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Impuls zum Jahr der Barmherzigkeit

In einer Zeit in der man das Gefühl hat, die Welt gerate immer mehr außer Kontrolle, uns fast täglich neue Schreckensmeldungen erreichen und die Unsicherheit und das Misstrauen täglich wachsen, beginnt am 8. Dezember das, von Papst Franziskus ausgerufene Heilige Jahr der Barmherzigkeit.

Der Himmel gibt uns dadurch ein ganz besonderes Gnadengeschenk, das wir voll und ganz ausschöpfen sollten. Der mit dem Heiligen Jahr verbundene Jubiläumsablaß gibt uns die Möglichkeit, Gottes unbegreifliche Barmherzigkeit auf besondere Weise zu erfahren. Barmherzigkeit ist ein Ausdruck von Gottes unendlicher Liebe zu uns, die Er uns ohne Vorbehalt schenken möchte. Wenn wir uns Seiner Liebe und Barmherzigkeit öffnen und sie annehmen, werden auch wir zu Menschen, die Liebe und Barmherzigkeit verbreiten. Wie die Muttergottes in Medjugorje am 25. März 2014 sagt: „...Die Liebe Gottes wird durch euch in die Welt zu fließen beginnen, der Friede wird in euren Herzen zu herrschen beginnen und der Segen Gottes wird euch erfüllen...“ Sie ruft jeden einzelnen von uns auf, den Kampf gegen die Sünde aufzunehmen. Jesus sagt zu Sr. Faustina: „Wenn eine Seele Meine Güte preist, erzittert der Satan vor ihr und flieht bis auf den Grund der Hölle“. Das ist das Mittel, die Sünde und den Satan zu besiegen: die Barmherzigkeit und Güte Gottes zu preisen. Gerade jetzt, wo Satan auf alle möglichen Arten versucht seine Macht auszubreiten und uns zur Sünde zu verleiten, ruft uns der Hl. Vater auf, das Sakrament der Versöhnung, die Beichte, wieder mehr in Anspruch zu nehmen. Nur wenn wir selber die Barmherzigkeit Gottes immer wieder aufs neue erfahren, können wir auf dem Weg der Heiligkeit wachsen und anderen Menschen Barmherzigkeit erweisen; werden wir fähig zu bedingungsloser Liebe und Treue. Und dann wird die Liebe Gottes durch uns in die Welt zu fließen beginnen.

Jesus sagt zu Sr. Faustina: „Ich gebe dir drei Möglichkeiten, dem Nächsten Barmherzigkeit zu erweisen: Erstens - die Tat; Zweitens - das Wort; Drittens - das Gebet. In diesen drei Stufen ist die Fülle der Barmherzigkeit enthalten.“

Es gibt die leiblichen und die geistlichen Werke der Barmherzigkeit:

Die leiblichen Werke der Barmherzigkeit:

Hungernde speisen
Dustige zu trinken geben
Nackte bekleiden
Fremde beherbergen
Kranke besuchen
Sich um Gefangene sorgen
Tote würdevoll bestatten

Die geistlichen Werke der Barmherzigkeit:

Unwissende lehren
Zweifelnde raten
Sünder zurechtweisen
Trauernde trösten
Lästige geduldig ertragen
Beleidigungen verzeihen
Für Lebende und Tote beten

Sind wir in diesem Jahr besonders aufmerksam dafür, wo uns Gott zu Werken der Barmherzigkeit ruft, sie können ganz unscheinbar sein und im Verborgenen geschehen. Jesus sagt zu Sr. Faustina:
»Wenn du für einen Sünder folgendes Gebet mit zerknirschtem Herzen und im Glauben verrichtest, schenke Ich ihm die Gnade der Umkehr:

O Blut und Wasser,
aus dem Herzen Jesu
als Quelle der Barmherzigkeit für uns entströmt, Jesus, ich vertraue auf Dich.

