase des Friedens treffen sich regelmäßig zum Gebet, zur Eucharistischen Anbetung und zur Feier der heiligen Messe. Durch das Abhalten von Gebetstreffen, Einkehrtagen und ein Schriftenapostolat wollen sie andere Menschen in ihrem Bemühen um ein Leben aus dem Glauben unterstützen und Gebetsgruppen, die durch die Geschehnisse von Medjugorje entstanden sind, helfend beizustehen.
Die Oase des Friedens setzt sich für karitative Projekte im In- und Ausland ein, die im Zusammenhang mit den Ereignissen von Medjugorje entstanden sind und durch welche die Liebe Gottes zu den Menschen sichtbar wird.
So finanzierten Medjugorje - Freunde im Jahr 1995 gemeinsam mit der Oase des Friedens ein Haus für Kriegswaisen im „Mutterdorf“ in Medjugorje.
Im Jahr 1997 ermöglichten die Freunde der Oase des Friedens die Gründung einer Niederlassung der „Gemeinschaft Cenacolo“ für junge Menschen in Krisensituationen in Österreich. Die „Gemeinschaft Cenacolo“ wurde durch Medjugorje-Pilger weltweit bekannt. Die größte Niederlassung der Gemeinschaft befindet sich in Medjugorje.
Zur Zeit unterstützt die Oase des Friedens das Ernährungsprojekt „Mary`s Meals“, das 2002 durch schottische und afrikanische Medjugorje-Freunde anlässlich einer Hungerkatastrophe in Malawi gegründet wurde und derzeit täglich 580.000 Kindern in den ärmsten Ländern der Welt eine Mahlzeit in der Schule bereit stellt.
Die Oase des Friedens ist Mitglied des „Forums kirchlicher Erneuerungsbewegungen in der Erzdiözese Wien“ und seit dem 8. Dezember 1999 von Kardinal Dr. Christoph Schönborn als Vereinigung von Gläubigen bischöflich belobigt und empfohlen.

2.4. Gemeinschaft „Loretto“

Der Impuls für die Loretto-Gemeinschaft kommt von einer Wallfahrt nach Medjugorje im August 1987. Der Aufruf der Gottesmutter, Gebetskreise zu gründen, wurde vor allem vom Gründer Georg Mayr-Melnhof ernst genommen und im Oktober desselben Jahres begann ein kleiner Gebetskreis in Wien. Von Anfang an wurden Straßeneinsätze, Wallfahrten, Einkehrwochenenden, Visions-Tage, und vieles mehr organisiert. Im Herbst 1990 übersiedelte die Gruppe in den Stephansdom nach Wien. Weiters organisierte die Gruppe Vorträge und Seminareinheiten über Evangelisation, Gebet, Gemeinschaftsaufbau, Vergebung, Ermahnen und Ermutigen, Umgang mit anderen, Hören auf die Stimme Gottes, Vision etc.
Es entstanden viele Loretto-Gebetskreise, zu denen regelmäßig mehrere hundert Jugendliche kommen.
Die „Lorettos“ sind ein Ort des Gebetes, des Lichtes, der Gemeinschaft und der Hoffnung. Sie wollen eine Antwort geben auf die Bitte Marias in Medjugorje, Gebetsgruppen zu bilden. Gott schenkt Gnaden – es liegt am Einzelnen, diese Gnaden auch auszunützen.
Zur Gemeinschaft gehören Gebetskreise, Familiengruppen, das „Fest der Jugend“, die 24/7 Sessions, das Christkönigfestival, Jog&Pray, Abende der Barmherzigkeit und Duc in altum!
Der „Verbindliche Schritt“ (Loretto-Gemeinschaft) ist das Angebot ein Versprechen für sechs Monate oder ein Jahr, in dem sich momentan mehr als 150 junge Christen für Gebet und bestimmte Dinge engagieren.
Aus der Loretto-Gruppe fanden schon 40 junge Menschen ihren Ruf zu einem zölibatären Leben in der Kirche und eine große Anzahl von Ehepaaren wuchs aus der Gruppe heraus.
Loretto ist eine junge, katholische Gemeinschaft von Gläubigen verschiedener Lebensstände. Sie fühlt sich innerhalb der Kirche berufen, eine Oase des Gebets und des Lichtes zu sein und ganz bewusst Christus nachzufolgen. Sie bemühen sich, das Reich des Herrn zu verkünden in großer Achtung und Liebe gegenüber der Bischöfen und dem Hl. Vater. Sie ist marianisch, charismatisch und eucharistisch.
Sie möchten ein bescheidenes Werkzeug in seiner Kirche, in der Kirche und Gesellschaft Österreichs und über ihre Grenzen hinaus sein. Sie sehnen sich nach einem neuen Feuer des Heiligen Geistes, nach einem neuen Pfingsten. Im Herzen der Kirche beten sie für die Erneuerung der Kirche. Wie im Haus von Nazareth soll Jesus in ihrem Leben einziehen.

