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In Memoriam

Grabreden und Interviews zum Tod von Pater Slavko Barbaric.

Pater Slavko
Bischof Ratko Peric

Mgr. Ratko Peric, Bischof

Einführungsworte des Bischofs von Mostar-Duvno und Trebinje-Mrkanj Mgr. Ratko Peric während der Hl. Totenmesse am 26. November 2000, Christ König Fest

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen.
Der Friede sei mit euch!
Lieber Provinzial Pater Tomislav, lieber Pfarrer Pater Ivan, Brüder, konzelebrierende Priester, liebe Brüder und Schwestern!
Wir feiern diese Heilige Messe für die Seele des verstorbenen Paters Slavko Barbaric, Mitglied der Franziskanischen Provinz der Herzegowina, der ich aus tiefstem Herzen mein menschliches und christliches Mitgefühl ausspreche, so wie auch allen Mitgliedern der Familie, aus der er stammt.
Vor dem menschlichen Tod, unserem und unserer Nächsten, steht jeder von uns mit erschüttertem Herzen, mit fassungslosem Verstand, traurigen Auges... Gott aber hat das Recht, von dieser Welt zu sich in die ewige Heimat zu rufen, wen Er will, wann Er will, von welchem Ort auch Er will, und auf die Art und Weise wie Er es will. Er konsultiert sich mit niemandem über unseren Tod, Er amnestiert niemanden vom Tod. Er ist der Schöpfer unseres Leibes wie auch unserer Seele, der absolute Herrscher über die Zeit und die Ewigkeit, über den materiellen Raum und die geistlichen Sphären, und deshalb stehen wir alle vor Gott in der Haltung der Demut und des Glaubens.
Vor dem Ruf Gottes verstummen alle menschlichen Einwände und Geschichten. Das einzige das verbleibt ist die Antwort des von Gott Berufenen und unsere Menschliche Fürsprache diesem Opfer Jesu vor dem barmherzigen himmlischen Vater. Möge Christ König, dessen Fest wir heute feiern und dem wir diese heilige Messe opfern, die Seele des verstorbenen Priesters P. Slavko annehmen und ihn belohnen für seine guten Werke und die Vergebung für alle Vergehen. Lasset uns auch alle unsere Vergehen am Guten, das wir nicht getan haben, bereuen, und für alle schlechten Gedanken, Worte und Werke, die nicht im Einklang mit dem Gesetz Gottes waren.

 © Informationszentrum “Mir” Medjugorje; www.medjugorje.hr

Dr. Tomislav Pervan, Provinzial

Predigt von Dr. Tomislav Pervan, des Provenzials der herzegowinischen Franziskanerprovinz während der Hl. Totenmesse am 26. November 2000

"OSTENDE MIHI, DOMINE, VIAS TUAS ET SEMITAS TUAS EDOCE ME"
"ZEIGE MIR, HERR, DEINE WEGE UND LEHRE MICH DEINE PFADE"

Verehrter Bischof, liebe Franziskanerbrüder und Priester, Liebe Mutter Luca, liebe Brüder und Schwestern des verstorbenen Fra Slavko, liebe Familie und Freunde, liebe Gläubige, liebe Pilger und lieber Bruder Slavko!
Als sie mich gestern aus dem Pfarramt in Medjugorje anriefen, welche Lesung und welches Glaubensgebet wir für Deine Totenmesse nehmen sollen, sagte ich einfach: "Es sollen alle Lesungen vom Christ-König-Fest aus dem Jahre A und das Glaubensgebet aus dem Fest-Brevier, bezogen auf den Verstorbenen, genommen werden. Ich denke, dass Du selbst damit einverstanden gewesen wärest, wenn Dich jemand gefragt hätte, welche Lesung genommen werden sollte, denn die erste ist aus dem Propheten Hesekiel und spricht über die Hirten, die zweite ist aus dem I. Korinther und spricht über den endgültigen Sieg Christi über den Tod, wo am Ende alles tranformiert wird, so dass Gott alles in allem wird. Das Evangelienkapitel spricht über die endgültige Teilung vor Gottes Gericht, wo der Herr die Menschen in zwei Lager teilt, abhängend von ihrer Einstellung gegenüber den Kleinen, gegenüber den Geringsten, gegenüber denjenigen, für die niemand ein Herz und eine Seele hat.

