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Muttergottes, DANKE für 27 Jahre

Das Interview mit Pater Jozo Zovko wurde am 24. Juni 2008, dem 27 Jahrtag der Erscheinungen, wurde gleich nach der Dankmesse von der Gebetsaktion Wien in Medjugorje geführt:

27 Jahre Erscheinungen sind eine Zeit der Barmherzigkeit Gottes, eine Zeit, in der Er uns Seine große Liebe zeigt. Die Worte der Gospa sind prophetische Worte, die aus dem Eingreifen Gottes kommen und aus denen die Gnade im Überfluss fließt. All jene, die sich dieser Gnade öffneten, hörten die Worte der Gospa: „Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“. Jeder, der nicht das Gebet und die Bibel, sondern die Tageszeitung, das Fernsehen oder andere Medien an den ersten Platz stellt, ist ein verlorener Mensch. Er geht in die Finsternis und wird von Angst begleitet. Aber wenn er zur Quelle kommt, findet er Gnade und wird geheilt. Hier hallt auf besondere Weise der Gedanke aus der Bibel wieder: Selig der Mensch, der auf den Herrn vertraut!
Die Gnade, die jeden Moment unseres Lebens berührt, tritt ein in das Wesen, in die Tiefe unserer Seele. Sie hebt uns empor, weil sie allmächtig und göttlich ist. So treten wir ein in eine bessere Welt. Heute wird vor uns eine Welt des Irrtums aufgebaut, in der die Menschen getäuscht werden und glauben, dass sie alles ohne Gott lösen können. Europa kann nicht ohne Gott sein! Es kann nicht ohne Sonntag und ohne Priester sein, nicht ohne Papst und ohne Kirche! Diese Welt geht in den Abgrund und in die Ungewissheit, denn sie hat Gott aus der Mitte des menschlichen Lebens hinausgeworfen. Diese Welt muss erleuchtet werden, sie muss umkehren und zu Gott zurückkehren. Ich glaube, dass es nie eine solche Gnade gebraucht hat wie diese hier in Medjugorje. Medjugorje benennt die Sünde, die Schwäche, und zwar mit einer unnachgiebigen prophetischen Stimme. Medjugorje ermutigt, heilt und verheißt. Medjugorje ist der Blick und das Erkennen des neuen Weges in eine wirklich göttliche Welt.
27 Jahre leben wir mit der Mutter hier auf dem Podbrdo (Erscheinungsberg) in Medjugorje. Man hört vielerorts kritische Stimmen, wie z.B. warum die Gospa im Gegensatz zu früheren Erscheinungen so lange hierher kommt. Ich aber möchte gerade umgekehrt hervorheben, dass die Gospa sicher nicht so lange erscheinen würde, wenn wir es nicht nötig hätten!
In der Welt gibt es Millionen Gläubige, die den Namen Medjugorje aussprechen. Es ist ein Name voll Gnade, voller Wunder, voll Segen. Medjugorje bedeutet Verzeihen, Versöhnung, Umkehr, die erneute Rückkehr zum Vater. Kein einziger Mensch kann ohne die Umarmung des Vaters und ohne Seine Vergebung glücklich und gesegnet sein. Wenn wir auf dem Weg der Botschaft gehen, dann spüren wir, dass uns die Gospa sagt: „Geht nicht zu den Wunderheilern. Betet nicht lügenhafte Idole und falsche Propheten an! Geht nicht den Weg, der sinnlos ist, der kein Ziel hat, sondern den Weg, der zu Gott führt!“ Deshalb ist es sehr wichtig, dass das Volk hier dem Ruf der Gospa treu geblieben und auf ihrer Seite gestanden ist. Es hat den Ruf der Gospa seit 27 Jahren unermüdlich bezeugt.
Hier geschieht wirklich ein Wunder, denn Jesus braucht alle Menschen. Jene, die glauben, damit sie noch besser glauben und jene, die nicht glauben, damit sie umkehren und dem rechten Weg folgen. Wir alle brauchen Jesus, der uns von all dem, was uns gefangen hält, befreit. Wir brauchen Jesus so wie die Luft, die Nahrung, das reine Wasser. So brauchen wir auch die reine Liebe, den Frieden und den Segen. Deshalb ist Medjugorje wunderbar und wir könnten ohne Medjugorje gar nicht leben. Ich frage mich oft: Was würden wir tun, wenn es Medjugorje nicht gäbe? Auf welchem Weg würden wir gehen und was würde uns heute zu Gott führen?
Die Botschaft von Medjugorje ist stark und kraftvoll. Solange das Volk hierher kommt, betet und umkehrt, so lange werden wir eine lebendige und feste Kirche haben, die unserer Zeit wirkliche Antworten gibt. Ich bin begeistert von jedem neuen Pilger, der herkommt und hier umkehrt. Das ist das Zeichen, dass Gott sich den Menschen von neuem zuwendet und die Worte spricht: „Kehrt um und glaubt, denn Ich liebe euch unermesslich“. 27 Jahre lang! Das beutet für uns alle unermessliche Freude und Segen.
Heute bedanke ich mich besonders bei den Sehern, die während all dieser Jahr sehr viel Ausdauer hatten, durch verschiedene Schwierigkeiten hindurch, die sie durch diverse staatliche und kirchliche Machthaber erdulden mussten. Aber es ist nicht so wichtig, was mit ihnen oder mir geschehen ist, wichtig ist, dass hier das Gebet geschützt wurde, das viele moderne Gläubige heute belächeln.
Es ist die Zeit gekommen, in der viele glauben, dass man sich schämen muss, wenn man den Rosenkranz betet, fastet, gute Werke tut. Wie in den Zeiten des Alten und Neuen Testaments, müssen Propheten auch in unserer Zeit viel leiden.
Viele schauen heute auf die Seher und sagen: „Welch schöne Häuser sie haben…“, aber niemand schaut darauf, dass sie jeden Tag kurz im Himmel sind und von neuem in diese materielle Welt zurückkehren. Sie haben den Ruf der Gospa angenommen und stützen sich völlig auf sie. Ich bin daher heute der Gospa dankbar, das sie diese Seher auserwählt hat und in sie Vertrauen setzt. Sie hat sie selbst erwählt, sie haben ihr bereitwillig geantwortet und bis heute durchgehalten. Deshalb werde ich beten, dass sie bis zum Ende durchhalten.
All jenen, welche die Botschaften der Gospa leben, möchte ich heute danken, denn sie sind Träger einer großen Verantwortung. Sie haben den Wert des Gebets, des Fastens und der Buße entdeckt. Welches Glück, dass uns die Gospa nie verlässt, dass sie ständig bei uns bleibt, damit wir immer mehr wachsen können in der Gnade, in der Weisheit und im Wissen.
Am Ende möchte ich allen, die Ihr das lesen werdet, viel Frieden und Segen wünschen, dass Ihr nach dem Evangelium und nach der Botschaft der Gospa lebt.

Quellennachweis: Gebetsaktion Wien
3. Quartal 2008