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Unsere Zeit ist eine Zeit der unermesslichen Gnaden Gottes

Interview mit der Seherin Vicka Mijatovic-Ivankovic

Vicka, seit den ersten Tagen der Erscheinungen sind fast 30 Jahre vergangen, und Du bist eine der Seherinnen bis heute. Wie fühlst Du Dich auf diesem Weg?
Vieles ist seit den ersten Tagen bis heute geschehen und es wird noch viel geschehen, bis die Erscheinungen aufhören. Meine einzige Einstellung damals und auch heute ist, dass ich einfach all das, was Gott und die Gospa von mir wünschen, annehme. Dass ich ihnen diene und in Treue das weiterleite, was die Gospa uns gibt. Ich betone, dass diese unsere Zeit wirklich eine Zeit der unermesslichen Gnaden Gottes ist und dass wir diese Zeit auf besondere Weise nützen müssen, denn Gott lädt uns darin ein und gibt uns besondere Gaben. Wenn die Welt nur begreifen wollte, wie viele Gnaden uns Gott jeden Tag gibt, hätte es die heutige Menschheit viel leichter und schöner. Wenn die Welt nur begreifen wollte, wie schwer das Leben des Menschen und der Menschheit ist, wenn Gott weit entfernt ist, wenn sich der Mensch nur dieser materiellen Welt überlässt. Da ist die Gospa, die darüber ständig zu uns spricht und sie wünscht, dass wir alle auf den rechten Weg zurückkehren. Deshalb ist sie auch nach Medjugorje gekommen, um zu zeigen, wie sehr Gott der Mensch und die Menschheit ein Anliegen sind.

Kannst Du uns etwas über Deine jetzigen Begegnungen mit der Gospa sagen?
Ich habe die Erscheinungen jeden Tag seit fast 30 Jahren. Bei mir waren die Erscheinungen bisher nicht immer zu einer bestimmten Zeit wie bei Ivan und Marija, 20 Minuten vor sechs oder in der Sommerzeit 20 Minuten vor sieben Uhr. Ich hatte bisher die Erscheinungen zu verschiedenen Tageszeiten. Aber in den vergangenen Tagen hatte ich die Erscheinungen so, wie es am Anfang war, 20 Minuten vor sechs.

Die Gospa war in den Weihnachtstagen sehr freudig und sehr schön gekleidet. Am Christtag kam sie mit dem Kind im Arm und trug ein goldenes Kleid, wie an den anderen Feiertagen. In diesen Tagen betonte sie besonders, dass wir viel für die Jugend und ihre Familien beten sollen, die in einer sehr schweren und herausfordernden Zeit leben. Wenn sich die jungen Leute nur für die materiellen Werte dieser Welt entscheiden und geistige Werte vernachlässigen werden sie es im Leben sehr schwer haben. Gerade die Entscheidung für das Weltliche führt viel Jugendliche ins Verderben und darin hat ddann Satan besonders seinen Platz. Er kann sie leicht auf seinem Weg, das heißt, auf einen weg weit weg von Gott verführen.

Was sagt die Gospa auf besondere Weise zur heutigen Jugend und zu ihren Familien?
Wenn die Gospa von der Jugend und ihren Familien spricht, sagt sie in der Botschaft in etwa so: „Liebe Kinder, das, was euch die heutige Welt bietet ist alles sehr kurzlebig und vergänglich. Dadurch könnt ihr selber erfahren und sehen, dass Satan jeden freien Augenblick für sich nutzt. Er versucht, sein Ziel auf besondere Weise durch euch zu erreichen, denn er möchte eure Familien und euer Heim zerstören. Satan hat also seinen Plan und weiß, wie er ihn verwirklichen wird, und er tut sich leicht, weil die Familien nicht mehr beten. In den Familien gibt es keinen Platz mehr für Gott, die Sakramente, für das Wort Gottes, für die Bibel.“ Die Gospa hat uns oft gesagt, dass gerade die Bibel auf einem sichtbaren Platz sein soll. Sie soll das Buch sein, aus dem wir täglich lesen und betrachten, wie Gott die Rettung der Menschheit begonnen hat. Dort wo es Gott, das Gebet, das Gespräch in den Familien nicht gibt, gibt es auch die Liebe nicht und deshalb kommt es zu großen Zwistigkeiten und zur Selbstvernichtung so vieler junger Familien. Der Grund für all das ist, dass der Mensch vergisst, dass Gott ewige Liebe und Wahrheit ist, die einzige Quelle des Heiles. Und nur durch seinen Sohn kann der Mensch gerettet werden. Aber all das hängt vom freien Willen des Menschen ab. Gott hat dem Menschen die Freiheit gegeben und er zwingt ihn zu nichts, sondern der Mensch selbst entscheidet seinen Weg, den er gehen will. Ob er mit oder ohne Gott gehen will.