Dr. Ivan Sesar, Ortspfarrer

Grabrede des Ortspfarrers von Medjugorje, Dr. Ivan Sesar

Liebe Brüder und Schwestern! Lieber Fra Slavko!
Niemand von uns, die wir Dich besser kannten oder mit Dir lebten, brauchte Dich zu fragen, wohin Du am Sonntagnachmittag gehst. Wir alle wussten, dass diese Zeit strikt reserviert war für das Beten des Rosenkranzes auf dem Podbrdo. Kein Regen, keine Sonne, kein Wind, kein Sturm oder irgend etwas anderes konnte Dich von Deiner Absicht abbringen. Heute ist der Podbrdo leer und wartet traurig auf seinen häufigsten und liebsten Besucher. Aber Du bist nicht da! Es gibt Dich nicht, weil es dem Herrn über Leben und Tod gefallen hat, Dich gerade am Freitag, als Du zum wer weiß wievielten Mal auf den steilen Kreuzberg gestiegen warst, über die Leiden und Mühen Deines Lehrers und Retters Jesus Christus unter dem Kreuz nachdenkend, Deine Seele Gott übergeben hast. Was für eine Symbolik! Du liebtest das Kreuz, hast es unermüdlich getragen, es regelmäßig angebetet und unter ihm auf dem Kreuzberg am Freitag Dein Leben ausgehaucht.

Pater Dietrich von Stockhausen

Im Namen der Priester aus der ganzen Welt, die als Pilger nach Medjugorje gekommen sind.

Verehrter, lieber Pater Slavko!
Heute, an deinem Sarg, möchte ich dir danksagen, im Namen all der vielen Priester aus dem deutschsprachigen Raum und aus der ganzen Welt, die von überall her nach Medjugorje gekommen sind, und hier eine Vertiefung und Neubelebung ihres Glaubens gefunden haben. Ich möchte dir danksagen, für die unzählig vielen jungen Menschen, die hier in Medjugorje ihre geistliche Berufung erfahren oder ihren Glauben an der Liebe Gottes zu ihnen neu entdeckt haben. Du hast durch dein geradliniges, engagiertes und vorbildliches Leben, in der Feier der Liturgie, im Wort der Predigt, und aus dem schriftlichen Wort deiner Bücher, ein tiefes Glaubenszeugnis für die Liebe Gottes zu uns Menschen und zu Seiner Schöpfung aufgezeigt und geschenkt. Du hast hier in Medjugorje den Aufruf der Gospa nicht nur wahrgenommen, sondern dich zu einem überzeugenden Werkzeug Ihres Rufes zur Umkehr und zum Glauben gemacht. Damit hast du allen Pilgern, die nach hier gekommen sind, gezeigt, dass wir die liebende Hand unserer himmlischen Mutter in dieser Welt brauchen, um den Weg zu Gott leichter und bewusster gehen zu können. Du hast uns in der Feier der hl. Messe, in vielen Beichtgesprächen, in der Feier der eucharistischen Anbetung, in der Auslegung der Heiligen Schrift und durch die übrigen Sakramente, den Weg zur wahren und wirklichen Gottesbegegnung in dieser Welt aufgezeigt. Du hast in unzählig vielen Treffen mit den Pilgern in fast allen führenden Weltsprachen, und durch deine Bücher, die ebenfalls in viele Weltsprachen übersetzt wurden, die Menschen teilhaben lassen, an deinem tiefen und innigen Gottvertrauen, dass Gott der uns alle unendliche liebende Vater ist.
Durch deinen plötzlichen Tod auf dem Križevac, zwischen der 13. und 14. Station des Kreuzweges, ist für uns alle noch einmal sichtbar geworden, dass der liebende Vater im Himmel, dein Lebensopfer mit Maria, die Ihren toten Sohn bei der 13. Station dem Vater aufgeopfert hat, angenommen hat. Täglich hast du einen der beiden Berge, den Križevac oder Podbrdo, in der Frühe des Tages bestiegen, immer den Rosenkranz in der Hand, und damit dein Tagewerk begonnen. Und auch der Tag deiner Beerdigung am Christkönigsfest ist für uns ein Zeichen, dass Christus, der König und Herr deines Lebens, dein Lebenswerk angenommen hat, und Maria, die Königin des Friedens, dich in das Friedensreich Ihres Sohnes führen durfte. In der gestrigen Botschaft verkündet uns unsere himmlische Mutter, dass du nun für den Himmel neu geboren worden bist. Und damit hast du natürlich den besseren Teil des Lebens erwählt und geschenkt bekommnen, den wir dir auch von ganzem Herzen gönnen, und den du dir auch als treuer Mitarbeiter der Königin des Friedens hier auf Erden verdient hast. Aber die Gospa sagt uns auch in dieser Botschaft, dass wir durch dich einen neuen Fürsprecher im Himmel gewonnen haben, und so bitten wir dich, dass du mit der gleichen Energie und dem gleichen Einsatz, wie in deinem irdischen Leben, nun auch in deinem himmlischen Leben, immer für uns da bist - so wie du es hier in Medjugorje immer für jeden von uns warst. Noch einmal, ein herzliches Vergelt's Gott für deine Freundschaft, deine Liebe und dein vorbildliches Leben.
Auf Wiedersehen im Himmel!

