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Offener Brief an Mons. Ratko Peric, Bischof von Mostar

Darija Škunca Klanac, ein Schriftstellerin, die das Phänomen von Medjugorje seit Anfang an untersucht hat und mehrere Bücher dazu veröffentlichte, schickte einen offenen Brief an den Bischof von Mostar Mons. Ratko Peric, angeregt durch seine jüngsten Äußerungen, dass die "Erscheinungen" in Medjugorje nicht wahr seien.

Darija Škunca Klanac - Wenn ihr heute seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht.
(Ps 94,7)
 
                                          

OFFENER BRIEF an Mons. Ratko Peric, Bischof - MOSTAR

Sehr geehrter Vater und Bischof,
Aufmerksam habe ich Ihre neueste Aussage über Medjugorje gelesen. Ich fühle mich gezwungen, einen offenen Brief an Sie zu schreiben; der Grund ist einfach: Die Entstehung der Erscheinungen in Medjugorje (das letzte Wort habe ich ohne Anführungszeichen geschrieben) habe ich eine lange Reihe von Jahren untersucht, vor allem die Zeit der ersten sieben Tage. Ich habe die Aufnahmen von 18 Gesprächen vom 27. 6. 1981 bis 30. 6. 1981, in denen Pater Jozo Zovko und Pater Viktor Kosir die Seher prüften, mehrfach angehört. Von Anfang an bis heute habe ich mich vor Sensationalismus in acht genommen, dem ich als Frau in der Regel nicht zugeneigt bin, blieb aber trotzdem immer wieder von ihren ehrlichen und wahren Aussagen beeindruckt und überzeugt. Als Resultat meiner Forschung und meines Zeugnisses habe ich vier Bücher über dieses Thema geschrieben und veröffentlicht und war ständig bemüht, objektiv und offen zur absolut notwendigen Unterscheidung zu drängen, ohne die man nichts verstehen und wertschätzen kann. (Siehe meine Website, www.comprendre-medjugorje.info)

Sie aber, Vater und Bischof, gehen regelmäßig mit Texten über das Thema Medjugorje in einer Art und Weise an die Öffentlichkeit als ob es keine Lichtseite des Mondes gäbe. Monsignore, es ist zu spät, Medjugorje mit der Absicht töten zu wollen, den gesunden Kern der Anfänge und der Ereignisse der Erscheinungen zu verschleiern. Es ist so sehr gewachsen und hat gute Früchte gebracht, dass es sich jetzt als seltsam herausstellt, wie wenn das Kind nicht geboren worden wäre - es ist aber da vor den Augen der ganzen Welt, es wächst und ist in die Phase der Reifung gekommen. Sie aber benehmen sich so, als ob Sie in der Zeit, in der der Sondergesandte des Papstes nach Medjugorje kommt, ihm den Todesstoß versetzen möchten. Ihr Brief, der kurz vor der Ankunft des Gesandten des Papstes veröffentlicht wurde, wirkt aufdringlich und fast so, als ob Sie ihn mit dieser Botschaft erwarten wollen: „Hier, das ist die Wahrheit über die Erscheinungen in Medjugorje; ich habe Ihnen alles gesagt und es nicht notwendig, dass Sie einen zweiten Blick darauf werfen."

Ich habe nicht die Absicht, Vater und Bischof, mit Ihnen eine Debatte zu beginnen. Am Beginn meiner Forschungen war ich für Gespräche und Verstand, nicht für leere Diskussionen. Dies habe ich nicht einmal mit den größten Gegnern von Medjugorje, die mit dem Ordinariat von Mostar zusammenarbeiteten, getan, sondern ich habe mit ihnen verhandelt und mich mit ihnen hier, in Montreal und in Frankreich getroffen. Insbesondere, habe ich damals dem mittlerweile verstorbenen Pater Ivo Sivrić angeboten, bei den Untersuchungen der ersten Tage der Erscheinungen zusammenzuarbeiten, er lehnte das kategorisch ab. Schade, denn wir hätten gemeinsam zu vollständigeren Ergebnissen kommen können. Pater Ivo hat die These entwickelt, dass Medjugorje eine Kopie von Lourdes sei, weil angeblich die Kinder ein Buch über Lourdes gelesen hatten und sofort diese Erscheinungen nachahmen wollten. Als ich die Ähnlichkeit mit Lourdes erkannte, die auch er begründet erkannt hatte und dann in ein Kinderspiel verwandelte, habe ich begonnen, Lourdes zu untersuchen und bemerkte, dass die Ähnlichkeit wirklich beeindruckend ist. (Medjugorje, réponses aux objections, Daria Klanac, Éditions du Sarment, Paris, 2001, str. 109) Das hat mich in meiner Einstellung, dass Medjugorje wahr ist, noch mehr bestärkt.

