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"Die Gebetsgruppe lebt in meinem Herzen"

Wie man in Medjugorje weiss, offenbarte sich durch die Gabe der "innern Lokution" die Madonna ausser den sechs Sehenden noch den zwei jugendlichen Freundinnen Jelena und Marijana Vasilj. Heute sind beide verheiratet. Ihnen vertraute die Muttergottes Botschaften zur Gründung und Entfaltung der Gebetsgruppe an, die die Gospa selber gewünscht hat. In einem Interview erzählt Marijana ihre Erinnerungen, aber vor allem, wie die von klein auf erhaltene Gabe heute Früchte trägt in ihrem geistigen und familiären Leben.

Interview von Stefania Consoli mit Marijana Vasilj-Juricic

Marijana, viel Zeit ist vergangen seit die Muttergottes dich ihre Stimme hören liess, um die Gebetsgruppe zu leiten, wie lebt in dir diese Erinnerung?
 Marijana: Um genau zu sein, die Gruppe hat nie zu existieren aufgehört. Obwohl über längere Zeit die Zahl der Teilnehmer kleiner geworden war, fuhren rund zehn Personen fort, sich zu versammeln und zu beten. Heute zeigt sich in Medjugorje die Notwendigkeit einer Gebetsgruppe für die junge Generation unter der Führung eines Priesters, so wie Pater Tomislav Vlasic uns geführt hat.

In diesen letzten Jahren lebtest du eher zurückgezogen, um dich deinem Mann und euren Kindern zu widmen, auch wenn in letzter Zeit deine Zeugnisse immer mehr gefragt sind.
 Marijana: Es ist wahr, aber es war für mich auch nötig, die Vielzahl und Intensität der Erfahrungen aus der Jugendzeit zu verarbeiten. Aber jedenfalls spürte ich die Forderung, der Familie Priorität zu geben vor allem in diesen ersten Jahren des Zusammenlebens. Heute leben die Familien sehr oberflächlich zusammen; die Arbeitswelt gibt den Rest, alles muss hastig erledigt werden. Es gelingt, für alles Zeit zu finden ausser für das Gebet. Aber fragen wir uns: warum geschieht das, wenn doch die Gospa uns gesagt hat, wir sollten dem Gebet den ersten Platz geben? Wenn wir dem Gebet nicht den ihm gebührenden Platz einräumen, ist es normal, dass wir keine Zeit zum beten finden... Jetzt müssen wir gerade dies, dann etwas anderes tun... Wir können ja morgen noch beten ... und, am Schluss, tun wir es nie! Wie oft hat Maria uns eingeladen, den Tag mit dem Gebet zu beginnen, damit sich alles in Frieden und in Harmonie entwickeln kann. Wir brauchen das Gebet, damit Gott uns die Kraft gibt, die Erkenntnis, die Lust, all dies, was während des Tages auf uns zukommt, anzunehmen, auch die täglichen und häufigen Überraschungen. Wenn wir uns vom Segen Gottes begleiten lassen, erscheint es uns einfacher, alles anzupacken.

Macht ihr es so in deiner Familie?
 Marijana: Ja, vor allem beten wir mit den Kindern. Häufig sagte uns die Muttergottes, dass die heutigen Familien Probleme haben mit den Jungen, weil das Gebet im Hause fehlt. Man kann nicht glauben, dass ein Junge plötzlich mit 18, 20 zu beten beginnt, wenn er es nie getan und nie gesehen hat, dass die Eltern beten. Wenn die Eltern nur das Beispiel gegeben hätten, wäre das Gebet für ihn ganz normal. Darum ist es wichtig, mit den Kindern zu beten, denn sie nutzen gerne das Gebet, um einen Moment zusammen zu sein. Am Morgen betet bei uns jeder für sich, aber abends finden wir uns immer zusammen ein für den gemeinsamen Rosenkranz. Wir beten ihn gemeinsam, und es sind gerade meine Kinder, die fragen, wann wir beginnen. Ich bin überzeugt, dass die Kinder, wenn sie das von klein auf erleben, leichter ihren eigenen Weg im Leben finden und die Kraft haben werden, den Schwierigkeiten Stirn zu bieten. Es scheint mir, dass ich diese Klarheit und das Sich-Entscheiden für das Familiengebet in mir trage als Frucht der Gruppe.