Fra. Ignaz Domej

Fra. Ignaz Domej

Beten wir noch einen Rosenkranz“,
so bat mich Pater Slavko immer wieder, als ich mit ihm 1987 öfter mit dem Auto von Gebetsabend zu Gebetsabend durch Österreich fuhr. Fast in allen Hauptstädten und auch an anderen Orten Österreichs versammelte er Zehntausende von Menschen zum Gebet für den Frieden, betete den Rosenkranz und feierte mit den Gläubigen die Heilige Messe. In einer Einfachheit, die alle betroffen machte, sprach er über die Botschaften der Königin des Friedens und alle Zuhörer waren tief beeindruckt. Den Samen der Botschaften pflanzte er in unzählige Herzen ein und führte die Menschen zu einer konkreten Umkehr des Lebens , zur vertieften Beziehung mit Gott durch Gebet und Fasten.
Auf einer Fahrt nach Innsbruck erzählte er mir, dass er im Franziskanerkloster in Schwaz den schönsten Advent seines Lebens erfahren durfte. Es war die Vorbereitung auf seine endgültige Bindung als Ordensmann im Franziskanerkloster. Bildhaft erinnerte er sich an die schneebedeckte Winterlandschaft, durch die er jeden Morgen zur Rorate gegangen war. Er sprach von der Schönheit des Sonnenlichts, das sich im glitzernden Schnee in viele Farben beugte, und welches er nach dem Mittagsgebet betrachtete.
Nach einem Gebetsabend übernachteten wir bei einer lieben Familie. Für Pater Slavko und mich war nur ein Einbettzimmer und ein zusätzliches Notbett am Boden vorbereitet. Ich wollte sogleich das Bett Pater Slavko überlassen, weil ich meinte, er bräuchte dringender einen guten Schlaf als ich. Doch Pater Slavkos Argument war stärker, denn er meinte, dass es wichtiger sei, beim Autofahren gut ausgeruht zu sein. Wir hatten nämlich am darauf folgenden Tag noch eine weite Autoreise vor uns. Und so schlief Pater Slavko am Boden, ich aber im schönen Bett.
Einmal erzählte er mir nach dem gemeinsamen Gebet sein Geheimnis: Durch die Botschaft von Medjugorje hat sein Ordensleben eine neue Dimension bekommen. In Gott hat er seinen festen Halt gefunden. Die Gospa hat ihm ganz persönlich eine unversiegbare Quelle des geistlichen Lebens gezeigt. Von dieser Quelle schöpfte er: aus dem täglichen Gebet und dem regelmäßigen Fasten. Wenn er noch soviel Arbeit hatte, betete er alle drei Teile des Rosenkranzes. Durch das Gebet und das Fasten wurde er immer wieder erneuert. Aus dieser seiner tiefen Beziehung zu Gott schöpfte er die Kraft für sein unermüdliches Wirken.

