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Die Gospa lädt uns alle ein, frohe Menschen zu sein

Marija Pavlovic-Lunetti

Aus dem Zeugnis von Marija Pavlovic-Lunetti am 23.09.2010 beim Friedensgebet im Stephansdom in Wien.

Es ist mir eine große Freude, dass ich Euch alle hier begrüßen kann. Heute ist ein Tag des Gebetes für diese Stadt, für Wien, ein Tag der Begegnung mit Gott und mit der Gospa.

Von Anfang an hat die Gospa uns Seher auf besondere Weise an die Hand genommen und geführt. Am 25. Juni 1981, als mir die Gospa erschienen ist – an diesem Tag ist sie mir zweimal erschienen -, war ich geschockt und fragte sie, wie sie heißt. Die Gospa antwortete: „Ich bin die Muttergottes, ich komme mit dem Namen ´Königin des Friedens´.“ Das war die erste Botschaft in Medjugorje. Maria spornte uns an und sagte, dass der Friede nur von Gott und durch das Gebet kommt. An jenem Tag sah ich hinter der Gospa ein großes Kreuz, sie weinte und sagte: „Friede soll sein zwischen Gott und den Menschen, zwischen den Menschen untereinander und Friede soll in ihren Herzen sein.“ Sie lud uns ein, Träger ihres Friedens zu sein. In den ersten Tagen hatten wir noch Angst, die sich aber immer mehr in Freude verwandelte. Diese Euphorie, diese Freude erfasste die ganze Pfarre von Medjugorje. Die Menschen kamen mit Fragen zu uns und wollten mehr wissen: „Was möchte die Gospa? Wir möchten, dass sie froh ist!“ Ja, unsere Freude ist dann vollkommen, wenn sich die Gospa freut. Die Gospa begann, uns mit Ernsthaftigkeit und mit einer großen Freude zu führen – zuerst uns und später die ganze Pfarre. Sie begann, uns Botschaften zu geben, die sehr einfach, aber tief waren; und sie verlangte viel von uns. Sie wollte nicht, dass wir über die Botschaften nur reden, sondern dass wir sie leben und in die Praxis umsetzen. Die Gospa wollte, dass wir das alte Leben lassen und ein neues Leben beginnen. Wir waren jung, wir waren Kinder, aber wir spürten die Freude der Gopspa in unseren Herzen und begannen, mit neuem Elan und mit Begeisterung das zu leben, was sie wollte. Am Beginn war es schwer, aber wir spürten, dass wir erwählt sind und die Gegenwart der Gospa ein Geschenk für uns alle ist.
Die Muttergottes lud uns ein, zu fasten. Die sagte, dass man mit Gebet und Fasten sogar Kriege verhindern kann. Außerdem bat sie: „Stellt die Bibel an einen sichtbaren Platz in eurer Familie und lest sie!“ Bis zu dieser Zeit hatten wir keine Bibel in unseren Familien daher baten wir die Priester, uns eine Bibel zu besorgen, um sie zu lesen, wie die Gospa es wünscht. So begannen wir die Gnade, die Gott uns geschenkt hatte, immer mehr und mehr zu begreifen.
Die Gabe, dass wir den Glauben haben, dass wir getauft sind, ist ein Geschenk, aber sie ist nicht nur eine Einladung an uns, sondern durch uns an alle. Die Botschaften, welche die Gospa zuerst jeden Donnerstag für die Pfarre gab, setzten sich in den monatlichen Botschaften an jedem 25. fort. Und wir begriffen, dass unsere kleine Pfarre Medjugorje nicht mehr jene kleine Pfarre ist, sondern in den Augen der Gospa zur Pfarre der ganzen Welt wurde. Maria lud uns ein, Zeugnis zu geben für das Geschenk der Liebe Gottes zu jedem von uns, denn Er hat uns nach Seinem Ebenbild geschaffen, damit wir Ihm nahe sind. Das haben wir von der Gospa gelernt und lernen es weiterhin.
Durch die Botschaften, die sie uns gab, wurde unser Leben wie eine Blüte, allerdings eine vergängliche Blüte. Nur das ewige Leben ist unvergänglich. Deshalb spornte uns Maria an, viel mehr an die geistlichen Dinge zu denken, an den Himmel, die Hölle und das Fegefeuer. Die Gospa sagt, dass sich unsere Einstellung zum Leben ändern wird, wenn wir an das jenseitige Leben denken, weil wir dann begreifen, dass unser Leben hier auf dieser Erde vergänglich ist. Darum lädt sie uns ein, bereits hier auf Erden den Himmel zu leben, indem wir nicht nur beten und uns freuen, sondern beginnen, mit Gott eins zu werden. Wenn wir mit Gott und Seiner Mutter eins sind, werden wir ihre Liebe spüren und zu neuen Menschen werden.
Wir sahen, dass das möglich ist: So viele Menschen, die nach Medjugorje gekommen sind, haben sich bekehrt. Wir selber wurden nicht nur Zeugen der Botschaften der Gospa, sondern auch der Liebe Gottes zum Menschen. Es gibt viele Menschen, die sich bekehrten, geheilt und Zeugen der Gegenwart der Gospa wurden.
Die Gospa lädt uns alle ein, frohe Menschen zu sein, denn nur in Gott haben wir Freude und Frieden. Sie sagt uns, dass Christus am Kreuz gestorben ist, damit Er uns die Freude und das Leben gibt. Die Gospa will, dass jeder von uns immer mehr zum ewigen Licht Gottes wird und dass wir dieses kurze Leben in Freude leben. Begreifen wir, wie es in der Hl. Schrift steht, dass unser Leben 80 Jahre lang währt, dass wir hier einfach nur auf der Durchreise sind und dieses unser Leben wie alles hier vergänglich ist. Die Gospa hat uns den Himmel, die Hölle und das Fegefeuer gezeigt, damit wir im Wissen um deren Existenz um das neue Leben kämpfen, um eine neue Zivilisation, eine Zivilisation der Liebe. Das wünscht die Gospa.

Quellennachweis: Gebetsaktion Wien, Heft 99