Allerdings, nach Ihrer Art zu denken, könnte ich mich fragen, was das für eine Muttergottes ist, die in Lourdes erschienen ist. Nach Ihrer einseitigen Analyse schließe ich daraus, dass auch Lourdes für Sie nicht wahr wäre:

Am ersten Tag sagt die Muttergottes nichts, sondern nickt nur und betet mit Bernadette ein Ehre sei dem Vater und verschwindet dann plötzlich; am zweiten Tag besprengt Bernadette  die Muttergottes mit Weihwasser, die Muttergottes lächelt und verweilt. In Medjugorje war dies am dritten Tag.

Am dritten Tag fragt Bernadette die Erscheinung nach ihrem Namen. Die Muttergottes lächelt und antwortet nicht. 

Am neunten Tag wäscht Bernadette ihr Gesicht im Schlamm und kaut Gras. Alle, die dies beobachten, denken, dass sie verrückt geworden sei. Aber aus diesem Akt begann Wasser zu fließen und fließt immer noch. Danach erschienen noch fünfzig falsche Seher. Die Muttergottes wählte auch nicht den am besten geeigneten Ort aus, dieser wurde vor den Erscheinungen als unrein bezeichnet, weil man dort Schweine hinbrachte. Und so weiter.

Die französische Bischofskonferenz ersuchte damals den Theologen und Mariologen René Laurentin, Lourdes zu untersuchen. Er tat dies, und hat zu diesem Thema ungefähr 30 Bücher herausgegeben. Er wurde zu einer Autorität in der Kirche und in der Welt. Die französischen Bischöfe hatten keine Einwände gegen seine Arbeit.

Mit Pater Laurentin arbeitete ich viele Jahre zusammen. (Intimer Brief an meine Pilger, Seite 38. Darija Škunca Klanac, Sacramento 2016) Er ermutigte mich bei meinen Nachforschungen und schrieb das Vorwort zu der französischen Ausgabe meines Buches An den Quellen von Medjugorje (Aux sources de Medjugorje, Sciences et culture, Montreal 1998. (3e éditions 2014. www.comprendre-medjugorje.info). Auch wenn wir nicht in allem der gleichen Meinung waren, störte uns dies nicht, daran weiter zusammenzuarbeiten. Und über Lourdes sagte er, nachdem er das Verhalten Medjugorje gegenüber betrachtete, dass es auch für Lourdes hart wäre, in unserer Zeit zu bestehen. Und doch verehren auch Sie die Muttergottes von Lourdes, sowie die Päpste und das ganze treue Volk.

Dies ist nicht der Ort für eine lange Auslegung über die Pädagogik der Muttergottes mit den Kleinen; jedoch verstehen die Weisen und Klugen diese Art der Sprache nicht. Ich erinnere noch einmal, dass ich darüber in meinen Büchern geschrieben habe. Aufgrund Ihres Briefes voller Sarkasmus und Einseitigkeit, möchte ich nur ein wenig Licht in die dunkle Seite Ihrer Aussagen bringen. Ich möchte einen Teil aus dem Gespräch, das Pater Jozo Zovko und Pater Viktor Kosir mit Jakov in den ersten Tagen führten, wiedergeben. Der Seher Jakov war unbeirrbar überzeugt und unendlich glücklich, die Muttergottes zu sehen.

Pater Zovko: Bist du glücklich, dass du die Muttergottes gesehen hast?

Jakov: Wie könnte ich nicht glücklich sein!?

Pater Kosir: Sag einmal, hast du dir jemals gewünscht: Wenn mir doch die Muttergottes so erscheinen würde?

Jakov: Nun, ja. Jetzt sage ich euch, ich habe es euch gesagt: „Wenn ich jetzt sterbe, täte es mir nicht leid, da ich ja jetzt die Muttergottes gesehen habe."

Pater Kosir: Nun, gut damit, aber hast du dir das jemals erhofft, sagen wir, vor einem Jahr oder vor einem halben Jahr?

Jakov: Nein, gar nicht.

Pater Kosir: Du hast überhaupt nicht gehofft, dass dir einmal die Muttergottes erscheinen könnte, du hast nicht einmal daran gedacht?

