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Medjugorje verstehen. Himmlische Visionen oder fromme Illusion?

In einem Artikel der Zeitschrift "Die Tagespost" legte der Autor Johannes Stöhr David Foleys umstrittenes Buch mit dem Titel "Medjugorje verstehen. Himmlische Visionen oder fromme Illusion?" in der Nr. 132 vom 3. November 2012 aus. Dabei werden viele bekannte und vielfach widerlegte Argumente gegen Medjugorje wiedergegeben und als Faktum dargestellt.
Dazu schrieb Herr Günter Seiwert einen Leserbrief , der auf die Aussagen von Foley eingeht und den aktuellen Stand von Medjugorje in Kürze darlegt:

"Seit vielen Jahren sammeln die Gegner von Medjugorje Argumente der Diözese Mostar gegen Medjugorje und legen diese in immer neuen “Verpackungen“ der Welt vor, so auch hier mit dem Buch von David Foley. Normalerweise ist der Bischof einer Diözese verantwortlich, behauptete Erscheinungen zu untersuchen und zu gegebener Zeit das Urteil der Kirche zu sprechen. Aber bezüglich Medjugorje ist die Sache ganz anders. Hier hat man die Untersuchungsergebnisse des Bischofs bereits fünf Jahre nach Beginn der Erscheinungen verworfen (Kardinal Ratzinger) und den Bischof aus der Verantwortung entlassen, weil kein Vertrauen in die “Untersuchungsergebnisse“ seiner Diözese bestand. Zu eindeutig waren die wissenschaftlichen Untersuchungen der Forschergruppen aus Frankreich (1984) und aus Italien (1985). Alle Tests ergaben, dass die jugendlichen Seher in Ekstase weder schlafen noch träumen oder sich in einem krankhaften Zustand befinden. Halluzination war ausgeschlossen. Diese Fakten wurden Bischof Zanic bereits nach den Untersuchungen von 1984 in detaillierter Form mitgeteilt. Trotzdem hat Bischof Zanic auch nach diesen wissenschaftlichen Ergebnissen die These von den Halluzinationen aufrechterhalten und der ganzen Welt verkündet. Damit haben sich die Informationen aus Mostar bis heute als wenig glaubhaft erwiesen.
Die einzelnen Argumente der Diözese Mostar, wie sie hier in dem Buch David Foleys wiedergegeben werden, sind seit Jahren bekannt und vielfach widerlegt worden. Der interessierte Leser möge als Beispiel die Seite www.medjugorje.de des Vereins Medjugorje Deutschland e.V. aufrufen, dort in der Kopfleiste unter “Medjugorje“ einzelne Inhalte einsehen und die Antworten auf wesentliche Behauptungen nachlesen. Eine wichtige Orientierungshilfe ist sicher auch das am 01. September in “Die Tagespost“ von Stephan Baier vorgestellte Buch “Medjugorje. Hoffnung für die Welt“ aus dem fe-Medienverlag.
Der Austausch von Argumenten pro und kontra Medjugorje dürfte sich in Kürze verändern, denn seit März 2010 bewertet eine vatikanische Untersuchungskommission unter Leitung von Kardinal Camillo Ruini die Ereignisse von Medjugorje. Mitglieder der Kommission sind einige Kardinäle, Bischöfe und verschiedene Sachverständige. Die Kommission wird der Glaubenskongregation ihren Bericht vorlegen. Diese leitet ihn dann an Papst Benedikt XVI. weiter. Da die Ereignisse von Medjugorje noch andauern, kann jetzt noch nicht über eine Anerkennung entschieden werden. Der Kommission geht es deshalb zunächst um die pastorale Begleitung der Pilger. Entsprechende Vorschläge werden bis Ende des Jahres erwartet. Daraus kann man ableiten, welchen Eindruck der Vatikan nach den bisher bekannten Fakten gewonnen hat."

Günter Seiwert

Grundsätzliche Klarstellung zu Medjugorje