Durch dieses kleine Gebet verrichten wir ein geistliches Werk der Barmherzigkeit, indem wir Sünder zur Umkehr bewegen. Es soll uns in diesem Jahr und darüber hinaus zu einem Herzensgebet werden.

Maria, die Mutter der Barmherzigkeit, wird uns durch dieses Jahr begleiten und das Vertrauen in ihren Sohn Jesus stärken. Jesus sagt zur hl. Sr. Faustina: „Aus Meiner Barmherzigkeit schöpft man Gnaden mit nur einem Gefäß – und das ist das Vertrauen.“ Wir sollen nicht auf Menschenmacht vertrauen, sondern auf Gottesmacht. Wir erkennen immer wieder aufs neue, wie machtlos der Mensch oft ist gegen den Terror und gegen Katastrophen, wie das Misstrauen in der Welt regiert durch Bespitzelung und Überwachung. Vertrauen wir in die Größe und Allmacht Gottes, der alles zum Guten wenden kann. Der Triumph des unbefleckten Herzen Mariens ist sicher! Wenn wir mit ihr verbunden bleiben, sind wir auf der Seite der Sieger, auch wenn wir vielleicht noch einige Kämpfe durchzustehen haben.

Beten wir mit Freude das Gebet das Hl. Vater zum Jahr der Barmherzigkeit verfasst hat:

Herr Jesus Christus,
du hast uns gelehrt, barmherzig zu sein wie der himmlische Vater,
und uns gesagt, wer dich sieht, sieht ihn.
Zeig uns dein Angesicht, und wir werden Heil finden.

Dein liebender Blick
befreite Zachäus und Matthäus aus der Sklaverei des Geldes;
erlöste die Ehebrecherin und Maria Magdalena davon,
das Glück nur in einem Geschöpf zu suchen;
ließ Petrus nach seinem Verrat weinen
und sicherte dem reumütigen Schächer das Paradies zu.
Lass uns dein Wort an die Samariterin so hören,
als sei es an uns persönlich gerichtet:
„Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht!“

Du bist das sichtbare Antlitz des unsichtbaren Vaters
und offenbarst uns den Gott, der seine Allmacht vor allem
in der Vergebung und in der Barmherzigkeit zeigt.
Mache die Kirche in der Welt zu deinem sichtbaren Antlitz,
dem Angesicht ihres auferstandenen und verherrlichten Herrn.

Du wolltest, dass deine Diener selbst der Schwachheit unterworfen sind,
damit sie Mitleid verspüren mit denen, die in Unwissenheit und Irrtum leben.
Schenke allen, die sich an sie wenden,
die Erfahrung, von Gott erwartet und geliebt zu sein
und bei ihm Vergebung zu finden.

Sende aus deinen Geist und schenke uns allen seine Salbung,
damit das Jubiläum der Barmherzigkeit ein Gnadenjahr des Herrn werde
und deine Kirche mit neuer Begeisterung
den Armen die Frohe Botschaft bringe,
den Gefangenen und Unterdrückten die Freiheit verkünde
und den Blinden die Augen öffne.

So bitten wir dich,
auf die Fürsprache Marias, der Mutter der Barmherzigkeit,
der du mit dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes
lebst und herrschst in alle Ewigkeit.
Amen.

"Liebe Kinder!
Ich rufe euch von neuem auf: Beginnt den Kampf gegen die Sünde so wie in den ersten Tagen, geht zur Beichte und entscheidet euch für die Heiligkeit. Die Liebe Gottes wird durch euch in die Welt zu fließen beginnen, der Friede wird in euren Herzen zu herrschen beginnen und der Segen Gottes wird euch erfüllen. Ich bin mit euch und halte vor meinem Sohn Jesus Fürsprache für euch alle.
Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"
Botschaft der Königin des Friedens von Medjugorje vom 25. März 2014

Von einer Mitarbeiterin des Medjugorje Deutschland e.V., Beuren