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Gespräche mit den Sehern

Ausschnitte aus einem Interview mit der Seherin Ivanka Ivankovic-Elez aus dem Buch "Gespräche mit den Sehern"

Besondere Aufgabe

Jeder Seher von Medjugorje hat eine besondere Aufgabe, für die er zu beten hat. Wofür betest du?
"Ich bete jeden Tag besonders für die Familien, für jede Familie auf der ganzen Welt, dass sie erfahren, wie sehr Gott sie liebt. Wir sehen doch alle, wie sehr die Ehen und die Familien ins Wanken geraten sind, wie viele Scheidungen es gibt, wie viele Kinder verlassen dastehen. Wo Leben geboren werden sollte, ist nun der Tod. Darum ist ein ständiges und ausdauerndes Gebet sehr notwendig. Bei dieser Gelegenheit bitte ich alle jene, die das lesen werden, dass auch sie für die Familien in ihrer Umgebung beten."

Warum wird der Jahrestag am 25. und nicht am 24. Juni gefeiert

Frage: Kannst du mir sagen, warum der Jahrestag am 25. Juni und nicht am 24. Juni, als du die erste Erscheinung hattest, gefeiert wird?
Ivanka: Am ersten Tag der Erscheinungen haben wir uns sehr gefürchtet und wir liefen davon. So war unsere erste wirliche Begegnung mit der Gospa, unser gemeinsames Gebet und die Kommunikation mit Ihr am 25. Juni 1981. Die Gospa selbst hat bestimmt, dass der Jahrestag am 25. Juni gefeiert wird.

Rückblick die ersten beiden Tage:
Am 24. Juni 1981 beobachteten sechs junge Menschen ein Ereignis, das ihr Leben und das aller Menschen für immer verändern sollte: Gegen 18:00 Uhr sahen Ivanka Ivankovic, Mirjana Dragicevic, Vicka Ivankovic, Ivan Dragicevic, Ivan Ivankovic und Milka Pavlovic eine unglaublich schöne junge Frau mit einem kleinen Kind in ihren Armen. Dies geschah auf dem Gelände des Crnica-Hügels, auch als Podbrdo bekannt.
Die Frau sagte nichts, deutete aber mit Gesten an, dass die Kinder näher kommen sollten. Sie waren überrascht und hatten Angst. Dennoch wussten sie gleich, dass es die Gottesmutter sei.

Am zweiten Tag, dem 25. Juni 1981, beschlossen die Kinder sich wiederum am gleichen Ort zu treffen. Sie hatten die Hoffnung, die Gottesmutter nochmals zu sehen. Ganz plötzlich war dort ein Lichtblitz, die Kinder schauten auf und sahen die Gottesmutter, diesmal ohne das Kind. Sie lächelte sehr freundlich und war unbeschreiblich schön.
Mit ihren Händen deutete sie ihnen an, dass sie näher kommen sollten. Die Kinder ermutigten sich gegenseitig und gingen zu ihr hin. Sie fielen augenblicklich auf ihre Knie und begannen zu beten: "Vater unser...", "Gegrüßet seist Du, Maria..." und "Ehre sei dem Vater...". Die Gottesmutter betete mit ihnen, aber nicht das "Gegrüßet seist du Maria...". Nach dem Gebet begann sie mit den Kindern zu sprechen. Ivanka frage sie nach ihrer Mutter, die zwei Monate zuvor gestorben war. Dann bat Mirjana die Gottesmutter um einige Zeichen, die den Leuten zeigen sollten, dass sie weder lügen noch geistig krank seien, wie es einige Leute über sie gesagt hatten.
Schließlich verließ die Gottesmutter die Kinder mit den Worten: "Gott sei mit euch, meine Engel!" Zuvor hatte sie mit einem Kopfnicken auf die Frage geantwortet, ob Sie morgen wieder erscheinen würde. Die Kinder bezeichneten die ganze Begegnung später als "unbeschreiblich".
An diesem Tag fehlten zwei Kinder aus der Gruppe des Vortags, Ivan Ivanković und Milka Pavlović. Stattdessen kamen Marija Pavlović und Jakov Čolo mit an den Ort der Erscheinung. Von diesem Tag an erschien die Gottesmutter regelmäßig diesen sechs Kindern. Milka Pavlović und Ivan Ivanković, die am ersten Tag der Erscheinung anwesend waren, sahen die Gottesmutter nie wieder, auch nicht, als sie an den Erscheinungsort zurückkehrten, in der Hoffnung, Sie doch zu sehen.

Wie sieht es mit den Früchten von Medjugorje aus?

Die Priester, die stundenlang in unserer Kirche und in den Beichtstühlen oder auf der Wiese nebenan Beichte hören, können mehr über die Früchte von Medjugorje erzählen. Bei Begegnungen mit Pilgern habe ich oft von Bekehrungen, von seelischen und körperlichen Heilungen gehört, die auf die Fürsprache der Gottesmutter geschehen sind. Die Menschen fühlen sich hier besser, sie erhalten die Sehnsucht, ihr Leben zu ändern.
Als ich bei einem Gebetstreffen auf Sizilien war, habe ich einen jungen Mann von 22 Jahren kennen gelernt, der an Krebs erkrankt war. Er war sehr krank und wollte nach Medjugorje gehen. So war es dann auch. Seine Eltern, seine Verlobte und ich reisten dann mit einem Autobus nach Medjugorje. Er war dann bei der hl. Messe in der Kirche und er stieg auf den Kreuzberg. Er weinte unaufhörlich und war sehr glücklich. Es überkam ihn ein Frieden, von dem er noch nie gehört hatte, und nicht wusste, dass es so etwas gibt. Danach kehrte er nach Hause zurück und nach einer Woche verstarb er.
Später haben mir dann seine Eltern berichtet, welche Bedeutung diese Tage in Medjugorje für ihren Sohn und für sie selbst hatten. Sie haben seinen Tod mit großer Trauer überstanden. Dann haben sie begriffen, was Gott von ihnen wollte. Sie haben ihr Leben verändert, sie haben gebeichtet, sie gehen wieder zur Kirche und beten nun... Sie haben das wahre Ziel unseres Lebens auf der Erde begriffen. Der Großvater jenes jungen Mannes, der schon sechzig Jahre nicht gebeichtet und der in all diesen Jahren Gott nicht nötig hatte, hat sich auch bekehrt. So hat sich die ganze Familie wahrhaftig bekehrt. Das sind Früchte von Medjugorje.
Ein anderes Beispiel. Eine Klosterschwester aus Amerika, die vor ihrem Eintritt ins Kloster ihre ganze Kraft ihrer weltlichen Karriere gewidmet hatte, nach einem großen Gehalt strebte, auf Mode, Make-up und teure Autos Wert legte, wurde nach einem schweren Verkehrsunfall blind. Im Kampf um ihre Gesundheit fand sie Gott und so wurde sie Klosterschwester. Sie sagt, dass sie Gott nicht genug danken kann für all die Gnaden, die sie erhalten hat. Man muss die Gospa nicht mit eigenen Augen sehen, man muss kein Seher sein, um den Himmel zu erfahren. Es ist sehr wichtig, sein Herz zu öffnen, mit dem Herzen zu beten, wozu uns die Gospa unaufhörlich einlädt.

Quellennachweis: Buch "Gespräche mit den Sehern" von Kresimir Sego