Quellennachweis: Gebetsaktion Wien

Jakov Colo, Seher

Seher Jakov Colo sprach im Namen aller Seher und Seherinnen am Grab

Lieber Bruder, Fra Slavko!
Wie sollten wir uns nicht an all die Jahre erinnern, die wir gemeinsam verbracht haben: an jedes unserer gemeinsamen Gespräche, an jedes gemeinsame Gebet und an alles, was wir gemeinsam erlebt haben? Wie sollten wir uns nicht an jedes Deiner Opfer und an jeden Deiner Kämpfe für uns erinnern? Wie uns nicht an Deine Güte und an Deine Liebe zu uns erinnern? Oft hast Du uns gesagt: "Wisst Ihr, dass ich Euch liebe?!" Wir haben diese Liebe so viele Male und auf so viele Weisen gefühlt. Wir erinnern uns an so viele Deiner Worte. Oft hast Du uns nach der Erscheinung gefragt: "Wie geht es unserer Muttergottes?" Du bist, Bruder, jetzt bei ihr, Du, der Du ihr Dein Leben geweiht hast, Du, der Du alles unternommen hast, damit alle ihre Liebe und ihre Güte kennen lernen. Diese Liebe und Güte war tatsächlich in Dir, das konnte jeder erfahren, der Dich kennen gelernt hat. Wir danken Dir, lieber Bruder, für Deine Unterstützung, die wir so viele Male nötig hatten. Du hast sie uns in jedem Augenblick gegeben. Wir danken Dir für jeden Rat, den Du uns gegeben hast, als wir ihn am meisten benötigten. Danke Dir, dass Du uns durch unser geistiges Leben geleitet hast und uns durch das Gebet in unserem privaten Leben geholfen hast. Danke Dir für jeden Deiner Besuche bei uns zu Hause, der so viel Segen und so viel Freude in unsere Familien gebracht hat. Danke Dir für jedes Spiel mit unseren Kindern, die selbst den echten und wahren Freund zu erkennen wussten. Heute, lieber Freund, weinen wir, aber gleichzeitig freuen wir uns, denn Du bist bei ihr, die Du so maßlos geliebt und ihr Dein Leben geweiht hast, und das ist die Muttergottes. Dein Werk, Deine Güte und Liebe werden immer in uns leben, und Du lieber Bruder, bete immer für uns und wache über uns. Jetzt sagen wir Dir das, Bruder, was Du uns immer gesagt hast: Weißt Du Bruder, wie sehr wir Dich lieben?

Dein/Deine Jakov, Ivan, Mirjana, Ivanka, Vicka und Marija

© Informationszentrum “Mir” Medjugorje; www.medjugorje.hr

Seher bei der Beerdigung von Pater Slavko

Mädchen aus dem Mutterdorf

Magdalena Pajic, ein Mädchen aus dem Mutterdorf sprach im Namen der Kinder und Beschäftigten des "Majcino selo"

