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Wir sind hier nur im Dienst der Gospa

Interview der Gebetsaktion Wien mit Pater Mario Knezovic.

Pater Mario, Sie waren in Medjugorje als Teil der Familie der Franziskanerpatres, die hier wirken. Wie war Ihre Erfahrung von Medjugorje?
Zur Zeit bin ich in der Pfarre Posusje, die nicht so weit von Medjugorje entfernt ist. Als ich in Medjugorje war, hatte ich vom ersten Tag an das Gefühl, dass wir der Gospa dienen und ihre Botschaften verbreiten, und ich denke, genau das ist das wichtigste. Die Gospa möchte nicht, dass sie hier an erster Stelle ist, sondern Jesus Christus, und das ist die Aufgabe eines jeden von uns, der hier gewirkt hat und wirkt. Wir sind hier nur im Dienst der Gospa, als Apostel und Diener, die sich jeden Tag der Tatsache bewusst sein müssen, dass uns Gott eine große Aufgabe anvertraut hat, eine große Gnade, aber genauso auch eine große Verantwortung für das Bezeugen der Botschaften der Gospa. Wenn wir auf die Botschaften der Gospa schauen, dann sehen wir, dass sie wirklich die ganze Welt bewegen. Alle Menschen, die hierher kommen, kommen nur, um Gott zu suchen. Und wenn der Mensch Gott findet, dann hat er auch sich selbst gefunden, er hat die Perle gefunden und entdeckt, wie es in der Bibel steht. Wenn wir in unserem Leben die Perle wirklich entdeckt haben, dann wird alles andere unwichtig. Wir haben hier in Medjugorje die Perle gefunden und wir behüten und hegen diese Perle ohne Rücksicht auf alle Hindernisse, und mit dieser Perle bezeugen wir auch anderen, dass nur in Gott alle Hoffnung, alle Freude, aller Friede und alle Zufriedenheit ist.

Heute ist der Jahrestag und Sie sind aus Posusje mit einer großen Gruppe von Jugendlichen gekommen. Ist der Jahrestag ein großer Tag für Medjugorje?
Bei den Jugendlichen aus Posusje ist es Tradition, dass sie am Jahrestag zu Fuß nach Medjugorje kommen. Wir sind zirka 12 Stunden zu Fuß gegangen und auf diese Weise möchten wir zeigen, dass wir Gott suchen, und dass wir bereit sind, die Botschaften der Gospa anzunehmen und auf ihrem Weg zu gehen. Ihr Weg ist ein Weg des Opfers. Opfer gibt es heute in der Welt immer weniger und deshalb sind die Probleme und die Krise in dieser Welt immer größer. Gerade deshalb, weil man nach dem Prinzip derBegierde lebt, und immer weniger nach dem Prinzip der Entsagung aus Liebe zu den anderen. Das kann ich in diesem kurzen Gespräch all jenen sagen, die nach Medjugorje kommen: Ihr alle, die ihr zur Gospa nach Medjugorje kommt, wisst, dass ihr auf dem rechten Weg seid. Die Mutter wird euch nie verlassen, wenn ihr alleine seid. Sie ist immer bei euch und wacht über euch. Wenn wir das begreifen, brauchen wir uns vor nichts zu fürchten. Die Gospa ist bei uns und sie legt Fürsprache bei ihrem Sohn ein, so wie sie das unzählige Male in ihren Botschaften gesagt hat. Deshalb folgen wir der Gospa und ihrem Weg, denn das ist der einzige Weg, um zu ihrem Sohn zu kommen, zu unserem Retter und Erlöser.

Quellennachweis: Gebetsaktion Wien - 3. Quartal 2012