2.5. Fraternidade Monástica dos Discípulos de Jesus para a Glória de Deus Pai

Fraternidade Monástica dos Discípulos de Jesus para a Glória de Deus Pai
(Monastische Fraternität der Jünger Jesu zur Ehre Gottes des Vaters“)

P. Eugenio Maria Pirovano La Barbera (geb. 1949), ein Mitglied des päpstlichen Missionsinstitutes, reiste 1979 nach Brasilien. Dort wirkte er als Pfarrer, Missionar und Spiritual im Priesterseminar.
Nach verschiedenen Erfahrungen in Medjugorje verspürte er das Bedürfnis, sich im kontemplativen Gebet zu heiligen. Gefolgt von einigen Brüdern und Schwestern, die mit ihm das gleiche Ideal des Gebetes teilen, nahmen sie die Regel des Hl. Benedikt an und fügten das, was die Jungfrau Maria in Medjugorje wünscht hinzu: Eucharistie, Bibel, Lectio divina, tägliche Anbetung des Allerheiligsten Altarsakraments (eine Stunde für Profess-Mönche, eine halbe Stunde für andere), Verehrung des Heiligen Kreuzes jeden Freitag, gemeinsamer Rosenkranz, Fasten Mittwochs und Freitags.
Die Fraternität besteht aus Mönchen und Nonnen, sowie inneren und äußeren Oblaten. In der Fraternität leben 6 Priester, die sich mit Ausbildung und Predigt beschäftigen. Sie leben in der Umgebung von Sao Paolo. Die Fraternität öffnet jeden Mittwoch die Türen und bietet warme Mahlzeiten für die, die kommen, besonders für bedürftige Kinder. Außerdem unterstützt die Fraternität andere Institutionen, die Hilfe brauchen, wie Waisenhäuser, Häuser für Drogenabhängige und Straßenkinder.
Um seiner Fraternität besser zu folgen, wurde P. Eugenio 1998 in der Diözese Santo Amaro inkardiniert. Der Bischof überreichte der Gemeinschaft am 22.2.1999 das Dekret als öffentliche Vereinigung von Gläubigen. Danach wurde die Fraternität als Priorat „sui iuris“ anerkannt. Im Jahr 2009 hatte der Orden drei Klöster und 29 interne Mitglieder (sechs Priester sind, ein Diakon, fünf Mönche, 14 Schwestern, 3 interne Oblaten) und 25 äußere Oblaten.