Lieber Fra Slavko,
Wir warten noch immer auf Dich!
Am Freitag, nach dem Kreuzweg, wolltes Du im Majèino selo vorbeischauen. Ich weiß nicht, ob Du jemand Bestimmten sehen wolltes oder uns alle. Aber jetzt schmerzt es uns alle in dieser Reihe. Sogar die kleine Maja aus Bjelovar ist gekommen, hier sind Boris und Toni, die ungläubig schweigen und Tante Ružica fügt deshalb für Dich zum Rosenkranz das Gegrüßet seist Du Maria hinzu. Lange blieben wir am Freitag in der Nacht beisammen und fragten uns, warum und wohin Du gegangen bist und sahen die verwirrten Schwestern, wie sie anstelle einer Antwort lange schwiegen.
Viele von uns begreifen noch nicht, was sich zugetragen hat, viele werden sich auch nicht an Deine Gestalt erinnern, aber uns alle erfüllt neben dem Schmerz und der stillen Wut ein Wunsch, der Wunsch, Dir unseren großen Dank auszusprechen. Danke, Fra Slavko, dass Du die Idee hattest, Majèino selo zu gründen, danke, denn Du hast Dich nicht gefürchtet, uns, die wir so unterschiedlich sind, aufzunehmen. Danke, weil Du uns Lebensmut gelehrt hast, in dem Du uns aufgabst, am Podbrdo die Zehn vorzubeten, während wir noch die Gebete buchstabiert haben. Danke, weil auch wir gesehen haben, dass die Spielsachen Farbe haben, dass Nutella süß ist, und dass für die Wippe zwei nötig sind. Danke, dass auch wir zur Kommunion wie die anderen Kinder in weißen Kleidern gehen konnten. Danke, dass Du uns gelehrt hast, wie man die Muttergottes liebt und zu Gott betet, danke, weil wir trotz allem entdeckt haben, was das Wort Liebe bedeutet. Während alle anderen bei der Begegnung mit uns sagten: Die Zeit heilt alles, hast nur Du und jetzt Dein Tod uns gesagt, dass die Zeit eine reine Mitreisende ist, während nur die Liebe alles heilt.
Wie dem Tod ein Augenblick genügte, um Dich uns zu entreißen, so wenig war notwendig, Deine Liebe und Dein Opfer zu erkennen. Von jetzt an wissen wir, dass jedes am Weg weggeworfene Stückchen Papier, jede schlechte Note, jeder Ungehorsam der Tante gegenüber sie beleidigt. Deshalb schreiben wir in diesem Nachruf das Gelöbnis fest, Deinen Worten und Deinem Werk treu zu sein. Während wir menschlich trauern, ist es, als ob Du uns fragst: Kinder, wo ist euer Glaube. Und gerade in ihm sehen wir Dich in der Gemeinschaft mit unserer und Deiner Mutter und es ist uns leichter. Das ist für uns die einzige Hoffnung, denn warum nicht zugeben, dass mit Deinem Hinscheiden Majèino selo, unser Waisenhaus, selbst eine Waise wurde. Sicher würden wir uns fürchten, wenn wir fortfahren würden, auf Dich zu warten. Warte Du lieber auf uns. Du bist ohnehin schon im Himmelreich und während wir zusehen, wie Du den Weg gehst, uns den Rücken zugewandt und leicht vorgebeugt aus Majèino selo fortgehst, sagen wir zum ersten Mal nicht mehr: Fra Slavko, lebe wohl, sondern mit wundem Herzen, reiner Kinderseele und einer Stimme voll Begeisterung sagen wir: Auf Wiedersehen und danke, lieber Fra Slavko!
Das Mutterdorf wurde von Pater Slavko gegründet. Es werden hauptsächlich Kriegswaisen oder Kinder aus zerrütteten Familien versorgt. Heute sind es mehr als 60 Personen.

Quellennachweis: Gebetsaktion Wien

"Fonds der Talentfreunde"

Eingang zum Mutterdorf

Die Studentin Gabriela Eiliae sprach im Namen des "Fonds der Talentfreunde"