Gerade sind zu Dir ins Zimmer Mütter mit ihren Kindern gekommen, die verschiedene Krankheiten haben. Du hast über ihnen gebetet und ihnen Worte des Trostes gesagt. Wie erlebst Du dieses Leiden der kleinen Kinder?
Viele Leute bitten uns Seher, dass wir für sie beten. Besonders schwer ist es, wenn junge Familien mit kranken Kindern kommen und von uns Trost suchen.  Es ist auch schwer, wenn Erwachsene an verschiedenen Krankheiten leiden. Ich kann nichts Besonderes tun, ich bete und lege sie in die Hände Gottes. Alle, die kommen, glauben, dass wir Seher die Gospa sehen und deshalb wenden sie sich an uns, dass wir für sie Fürsprache einlegen und sie anempfehlen. Ich  lege ihnen sehr gerne meine Hände auf und tue das von Herzen; ich sehe, dass mein Segen nichts Besonderes ist. Aber wir müssen begreifen, dass das Kreuz in unserem christlichen Leben sehr wichtig ist und dass wir dieses Kreuz, das uns Gott gibt, annehmen sollen. Gott weiß, wann und wie er jemanden von seinem Kreuz erlösen wird. Das sind sehr große Geheimnisse Gottes, denn nur er weiß, warum er jemandem ein Kreuz und ein Leiden gibt.

Jetzt habe ich auch Gelegenheit, mit Dir über die neue Kommission zu reden, die in Rom gegründet wurde. Wie siehst Du als Seherin diese Tatsache, dass es jetzt eine Kommission direkt von Rom aus gibt?
Ich freue mich, dass eine solche Kommission vonseiten der höchsten Spitze in der Kirche ins Leben gerufen wurde. Es freut mich, weil es sicher anders sein wird, als es bisher war.
Ich denke, dass es nach 30 Jahren Erscheinungen auch notwendig war, dass Rom das, was Medjugorje betrifft, in die Hand nimmt, und nach all den Befragungen und Überprüfungen, Entscheidungen trifft, die für diesen Pilgerort sehr wichtig sein werden. Wenn man mich bittet, werde ich – so wie auch bisher – bereit sein, alle Fragen zu beantworten, die ich beantworten kann.

Vicka, Du sagt uns am Ende immer noch ein paar Worte. Kannst Du  es auch diesmal tun?
Am Ende möchte ich sagen, dass ich bisher aus gesundheitlichen Gründen nicht die Möglichkeit hatte, hier zu sein und Zeugnis zu geben. Ich hatte in den vergangenen zwei Jahren mehrerer Operationen an der Schulter und an der Wirbelsäule. In diesen Tagen war ich bei der letzten Kontrolle und der Arzt ist sehr zufriedenmit meinem Zustand und auch ich. So freut es mich besonders, dass ich von Neuem hier auf den Stufen sein kann und bin überglücklich, dass ich der Gospa und den Pilgern zur Verfügung stehen kann.

Euch, liebe Leser, möchte ich von ganzem Herzen grüßen. Möge Euch alle die Königin des Friedens mit ihrem Frieden und ihrer Liebe segnen. Es grüßt Euch alle und betet für Euch, Eure Vicka.

Quellennachweis: Auszüge aus „Gebetsaktion Maria-Königin des Friedens" 2011