2.6. Gemeinschaft „Milosrdni Otac“ (Barmherziger Vater)

Die Gemeinschaft „Barmherziger Vater“ wurde im März 1999 auf Initiative von P. Slavko Barbarić gegründet. Von Anfang an arbeitete die Gemeinschaft als Projekt des franziskanischen Ordens, mit dem Ziel, sich um Menschen zu kümmern, die in ihrem Leben abgelehnt oder enttäuscht wurden.
Aus diesem Grund nimmt die Gemeinschaft auch jene jungen Männer auf, die von anderen Gemeinschaften abgelehnt wurden, was zur Richtlinie in der weiteren Entwicklung wurde. Die Gemeinschaft wurde ein Zufluchtsort für junge Männer, die drogenabhängig waren, später auch für andere Süchtige.
Aus diesem Grund entwickelte die Gemeinschaft für ihre Bedürfnisse ein eigenes Therapie- und Rehabilitationsprogramm, welches auf Gebet und Arbeit basiert. Damit wurden von Anfang an viele Mitglieder versorgt.
Im Gegensatz zu einigen anderen Gemeinschaften dieser Art ist der Prozess des Einstiegs in die Gemeinschaft nicht so lange und anstrengend, meist braucht es ungefähr ein Monat. Mit dem Einstieg in die Gemeinschaft hört die Zusammenarbeit mit der Familie nicht auf, weil ohne ihre Unterstützung der Prozess der Rehabilitation keine guten Resultate erzielt. Die Familie ist der Schlüssel, wenn der junge Mann am Ende der Rehabilitation die Gemeinschaft wieder verlässt. Die Arbeit mit den Familien geschieht täglich, und einmal monatlich werden Treffen für die Eltern organisiert, wo miteinander gesprochen wird. Diese Besprechungen sind Teil des Rehabilitationsprozesses der Gemeinschaftsmitglieder.
Durch das Programm der Gemeinschaft lernen die Jugendlichen, wie es leichter ist, die Krise zu überwinden und Menschen zu werden, von denen sie selbst und die Gesellschaft profitieren, wenn sie die Gemeinschaft verlassen.
Fachkundiges, einwandfreies Engagement und ein sachverständiges Team, wie auch der einfache Wunsch der Süchtigen um Änderung und Wechsel des Lebens, in welchem kein Platz ist für Drogen: Diese Kombination ist der Grund für die erfolgreiche Rehabilitation vieler, welche das Programm der Gemeinschaft „Barmherziger Vater“ durchlaufen sind.
Das Haus in Medjugorje ist das Mutterhaus, für welches ein Expertenteam sorgt. Zuständiger für die Gemeinschaft ist P. Svetozar Kraljević OFM, Leiter der Gemeinschaft sind Toni Kozarić, Milan Rašić und Goran Vidačak.
Im Juli 2006 eröffnete die Gemeinschaft ein Haus in Slowenien im Ort Stari Trg bei Črnomej. In diesem Haus, wie auch beim „Barmherzigen Vater“, suchen Jugendliche geistliche Erneuerung und eine Zukunft ohne Drogen. Die Hausverwaltung übernahm Josef Pavleković. Mit ihm ist Katica Špehar im Expertenteam.
Seither hat der Bedarf zugenommen. So wurde die Gemeinschaft gezwungen noch weitere Räumlichkeiten zu suchen, wo Menschen mit Suchtproblemen Hilfe angeboten werden kann. Viele Jugendliche der Welt sind verstrickt in diese Probleme. Die Gemeinschaft hat deshalb nicht lange gewartet, als sie von Erzbischof Kardinal Vinko Puljic das Haus Gromljaka bei Kiseljak zur Verfügung gestellt bekam, welches am 20.6.2009 eröffnet wurde.

2.7. Gemeinschaft „Srce Marijino“ (Herz Mariens)

Der Anfang war im Jahr 2001. Sr. Milena Tomas hat im Vertrauen auf Gott einen neuen Weg angefangen. Sie hatte auf den Willen Gottes gehört und ist ihm gefolgt. Nach dem Gespräch mit dem Bischof hat sie ein Grundstück für das Haus gesucht und es in Bijakovići erbaut. Im Gehen zeigte Gott ihr den Weg weiter. Sie spürte das „Herz Mariens“ für Jugendliche zu sein, die große Probleme haben. Weil sie dazu nicht speziell ausgebildet war, wendete sich Sr. Milena im Gebet zu Gott. Die Antwort Gottes war, dass sie sich nicht das wünschen soll, was sie nicht hat, sondern, dass sie mit anderen teilen muss, was sie hat, die Begabungen, die ihr gegeben worden sind.
Seither sind viele Jugendliche in ihr Haus gekommen, um an sich selbst zu arbeiten mit Gottes Hilfe und durch die Hilfe der Gemeinschaft.
Das Gebet weckte immer größere Sehnsucht nach Gott. Darauf antwortet die Gemeinschaft durch die Lesung der Hl. Schrift, das lebendige Wort Gottes. Im Wunsch, auf die Liebe Gottes zuantworten, zeigt sich das Charisma der Gemeinschaft „Srce Marijino“. Das tägliche Leben besteht aus Gebet, Arbeit und Studien.
Die Berufung der Gemeinschaft ist es, Menschen zu Gott zu ziehen: Mit dem Gebet, mit der Aufnahme von Jugendlichen, mit geistlichen Gesprächen und Treffen, mit Zeugnissen und Exerzitien.

