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Fest Kreuzerhöhung

Heilige Messe auf dem Kreuzberg in Medjugorje
Von Hochw. Dr. Ignaz Hochholzer

Am Sonntag, dem 15. September 2013, wurde die Feier der Kreuzerhöhung in Medjugorje festlich begangen. Neben den Pfarrangehörigen nahmen noch zahlreiche Pilger teil. In der Pfarrkirche wurden fünf hl. Messen in kroatischer Sprache gefeiert, um 6, 7, 8, 12 und 19 Uhr. Die feierliche hl. Messe auf dem Kreuzberg um 11 Uhr zelebrierte Pater Ljubo Kurtovic. Vor der hl. Messe wurde der Rosenkranz gebetet.
Die Kirche begeht jedes Jahr am 14. September das Fest Kreuzerhöhung. Als Zentrum unserer Erlösung verdient das Kreuz Christi unsere besondere Verehrung. Das Kreuz begleitet uns durch das Erdenleben und ist der sichere Weg zur Auferstehung. Stat crux dum volvitur orbis, heißt der Wappenspruch des Kartäuserordens. Das heißt, das Kreuz steht fest, steht still, die Erde dreht sich, bewegt sich, vergeht. Das soll auch unsere Gewissheit sein, dass bei allem, was uns im Leben widerfährt, das Kreuz fester Halt ist.

Es gibt uns Zuversicht, Trost und Stärke.
Unser Herr Jesus hat vor uns gelitten, leidet mit uns und führt uns zur Auferstehung und Herrlichkeit.
In Medjugorje wird das Fest Kreuzerhöhung jedes Jahr am Sonntag nach dem 8. September als große Wallfahrt auf den Kreuzberg begangen. Dieses riesige Betonkreuz wurde 1933 mit unbeschreiblicher Mühe am Gipfel des Krizevac errichtet und seither findet alljährlich zum Festtag eine heilige Messe mit Beteiligung vieler Menschen aus der ganzen Welt statt. Seitdem Medjugorje eine weltweit bekannte Gebetsstätte ist, pilgern an diesem Tag Menschen aus aller Herren Länder schon früh morgens betend und singend den Berg hinauf, viele barfuss und oft ein Kind am Arm.

Dieses Jahr war es bei herrlichem Sonnenschein ein ganz einmaliges Erlebnis. Der steile, steinige Weg und der pralle Sonnenschein ließ bei fast allen die Schweißperlen zu Boden tropfen. Am Gipfel angelangt, machte sich eine feierliche Stille breit. Zuvor kurz vor der vierzehnten Station dachte wohl jeder an Pater Slavko Barbaric, der hier vor dreizehn Jahren beim Abstieg so unerwartet verstorben ist.

Dies mahnt auch uns, seid stets bereit, denn der Tag des Herrn kommt ganz unerwartet. Mit all diesen Gedanken haben die Schwestern und Helfer der Pfarre den Altar beim großen Betonkreuz aufgebaut, alle Messkleider bereitet und die Priester haben sich fertig gemacht zu einer großen Messfeier. Nichts hat gefehlt, sogar der Lautsprecher hat gut funktioniert, sodass die tausenden um die Bergeshöhe gut mitfeiern konnten. Um 10.30 Uhr begann das gemeinsame Rosenkranzgebet mit der Betrachtung der schmerzhaften Geheimnisse. Hernach stand Pater Ljubo Kurtovic der großen Konzelebration vor, Priester verschiedenster Sprachen und Nationen feierten mit, selbstverständlich auch der neue Pfarrer von Medjugorje Pater Marinko Sakota. In der Predigt verwies Pater Ljubo, dass seit achtzig Jahren hier das Fest Kreuzerhöhung begangen wird. Nun ist dieser Berg und dieser Ort durch die außerordentliche Gegenwart Gottes und durch die Nähe der Gottesmutter gesegnet, die uns einlädt zu ihrem Sohn zu kommen und vor dem Kreuz zu beten, denn vom Kreuz gehen große Gnaden aus.

Alle lauschten ganz still der Predigt, folgten dem heiligen Geschehen und knieten auf den Steinen nieder zur heiligen Wandlung. Für die Priester bereitete es Mühe den Leib unseres Herrn Jesus Christus allen zu reichen auf dem abschüssigen Gelände und oft auch im Schatten hinter Büschen. Begnadet vom Leib unseres Herrn Jesus und gestärkt durch Sein Wort, haben sich alle langsam wieder zum Abstieg bereit gemacht, obwohl der Abschied von diesem herrlichen Erlebnis mit großartigem Ausblick in das weite Land bis hin zum Meer schwerfällt. Doch der Herr geht alle Wege mit, Er lässt uns nie allein und die Gottesmutter begleitet uns, bei jedem Abstieg führt sie uns sorgsam.

Quellennachweis: Gebetsaktion Wien 2013

Zeugnis von Dr. Ignaz Hochholzer beim Jugendfestival 2012 Medjugorje
Dr. Pfr. Ignaz Hochholzer aus Wien ist Oberarzt bei den Barmherzigen Brüder in Wien und Priester.