Wie wichtig ist für euch das persönliche, spontane Gebet, das die Gospa der Gruppe so intensiv empfohlen hat?
 Marijana: Empfohlen, das hast du gut gesagt. Ja in sehr vielen Botschaften sprach Maria vom spontanen Gebet, und von Anfang an fragten die Menschen, was das eigentlich sei, vor allem wenn sie sahen, dass Kinder so beteten. Diese Gebetsform hat Maria vor allem empfohlen, wenn mehrere Personen miteinander beten; wenn mit klarer Stimme die eigenen Empfindungen ausgedrückt werden, hilft dies den andern zu verstehen, warum beten wichtig ist. Offen vor andern ausdrücken, was wir in uns tragen, ist ein Zeichen von Öffnung gegenüber Gott und dem Nächsten. Das fiel nicht immer leicht. Vor allem am Anfang musste Maria uns zurechtweisen wegen der Verschlossenheit unseres Herzens; alle schwiegen, wir hatten nicht die Kraft zu sagen, was wir gerade in diesem Augenblick erlebten. Aber nach und nach haben wir uns auf Ermunterung der Muttergottes daran gewöhnt. Sie sprach vom spontanen Gebet als "einem Dialog mit Gott". Sie fügte hinzu, dass das Gebet nicht einfach eine automatische Wiederholung von Vater unsern und Ave-Marias ist, wie es manchmal beim Rosenkranz geschieht. Zwischen einem Gesätzlein und dem andern gilt es, spontan über das Leben Jesu nachzudenken und darüber zu beten, wozu die Gesätze uns einladen.

Könnte man sagen, dass das spontane Beten ein Grundpfeiler eurer Zusammenkünfte war?
 Marijana: So wollte es Maria. Sie lehrte uns jede Zusammenkunft mit dem spontanen Gebet zu beginnen und zu schliessen. Offen drückten wir in aller Freiheit unsere Anliegen aus und am Ende dankten wir. In einer Botschaft sagte uns Maria tatsächlich, dass die Menschen wohl zu bitten, selten aber zu danken verstehen. Wir müssten danken lernen, auch für die kleinen Dinge, sonst können wir es auch nicht für die grossen. Ich glaube, dass diese Methode das Gebet offener und tiefer werden liess. Natürlich baten wir am Schluss um den Segen für die ganze Menschheit, im besondern für die Jugend.

Wie führte Maria die Gruppe? Wann kamen die Botschaften?
 Marijana: In der Regel gab die Madonna ihre Botschaft an mich wenn ich noch zu Hause war, bevor ich zum Treffen ging. Aber manchmal gab Sie sie auch Jelena. Ich begann zu beten und dann kamen ihre Worte, die dazu dienten, das Treffen in Gang zu bringen. Am Ende gab sie eine Botschaft an Jelena, meist eine kurze, und zum Schluss den Segen. Aber es geschah auch, dass mitten in der Zusammenkunft Jelena eine Botschaft zu einem zu diskutierenden Thema erhielt - wir bildeten dazu Untergrüppchen mit dem Ziel, uns besser zu öffnen. Zuletzt teilte von jedem Grüppchen ein Vertreter die Ergebnisse den andern mit.

