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Dr. Fra. Ljudivit Rupcic

Werdegang

Pater Ljudevit Rupcic – wurde 1920 in Hardomilje, Ljubuski geboren. 1939 trat er in den Franziskanerorden in der Provinz Herzegowina ein und wurde 1946 zum Priester geweiht. Er beendete sein Theologiestudium am Priesterseminar in Zagreb. Er erhielt seinen Doktortitel 1958 und habilitierte 1971 an derselben Fakultät. Von 1958 bis 1988 unterrichtete er die neu-testamentarische Exegese an der Franziskanertheologie in Sarajevo und am Priesterseminar in Zagreb. Während der ehemaligen kommunistischen Herrschaft wurde Pater Rupcic zweimal verhaftet, und zwar von 1945 bis 1947 und von 1952 bis 1956. Von 1968 bis 1981 war er Mitglied der Theologischen Kommission der ehemaligen jugoslawischen Bischofskonferenz. Er übersetzte das Neue Testament aus dem Original in die kroatische Sprache und diese Übersetzung wurde häufig neuaufgelegt. Seine zahlreichen Bücher, Studien und Artikel wurden in kroatischer, englischer, deutscher und italienischer Sprache veröffentlicht, und er nahm als Vortragender an zahlreichen Konferenzen in Europa und Amerika teil.

Quellennachweis: www.medjugorje.hr

Der medjugorische Tribun

Im vergangenen Monat hat Pater Dr. Ljudevit  Rupčić  seine Erdenreise beendet und uns verlassen. Pater Ljudevit starb am 25. Juni 2003, dem 22. Jahrestag der Erscheinungen der Muttergottes in Medjugorje. Er hat die Muttergottes und Medjugorje nicht nur geliebt und verehrt, sondern er gehörte ihr mit Leib und Seele an. Als Universitätsprofessor für Bibelwissenschaften glaubte er seit den Anfängen an die Erscheinungen der Muttergottes.
Eigentlich hat er wie Maria im Augenblick der Verkündigung des Engels die Sprache des Himmels akzeptiert und seine Fragen für eine andere Zeit aufgespart. Seine vorrangige Aufgabe war, zu glauben, zu akzeptieren, was Gott durch die Erscheinungen erreichen will, und erst dann nachzufragen, wie diese Botschaft am besten und nützlichsten zu leben und zu verwirklichen ist. Als solcher war er Kopf und Pfeiler des Nachdenkens über die Geschehnisse in Medjugorje. Seine letzten 22 Lebensjahre schenkte er der Muttergottes und Medjugorje. Er verlangte keine Gegenleistung, nur die Wahrheit, für die er sein Leben lang bereit war zu sterben und für die er brannte.
Aus den Gesprächen und dem Leben mit Pater Ljudevit brach immer der Eifer für die rechtgläubige Verehrung der Muttergottes hervor, für das vollkommene und ganzheitliche Leben der Botschaften der Muttergottes, für die Reinheit und Klarheit der liturgischen Feier und Verkündigung im medjugorischen Wallfahrtsort. Für ihn gab es keinen Kompromiss, wenn es sich um Medjugorje handelte. In dieser Sache war ihm nichts zu schwer oder unannehmbar. Die Liebe zu jedem Pilger war seine Berufung in den letzten Lebensjahren. Er eilte den Pilgern entgegen, um dem modernen Menschen so schnell wie möglich die Botschaft Medjugorjes zu überbringen. Er reiste in zahlreiche Gebetszentren und zu Symposien, die aus dem medjugorischen Stamm gewachsen sind. Er ließ sich in seinem Reden über die Erscheinungen nicht mundtot machen. Er hat nie aufgehört, nach der Wahrheit zu suchen. Man kann einfach sagen, dass Pater Ljudevit der Tribun Medjugorjes war, und seine Stimme wurde in der Kirche gehört, seine Schriften wurden und werden gelesen und geschätzt, obwohl es auch  andere Meinungen gab. In dem Sinne hat Pater Ljudevit seinen medjugorischen Anteil und seine Aufgabe mit der besten Note abgeschlossen. Er blieb trotz aller Stürme, die ihn niemals verschont haben, aufrecht und unerschütterlich.
Uns, den Kindern der Muttergottes, ruft dieser verstorbene Alte voll jugendlichen Geistes zu: Ihr dürft nicht stehen bleiben, geht immer näher an die Quelle heran, lebt in der Liebe, mit der ihr vom Himmlischen Vater geliebt werdet, hört auf die Muttergottes und lasst Euch nicht vom Weg des Heils abbringen. Ja, gerade das hat er am Altar des Herrn verkündet. Die Liebe zu Gott, zur Kirche und zum Volk Gottes war ihm eigen. Für die Ideale war er bereit, alles zu tun, zu opfern und zu geben. Deshalb waren seine Haftjahre in den kommunistischen Gefängnissen für viele das Licht, so wie auch für uns heute. Er schrieb sich als Professor in die erste Klasse der Liebesschule der Muttergottes in Medjugorje ein. Das Diplom erwartet ihn, so lehrt uns der Glaube, in der Ewigkeit. Auf was warten wir und was erwartet uns!?

Pater Mario Knezović
Pfarrei Medjdugorje
Juli 2003