Lieber Vater Fra Slavko,
im Namen des Fonds der "Talentfreunde" Medjugorje und im Namen aller zehn Generationen von Studenten, denen Du Tausende Stipendien ermöglicht und ihnen beim geistigen Heranwachsen geholfen hast - wir danken Dir unendlich. Wir nehmen Abschied von Dir, dem Schöpfer der Idee und dem Gründer des Fonds, von unserem verehrten und geliebten Präsidenten, unserem Fra Slavko.
Lieber Freund, die Tatsache des physischen Weggangs ist schmerzlich und schwer, aber der Glaube an die Wege Christi, die Wege des Kreuzes, die Du gegangen bist und mit dem Kreuz gelebt und unter dem Kreuz eingeschlafen bist, ist die Zusammenfassung Deines irdischen Weges, des Weges der Liebe, des Schenkens an den Menschenbruder. Es ist in diesem Moment nicht möglich, alle gute, großen und edlen Taten aufzuzählen, mit denen Du diesen Fonds und uns Studenten verpflichtet hast. Wir sind uns auch ihres Ausmaßes nicht bewusst.
Überzeugt davon, dass die Zeit kommen wird, wo das Edle und das Ausmaß Deiner Werke erkennbar ist, sind wir bereit zu gestehen, dass wir uns in diesem Augenblick nicht der Größe dessen, was wir verloren haben, bewußt sind. Wir sprechen das Gelöbnis aus, dass wir den Weg der Friedenskönigin gehen werden, den Du uns gewiesen hast.
Mit den Worten des Dankes, den die Mitarbeiter des Fonds und wir Studenten an Deiner Bahre aussprechen, bitten wir den himmlischen Vater, Dir einen verdienten Platz im himmlischen Jerusalem zuzuweisen, aber Deinen edlen Geist lasse bei uns.
Der Dichter A.B. Ðimiæ sagt:
"Du ahnst nicht meine Rückkehr und meine Nähe
in der Nacht, wenn in deinem Ohr der leise Mondschein rauscht…
Und wenn Du in der Dämmerung den schwarzen Schatten siehst, der sich bewegt
auf der anderen Seite des dunklen, ruhigen Wassers
Wisse: Ich schreite aufrecht und feierlich - wie neben Dir".
Du wirst immer in unseren Herzen und in unseren Gebeten bleiben.
Danke.

Gemeinschaft Cenacolo

Boris Vidoviae sprach im Namen der Gemeinschaft "Cenacolo"

Danke!
Alle hat uns der plötzliche Tod von Fra Slavko Barbariæ auf dem Kreuzberg in Medjugorje nach dem Kreuzweg überrascht. Nur ein solcher Tod, der Jesus ähnlich ist, gibt uns Trost und Hoffnung, dass der Herr die rechte Zeit gewählt hat. Danke Dir, Fra Slavko, für alles, was Du für die Bedürftigen, Armen, für alle Studenten, alle Familien und für viele, viele andere getan hast.
Danke Dir, dass Du das Leben geschützt, Frieden und Liebe ausgestrahlt hast, dass Du immer Zeit für ein Gespräch hattest. Danke Dir für Dein Gebet, so konkret, so kraftvoll und so ausdauernd, für alle langen Wachen und Anbetungen auf den Knien, danke für Deine Beispielhaftigkeit. Aber mehr als alles andere danken wir für Deine tägliche und unermüdliche Zeugnislegung der Botschaften der Muttergottes in diesen achtzehn Jahren Deines Aufenthaltes in Medjugorje.
Wir wissen, dass wir jetzt einen großen Beschützer und Fürsprecher im Himmel haben.

Milona von Habsburg

Milona von Habsburg war eine enge Mitarbeiterin von Pater Slavko.

Mein lieber Slavko!
Als erstes frage ich dich: Wie geht's? Gut? Ja, das glaube ich dir. Wenn ich die Augen schließe, merke ich auch, wie schön jetzt alles für dich ist. Deinen Herrn und Gott in Fülle schauen, wo du Ihn immer so treu und beharrlich angebetet hast, oft in Trauer, Schmerz und Tränen. Vor Ihm allein hast du dich niedergekniet, Er allein war und ist dein Gott. Danke, dass du Ihn uns nahe gebracht hast und so zugänglich gemacht hast durch deine andauernde Gegenwart bei all den Programmen in Medjugorje.
Dich hat unser Herr bei der Arbeit gefunden, als er dir am Krizevac entgegenkam. Das ist für mich deine letzte Botschaft:“ Nicht ausgeruht in den Himmel kommen.“ Das war dein Wunsch und du wurdest erhört. Wie schön. Maßgeschneidert für dich. Das Jubiläumsjahr der Kirche ist auch deine Krönung geworden.
Du bist mit dem Geschenk vor Maria, deine Mutter und Königin hingetreten, mit dem sie dich erwartet hat. Die Heiligkeit. Also ist es wohl nicht so schwer. Wenn ich dich anschaue: Mit dem Herzen beten, gehorchen, die Gnade Gottes im Leben annehmen, dienen, nicht herrschen; treu sein, ausharren, fasten und beten, sich durchkämpfen, wo es geht, lieben, lieben, lieben und nicht vergessen sich zu freuen, Gott zu loben und lachen zu können.
Ja Slavko, dein Leben hat deutlich eine Spur hinterlassen: Du fehlst und du bist überall dabei und hilfst allen, die dich darum bitten. Wahrscheinlich hilfst du besonders jenen, die dich nicht bitten, da sie es brauchen. Du liebst jeden von uns mehr denn je. Und wir lieben dich.
Früher oder später sehen wir uns alle wieder, um in Ewigkeit unseren Gott zu preisen, zu loben und anzubeten.
Chef, noch eine letzte Frage: Hättest du je gedacht, dass die Mutter Gottes über dich sprechen würde in einer Botschaft vom 25.?
Ist Sie wunderschön?
Wie freue ich mich für dich, und, mein Gott, wie sehr vermiss ich dich.