Mir scheint, dass Maria je nach Umständen ihr Eingreifen wechselte.
 Marijana: Ja, es gab nie eine vorausbestimmte Zeit, wo Sie sich äusserte wie bei den Sehern. Die Zeit hatte gar keinen Wert. Jedoch ist es wichtig zu unterstreichen, dass die Botschaften immer nur während des Gebetes kamen. Pater Tomislav sagte uns sogleich, dass sie eine Gabe des Gebetes seien, im Gebet aktiv würden. Die Muttergottes hatte uns vorausgesagt, dass wir dieses Geschenk nicht für unser ganzes Leben bekommen. Aber um wahr zu sein, die Gabe bleibt in unserm Innern: auch wenn wir keine täglichen Botschaften mehr erhalten, spüren wir die Gottesmutter wie früher. Das Gebet bleibt als Geschenk für unser ganzes Leben.

Bedauerst du etwas oder trauerst du etwas nach?
 Marijana: Oft denke ich, wenn wir in der Gruppe einander besser verbunden geblieben wären, oder besser ausgedrückt, dieser Gebetsart, wenn im grossen und ganzen alles geblieben wäre wie zu Beginn, vielleicht hätte die Muttergottes weiter zu uns gesprochen. Ich wiederhole, ich habe nie aufgehört zu beten, vor allem in der Familie, aber da ist es ganz anders. Ich verstehe jedoch, dass es einen Plan Gottes gibt, den wir nicht beeinflussen oder ändern können.

Wie lange musstet ihr zusammen bleiben, um eure "Gebetsschulung" zu beschliessen?
 Marijana: Die Muttergottes bat uns, vier Jahre zusammen zu bleiben, um sich gegenseitig gut kennen zu lernen, so war es einfacher, sich zu öffnen. Die Leute um uns verstanden nichts und wurden müde, dies zu akzeptieren. Sie fragten: zu was nützt denn eine Gebetsgruppe? Weshalb soll sie vier Jahre dauern? Wir antworteten: ihr müsstet selbst in der Gruppe sein, um zu verstehen weshalb... Aus welchem Grund gerade vier Jahre, das weiss ich nicht. Es war der Wunsch der Gottesmutter: bis zum Schluss bleiben, ohne etwas über die eigene Zukunft zu entscheiden. Wir hatten nur anwesend zu sein. Sie selbst führte uns mit einer Reihe von Botschaften, die in einem gewissen Sinn unter einander verbunden sind. Diese Forderung zur Ausdauer und zur Treue diente, die schlechte Gewohnheit meiden zu lernen, die in vielen Gebetsgruppen herrscht: einmal gehst du hin, fünfmal nicht. So verliert man alles. Wenn wir einem Menschen begegnen und ihn dann zwei Monate später wieder treffen, wie liesse sich da eine echte Beziehung aufbauen? So kann man keine Öffnung des Herzens erreichen.

Was rätst du also einer Gebetsgruppe, die wünscht, das Gebet vertieft zu leben?
 Marijana: Wenn man zusammen wachsen will, ist eine längere Zeitspanne unumgänglich, um sich miteinander betend und teilend ganz öffnen zu können. Bei uns wollte die Gospa, dass wir zu Beginn uns einmal in der Woche trafen, dann zwei, dann dreimal ... Sie hat nicht alles auf einmal verlangt, aber Stufe für Stufe, Schritt für Schritt. Die dritte Abmachung, die Maria vorgesehen hatte, war der Samstag, er war hauptsächlich dem Austausch von Erfahrungen und Botschaften gewidmet, die sie uns gab, denn die Botschaften waren nicht für alle gleich. Jeder versteht sie auf seine Art und im Austausch bewirkten die verschiedenen Meinungen für die Teilnehmer eine Bereicherung. So wurde es möglich, sich so gegenseitig zu helfen.

Wir wissen, dass die Muttergottes Pater Tomislav als geistlichen Leiter der Gruppe bestellt hat. Wie häufig habt ihr ihn getroffen?
 Marijana: Seit Beginn war Pater Tomislav immer anwesend, ein wirklicher Leiter und Führer der Gruppe. Die Muttergottes selbst hat die Anwesenheit eines Priesters gefordert, wir waren 11 Jahre und hatten keine blasse Ahnung, wie eine Gruppe zu gründen, was zu tun war, etc. Da fragte Jelena, weshalb es gerade ein Priester sein müsse, der die Gruppe führe. Die Madonna antwortete, dass eine Gruppe ohne Priester wie eine Klasse ohne Lehrer wäre, vor allem am Anfang. P. Tomislav nahm das Angebot an und organisierte alles. Ich glaube, dass er wirklich der einzige authentische Zeuge all dessen ist, was in den Anfängen vor sich ging.