2.8. Gemeinschaft „Licht Mariens“

Die Gemeinschaft begann durch die Medjugorje-Wallfahrt von Terezia Gaziova im Jahr 1996. Sie lebte das erste Jahr in Medjugorje und wurde durch P. Slavko Barbarić geistlich begleitet. „Durch die Botschaften Mariens die anderen zu Jesus zu führen“ war der Weg, den sie für sich erkannte. So begann sie Menschen aus den östlichen Ländern zu ermöglichen, nach Medjugorje zu kommen.
Durch Gebet, Opfer und ausdauernde Arbeit hilft sie denen, die aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion nach Medjugorje kommen. Terezia übersetzt Vorträge, Anbetungen und Seminare, die von der Pfarre organisiert werden, ins Russische und Slowakische. In den Wintermonaten bereist sie Russland, Kasachstan, Ukraine, Lettland, Litauen und Weißrussland, wo sie Zeugnis über die Botschaften Mariens von Medjugorje gibt.
Im Jahr 2000 wurde die Gebetsgemeinschaft „Licht Mariens“ gegründet. Ihre Mitglieder haben sich entschieden, ihre Gaben, Talente, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten für eine bestimmte Zeit für dieses Werk einzusetzen. Jährlich wechseln sich ungefähr 15 junge Menschen ab, welche dann in ihre Länder zurück fahren und in der Mission weiter tätig sind in Verbindung mit dem Werk „Licht Mariens“.
„Licht Mariens“ ist eine Gebetsgemeinschaft. Sie versammelt die Gläubigen, welche im kontemplativen und gleichzeitig apostolischen Leben in der Mitte der katholischen Kirche tätig sein wollen. Die Gemeinschaft schöpft alle erforderlichen Gaben aus den Sakramenten.
Die Gemeinschaft unterstützt die Entstehung und Wirkung der Gebetsgruppen. Sie begleitet Pilger die nach Medjugorje kommen und betreut sie auch nach der Wallfahrt. Außerdem gibt sie Jugendlichen eine Möglichkeit, eine bestimmte Zeit in Medjugorje zu verbringen und im Licht des Evangeliums und den Botschaften Mariens ihre Berufung zu finden.

2.9. Figli del Divino Amore (Gemeinschaft “Kinder der göttlichen Liebe“)

Durch das Wirken des Hl. Geistes wurde in Guglielmina Manfredini in Medjugorje der tiefe Wunsch nach radikaler Umkehr geweckt. Die Modedesignerin stammt aus Modena, war verheiratet und hat eine Tochter. Durch ihre Begegnung mit der Gnade Gottes wurde sie zum Sakrament der Beichte geführt. Dort erfuhr sie die mütterliche Liebe Gottes in der Person Mariens und begann eine radikale Veränderung ihres Lebens.
Nach ihrer Rückkehr nach Italien bemühte sie sich um den alltäglichen Weg der Bekehrung durch Gebet und das Lesen der Hl. Schrift. Darin erkannte sie, dass Gott sie beruft zur Arbeit mit Menschen, die durch vielfältige Leiden belastet sind: Alkoholiker, Drogenabhängigen, Prostituierten und Familien in schweren Situationen. Diesen Menschen wollte sie sich widmen. So begann sie mit der Geistlichen Begleitung von Familien. Langsam formierten sich Gebetsrunden in verschiedenen Teilen Italiens und darüber hinaus. Sie streben danach, die Gnade Gottes in den Herzen, die durch die Sünde verwundet sind, zu erneuern. Guglielmina Manfredini begleitete auch Pilgergruppen nach Medjugorje.
Wie der Hl. Franziskus die Botschaft des Gekreuzigten hörte: „Geh, und stelle meine Kirche wieder her“, so hat sie im Gebet, im Fasten und im Opfer den Ruf des Herrn angenommen, ihm durch die Botschaften der Königin des Friedens nachzufolgen. Als Mutter Rosaria della Carità gründete sie die Gemeinschaft der „Kinder der göttlichen Liebe“ in Italien (1994), die seit 1995 auch in Medjugorje angesiedelt ist. Aus den Gebetsgruppen, besonders von Mitgliedern aus Modena, kam die Bitte an sie, den Weg des Ordenslebens zu gehen mit dem Charisma des Sühnegebets.
Die Gemeinschaft ist ein Verein von Freiwilligen – Männern und Frauen –, die ihr Leben für Gott nach der Spiritualität der Ordensleute leben. Derzeit gibt es drei Häuser: Zwei in Italien und eine Niederlassung in Medjugorje. Der Gemeinschaft gehören Laien und auch Familien an.
Die Gemeinschaft der Kinder der göttlichen Liebe wurde von Diözesanbischof  Msgr. Domenico Sigalini von Palestrina (Italien) kirchlich anerkannt und hat in dieser Diözese pastorale Aufgaben übernommen, mit der Öffnung zum Apostolat in der ganzen Kirche.
P. Slavko unterstützte die Gemeinschaft auf ihrem Weg und vertraute ihr die Aufgabe der liturgischen Gestaltung der italienischen Hl. Messe an. Er war der Beichtvater von Madre Rosaria und der Geistliche Begleiter der Gemeinschaft. Ein weiterer Dienst für die Kirche ist die Pilgeraufnahme in Zusammenarbeit mit der Pfarre.