Marija Pavlovic-Lunett, Milona von Habsburg, Pater Slavko

Ivan Dragicevic, Seher - Interview

Interview mit Seher Ivan Dragicevic

Ivan, könntest Du uns beschreiben, welche Bedeutung Pater Slavko für Dein Leben hatte?
Pater Slavko kenne ich seit 18 Jahren. Als er nach Medjugorje kam, war ich noch ein Kind. Pater Slavko war für mich ein großer Mensch und Priester. Er war 17 Jahre mein Beichtvater. In der Anfangszeit der Erscheinungen und in der schwierigen Zeit des Kommunismus hat er uns geistlich geführt und uns allen viel geholfen.
Er ist und wird für mich immer in meinem Herzen eingeprägt sein. Es ist schwer, über den Umfang seiner Arbeit, die er hier in Medjugorje getan hat, in kurzer Zeit zu sprechen. Man bräuchte dafür viel Zeit. Die Priester, die mit ihm gearbeitet und gelebt haben, können darüber ausführlicher berichten.
Über Pater Slavko zu sprechen, ist nicht leicht. Alles, was er gearbeitet hat, hat er mit so viel Liebe und Energie gemacht. So sehr wollte er in diesen 18 Jahren, in denen er hier war, die Botschaften der Gospa der Welt überbringen, bezeugen und ein Instrument in den Händen Gottes sein, so wie wir es sind.
Pater Slavko war ein Mensch, der sich Gott und der Gospa völlig hingegeben hat. Er hatte Zeit für jeden – für jeden Kranken und für jeden Gesunden. Man konnte immer zu ihm kommen, immer sagte er ein Wort des Trostes und der Ermutigung.

Überwiegt jetzt in Dir die Trauer um Pater Slavko oder die große Freude, dass er im Himmel ist?
Er wird uns sicher sehr fehlen, aber er ist zum Herrn gegangen. Er betet für uns alle und wir werden versuchen, die Leere, die durch seine Abwesenheit entstanden ist, zu füllen. Es wird aber sicher schwer sein, denn das, was er gearbeitet hat, kann man kaum ersetzen, aber wir werden uns bemühen, und hier an seinem Grab sage ich, dass wir sein Wirken hier fortsetzen werden. Wir werden nicht das tun können, was er getan hat, aber wir werden uns bemühen.

Hätte Medjugorje einen anderen Weg genommen, wenn Pater Slavko nicht gewesen wäre?
Ich weiß es nicht, es ist schwer, dies zu beantworten. Es ist keine einzelne Persönlichkeit, die Medjugorje ausmacht, sondern es ist eine Gemeinschaft von Pristern, die hier wirkt. Das ist eine Einheit, ein Ganzes – gemeinsam leiten sie das geistliche Leben sowohl des Heiligtums als auch der Pfarre. Pater Slavko war eine Person, die sich besonders geweiht und hingegeben hat. Ich glaube, die Gospa wird Medjugorje so weiterführen, wie sie es auch bisher getan hat.

Quellennachweis: Gebetsaktion Wien