Damals wart ihr Kinder, jetzt aber Erwachsene. Wie hat das "Geschenk der Gottesmutter" deine persönliche Entwicklung beeinflusst?
 Marijana: Das ist eine häufige Frage. Ich muss sagen, wir sind aufgewachsen mit dieser "Gabe", es war für uns eher ganz natürlich. Wir hatten den Vorzug, dass die Familien hier in Medjugorje schon vor den Erscheinungen sehr gläubig waren, der Glaube war schon vorhanden: in allen Häusern wurde gebetet. Maria sagte einmal zu den Sehern, dass sie Medjugorje gewählt hat, weil sie hier Glauben vorgefunden habe. Darum schien uns alles, was hier geschah, gar nicht so fremd. Natürlich haben wir durch die Botschaften auch verstanden, dass in der Vergangenheit mehr eine Tradition als ein wacher Glaube gelebt wurde. Trotzdem bedeutete er eine gesunde Basis, um als nächsten Schritt geistliches Leben aufzubauen und zu vertiefen.

Wie benimmt sich ein Heranwachsender mit einer so aussergewöhnlichen "Gabe"?
 Marijana: Nicht immer war es leicht, vor allem, wenn wir unsere Freunde sahen, die machen konnten, was sie wollten, während wir den Pilgern zur Verfügung zu stehen hatten, der Gruppe, etc. Vielleicht waren wir auch ein wenig eifersüchtig. Es war so wohl eine "Gabe" aber auch ein Opfer. Sie bleibt eine wunderschöne Erinnerung, die ich nie mit nichts vertauschen möchte, denn darüber hinaus war sie auch eine grosse Verantwortung wie diejenige der Seher, die aufgrund dieser Verantwortung seit über 20 Jahren kein Privatleben mehr besitzen. Wenn wir die grossen Gaben Gottes annehmen, müssen wir auch bereit sein, alles zu geben, was von uns erwartet wird. Wir sind nur Werkzeuge, durch die Maria der Welt ihre Botschaften austeilt. Und wir müssen dies nicht nur durch Worte sondern vor allem durch das Beispiel tun. Dasselbe gilt für die Pilger, die ihre Pilgerfahrt nicht als abgeschlossen betrachten dürfen, wenn sie von Medjugorje abgereist sind - wie dies die Madonna in einer Botschaft sagt - sondern in Gebet und Fasten fortfahren müssen, damit ihr Zeugnis nicht nur im Erzählen über Medjugorje besteht, sondern vielmehr darin, dass in ihrem Leben die Umkehr, die die Pilgerfahrt in ihnen bewirkt hat, durchscheint.

Wenn jemand sich darüber wundert, dass Maria immer dieselben Dinge sagt, wie denkst du darüber?
 Marijana: Wir sind erstaunt, dass die Muttergottes immer dieselben Dinge sagt, aber wer von uns lebt das, was Sie sagt? Wer betet drei Stunden am Tag, wie Sie es gewünscht hat? Wer fastet zweimal pro Woche? Fast niemand! Die Muttergottes wiederholt ihre Botschaften nicht ohne Grund, sondern nur weil sie will, dass wir sie konkret erfüllen. Wäre es so, würde Sie sie nicht ständig wiederholen, glaubst du nicht?