2.10. Gemeinschaft „Totus Tuus“

Die Gemeinschaft „Totus Tuus“ entstand 1994 aus einer Wallfahrt des Ehepaares Leon und Birgit Dolenec nach Medjugorje. Einigen Monate danach wurde ein kleiner Gebetskreis gegründet. Im gemeinsamen Gebet verspürten die Mitglieder immer mehr den Wunsch, den vielen Jugendlichen in Deutschland zu einer Erfahrung im Glauben zu helfen. Im März 1994 wurde eine Wallfahrt für Jugendliche nach Medjugorje organisiert.
Ab 1995 begannen die ersten Mitglieder der Gemeinschaft „Totus Tuus“ in ihrem Umfeld, Zeugnis von der Liebe Gottes zu geben. Es wurden auch in Gefängnissen Gottesdienste und Gesprächsrunden gestaltet.
Inzwischen zählt die Gemeinschaft mehr als 350 Mitglieder deutschlandweit, seit 2001 hat die Gemeinschaft auch 30 Mitglieder in Čakovec (Kroatien). Zu Ostern 2004 wurde die Gemeinschaft von der katholischen Kirche als eine private Vereinigung von Gläubigen diözesanen Rechts kirchlich anerkannt.
Jedes Mitglied der Gemeinschaft „Totus Tuus“ legt ein Versprechen ab, welches jährlich oder alle drei Jahre erneuert wird. Im Alltag versucht jeder Einzelne die Spiritualität der Ganzhingabe zu leben.
Der Familienkreis von „Totus Tuus“ wurde am 1.5.2001 gegründet. Er ist eine eigenständige Gruppe innerhalb der Gemeinschaft und umfasst zurzeit 18 Familien (insgesamt 38 Erwachsene und 46 Kinder). Durch das Bedürfnis nach Erfahrungsaustausch und gemeinsamen Gebet entstanden regelmäßige Familien- und Gebetstreffen, bei denen die Feier der Hl. Messe, das gemeinsame Gebet, sowie der Austausch über Glaubensfragen in Ehe und Familie im Mittelpunkt stehen.
Die Gründung des Freundeskreises „Totus Tuus“ geschah im Februar 2003, um besser über die Aktivitäten der Gemeinschaft informiert zu sein und die Spiritualität von „Totus Tuus“ näher kennen zu lernen. Wenig später wurde auch für Priester ein Priesterfreundeskreis gegründet. Der Freundeskreis „Totus Tuus“  zählt einige Hundert, der Priesterfreundeskreis ca. 50 Mitglieder.
Seit Anfang 2004 haben sich Jugendliche entschieden, ihr Leben mit Gott und Maria zu leben. Die Jugendlichen der Totus Tuus Jugend ermutigen sich gegenseitig dazu an, den Alltag auf dem Fundament des Glaubens zu gestalten und ihrer ganz persönlichen Berufung zur Heiligkeit zu folgen. Ihre Spiritualität ist katholisch, marianisch und charismatisch.
Die Mitglieder bemühen sich um die Bekehrung und Heiligung des eigenen Lebens durch die Gnade Gottes mit den Mitteln, die die katholische Kirche anbietet. Sie engagieren sich missionarisch und streben nach Heiligkeit durch das persönliche und gemeinsame Gebet, die Feier der Sakramente, die Betrachtung der Heiligen Schrift und die Liebe zu Maria, der Mutter der Kirche. Sie möchten in Einheit, Gehorsam und Liebe der katholischen Kirche dienen.
Durch die Impulse der Gottesmutter in Medjugorje (Hl. Schrift, Sakramente, Gebet) bemühen sich die Mitglieder um Ganzhingabe an Jesus durch Maria, die wir ins Leben umsetzen wollen, und die im Namen „Totus Tuus“ (lat.: Ganz Dein) zum Ausdruck kommt.
Maria ist die Braut des Heiligen Geistes und war auch beim Pfingstereignis der Urkirche zugegen, deshalb beten wir gemeinsam mit Maria um den Hl. Geist.

Fr. DI Mag. Ignaz Domej, Gemeinschaft Maria, Königin des Friedens, Österreich