Jakov: Ich wusste das nicht mal.

Pater Kosir: Dass sie erscheinen kann?

Jakov: Ja.

Pater Kosir: Was wäre, wenn man dich heute Abend abhalten würde, dass sie dir nicht erlauben zu gehen, die Mutter oder jemand anderer?

Jakov: Wer kann mich hindern, wenn ich gehen will? Mich zieht der Wunsch hinaufzugehen.

Pater Kosir: Wenn aber deine Mutter es nicht erlaubt?

Jakov: Sie kann mich nicht stoppen. Ich will.

Pater Kosir: Sie kann nicht?!

Pater Zovko: Was würdest du ihr sagen?

Jakov: Ich würde ihr sagen: Mama ich gehe, selbst wenn du mich töten würdest. Schlag mich, ich werde trotzdem gehen.

Pater Zovko: Ich weiß, aber wenn Gott sagt, du sollst auf die Mutter hören. Was sagst du dann?

Jakov: Ich werde hinauf zu Gott gehen, ich werde zu Muttergottes hinaufgehen, so. (27. 6. 1981 Morgen).

Pater Zovko: Aber, als du sie nicht gesehen hast?

Jakov: Wen?

Pater Zovko: Die Muttergottes.

Jakov: Ich habe die Muttergottes gesehen! So, als wenn sie vor mir wäre, so wie Sie!

Vater und Bischof, haben Sie diese Passagen in Ihrer Abschrift des Bandes? Wenn nicht, könnte ich Sie Ihnen leihen, damit wir sie gemeinsam hören und anschauen. Woher, Exzellenz, hat dieses Kind von zehn Jahren den Mut, dass es bereit ist, für das, was es sieht, zu sterben? Jakov hat sich von den Priestern nicht verwirren lassen, die ihn gut durchsiebt haben und dachten, dass er jung ist und man ihn leicht verwirren könnte. Ähnliche Antworten haben auch die anderen Seher gegeben in der festen Überzeugung, dass sie die Muttergottes sehen.

Ivanka (30. 6. 1981): „Ich sehe sie, genau wie Sie auch", sagt sie zu Pater Jozo, „das ist keine Lüge."
„Es würde mir nicht leidtun, wenn man mich umbringen würde, weil ich die Muttergottes gesehen habe. Ich würde gerne zu ihr fliegen." (28. 6. 1981)

„Ob es jemand glaubt oder nicht, ich sehe sie so, Hochwürden, als ob ich mit Ihnen hier stehen und sprechen würde." (28. 6. 1981)
So könnte ich auch weiterhin fortfahren, Quellen zu zitieren auch über alle anderen Seher, aber auch dies werden Sie in meinen Büchern finden. Und, wenn wir erst beginnen würden, über die guten Früchte zu reden, da gäbe es kein Ende der unzähligen Zeugnisse. Über viele Jahre hinweg haben zahlreiche Tests von Experten aus aller Welt (Ärzte, Psychologen, Psychiater, Soziologen, Anthropologen, Neurologen, Physiker und sogar Theologen selbst), die Objektivität der Ereignisse bewiesen. Deshalb ende ich damit: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen." (Matthäus 7: 15-20) In diesem Zusammenhang ende ich mit den Worten des Papstgesandten, der sicherlich unbelastet und objektiv als Beobachter ist, der seine Ansichten über Medjugorje mit dem italienischen La Fede Quotidiana am 15. Februar dieses Jahres teilte als er unter anderem, sagte: „Nach mir sind die Früchte des Glaubens positiv. Unter den Früchten denke ich an das Rosenkranzgebet, die eucharistische Anbetung, Fasten und Buße, denn all dies regt die Entwicklung des Glaubens an. In Medjugorje, sehen wir Menschen, die zu den Sakramenten zurückkehren, wir sehen Bekehrungen, Veränderungen in der Art des Lebens, Teilnahme an der Eucharistiefeier, Beichte, Heilungen und all dies geschieht in Medjugorje. Dies können wir weder leugnen noch pastoral ignorieren." (Quelle.: www.dnevno.hr/vjera/iz-zivota-crkve/papin-izaslanik-obranio-medugorje-ne-mozete-zanijekati-plodove-medugorja-1004202/).
 
Friede sei mit Ihnen, Vater und Bischof!

Hochachtungsvoll, Darija Škunca Klanac, Montreal 28. Februar 2017

Übermittelt und übersetzt von Vikica Dodig, Pilgerleiterin (Medjugorje)