Was hältst du von der Dauer dieser Erscheinungen?
 Marijana: Wenn ich auf all diese Jahre zurückblicke, wo die Muttergottes in Medjugorje erschienen ist, lässt sich nicht zweifeln, dass wir vor einem für die Menschheit grossen Zeichen stehen. Manchmal überlege ich, dass hier in Medjugorje etwas für die Welt ganz Besonderes geschehen müsse, etwas Neues: die Welt muss neu beginnen, zu Gott zurückzukehren und mit Ihm zu leben. Rundum hört man nichts als negative Dinge, in TV, Zeitungen, Gesprächen... Fast nichts wird gesagt, das uns erfreut. Das kommt daher, dass immer von Dingen die Rede ist, die weit von Gott entfernt sind, fast immer materielle Sachen. Kein Geist, keine Liebe, kein Friede.

Willst du sagen, dass Medjugorje ein Ort werden soll, wo nicht nur gebetet sondern auch Gott betrachtet wird?
 Marijana: Die Muttergottes sagte uns in einer Botschaft: Ihr müsst euch bewusst werden, dass Gott mit euch ist, in euch, nicht auf den Wolken. Wenn wir das am Ende verstehen und auf diese Art zu beten beginnen werden, wird sich alles wenden. Vor allem zu Beginn unseres Weges lud Maria uns ein, mitten in die Natur zu gehen und zu entdecken, wie Gott überall ist. Wir mussten versuchen zu schreiben oder den andern mitzuteilen, was wir empfunden hatten in diesem Augenblick. Es ging natürlich nicht darum, einen "schönen Ausflug zu machen", sondern einzutauchen in die Schöpfung, ins Denken, dass Gott sie für uns so schön zubereitet hat, um sie zu geniessen und Ihn dafür zu loben.

Die Muttergottes wählt als Ort für ihre Erscheinungen die Natur, glaubst du nicht, dass sie uns damit etwas sagen will?
 Marijana: Ich bin überzeugt davon. Sie wiederholte häufig, dass es sehr wichtig ist, Gott im Schweigen und im Frieden zu spüren, die sich in der Natur finden lassen.... Heute hat sich dies verloren und ist zu einem Problem für die Menschheit geworden: niemand schaut um sich, jeder sieht nur, was er gerade vor sich hat und macht sich mit grosser Hatz daran, es zu erreichen. Man hat weder Zeit noch Ruhe. Man möchte an alles herankommen und erreicht nichts ... Es ist so dumm! Und zu welchem Zweck? Um materielle Güter zu erhaschen, die hier bleiben, während du dazu bestimmt bist, weg zu gehen!
Die Muttergottes hat uns oft daran erinnert, dass das, was dieser Welt gehört, vergänglich ist, dies dürfen wir nie vergessen: unser Leben ist nur eine Vorbereitung für die Ewigkeit, für das, was uns dort erwartet. Lassen wir davon ab, ständig zu schauen, was die andern tun: wenn sie Stress aufhäufen wollen, sollen sie, aber wir sollten nicht unsere Identität deswegen verlieren. Der Mensch ist nie zufrieden: je mehr er hat, umso mehr glaubt er, nichts zu haben!

Wie beenden wir dieses Interview?
 Marijana: Mit den Worten eines Buches, sehr merkwürdig, interessant, das ich kürzlich gelesen habe. Der Autor erzählt, dass er einen Traum hatte, in dem er Gott interviewte. Die erste Frage war, ob Gott Zeit zur Verfügung habe. Die Antwort Gottes, mit einem Lächeln angebracht, liess nicht auf sich warten: meine Zeit ist die Ewigkeit. Später fragt der erdachte Interviewer: Was überrascht dich am meisten an den Menschen? Gott antwortet: Überrascht bin ich, dass sie immer so in Eile sind: nie denken sie an die Gegenwart, stets an das, was in Zukunft geschehen könnte. So leben sie weder in der Gegenwart noch in der Zukunft. Dann fügte Gott hinzu: Reich ist nicht der Mensch, der am meisten hat, sondern der, der am wenigsten braucht. Aber was mich an den Menschen am meisten überrascht, ist, dass sie leben als müssten sie nie sterben und dann sterben, als hätten sie nie gelebt!