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Folge mir auf dem Weg der Heiligkeit! - Band 1

Vorwort von P. Ivan Landeka, OFM

Lieber  Leser,  vor dir liegt das Buch der Betrachtungen Pater Slavkos zu den  Botschaften der Muttergottes von 1990 bis 1994. Ich kann mich daran erinnern, dass Pater Slavko manche Auslegungen in einem Zug geschrieben hat, während  andere viel mehr Zeit in Anspruch genommen haben. Einige Elemente erscheinen mir wichtig  für das Verständnis seiner Auslegungen.
Pater Slavko nahm die Botschaften der Muttergottes sehr ernst, sie waren für ihn eine tiefernste Sache. Seine Katechesen für die Pilger, seine Predigten, seine Vorträge und Vorlesungen bei verschiedenen geistlichen Treffen zeigen, dass er keine Botschaft leicht genommen hat. Sie  waren ein fester Bestandteil seiner Auslegungen.
In seinen Gedanken zu den Botschaften sehen wir weiter, dass er die Botschaft  als Ganzes auslegt  und meistens einen Gedanken nach dem anderen erklärt. Manchmal ist  es ein einzelnes Wort aus der Botschaft, das seine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt.
Die Jahre 1990  – 1994 waren Kriegsjahre, und es kamen sehr wenige Pilger aus dem Ausland nach Medjugorje. Indem er seine Gedanken zu den Botschaften niederschrieb, wusste Pater Slavko um die Sehnsucht der Pilger nach der Spiritualität und dem Geist von Medjugorje. Deswegen sucht er in diesen Auslegungen eine möglichst direkte und lebendige Verbindung mit ihnen. Er hält sie versammelt, indem er die Hauptgedanken und Hauptintentionen der Erscheinungen der Muttergottes wiederholt: Gott und den Menschen nahe zu sein.
Für die Auslegung der Botschaften nimmt Pater Slavko immer einen verständlichen und warmen Kontext - es ist gut für uns, die Beziehung zwischen Mutter und Kind zu kennen. Er spornt die Pilger an, in diesem Geist die Botschaften anzunehmen,  zu  leben und zu verbreiten.
Charakteristisch für die Botschaften der Muttergottes sind ihre Einfachheit der Sprache und der Unterweisung. Die Botschaften stellen keine zu hohen Anforderungen, die die Zuhörer überfordern könnten. Sie sind wie eine lichte Nahrung für die Seele. Sie machen keine Angst; sie geben nicht das Gefühl, unverwirklichbar zu sein; sie lassen uns Zeit für persönliche Entscheidungen; sie sind weder aufdringlich noch laut. So hat sie Pater Slavko angenommen, gelebt, verbreitet  und ausgelegt. In seinen Auslegungen versucht er, diese Einfachheit zu bewahren und vermeidet alles Komplizierte. Seine Sprache - in Wort und Schrift - ist einfach und leicht verständlich. Die einfache Ausdrucksweise, mit der er seine Gedanken wiedergibt, beruht nicht etwa auf mangelnden Möglichkeiten, sich hochtheologisch auszudrücken. Ganz im Gegenteil! Er war theologisch, kulturell und fachlich ein gründlich ausgebildeter Priester. Seine profunden theologischen Kenntnisse und seine geistlichen Erfahrungen brachte er allen Menschen nah, vor allem dem einfachen christlichen Volk, zu dem allzu oft von der Kanzel und dem Lehrstuhl „von oben herab" gesprochen wird.
Pater Slavko suchte sich seine Leser nicht aus. Es hat aber den Anschein, dass er weniger für die „Kenner der Theologie“, sondern mehr für diejenigen schrieb, denen es nicht  schwer fällt zu lernen, zu lieben, zu wachsen und anderen auf diesem Weg zu helfen.
In   seinen  Gedanken  über die Botschaften der Muttergottes in Medjugorje versucht Pater Slavko die Fundamente der christlichen Spiritualität so weit wie möglich zu umfassen und hervorzuheben. Er verwendet seine psychotherapeutischen Kenntnisse ausgiebig und greift  soziologische und psychologische Probleme auf. So beleuchtet er in seinen Auslegungen der Botschaften aktuelle Ereignisse in der Kirche, in der Gesellschaft, in der Familie und im Leben der Einzelnen.
In einfachen Formen der Spiritualität erkannte Pater Slavko die Lichter, die zu einem vollständigeren christlichen Zeugnis führen.  Ein solches vollständiges Zeugnis für den Glauben sah er als Gewinn für alle Menschen.
Die Unermüdlichkeit, mit der er schrieb, sprach und handelte, zeigt, dass er an die Schritte in Richtung einer besseren Zeit glaubte, und dass Maria, die Mutter Jesu und  unsere Mutter, ein Wegweiser und ein Beispiel dafür ist.
Lieber Leser, ich empfehle dir aufrichtig  dieses Buch. Im Namen aller, in denen Pater Slavkos Leben und Wort das Feuer des Glaubens und des Gebets entflammt hat, danke ich Gott und der Königin des Friedens.

Humac, im Mai 2002