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Heiliges Jahr: Was passiert wann?

Die Stadt Rom ist auf das Heilige Jahr noch nicht vorbereitet. Das gab Bürgermeister Ignazio Marino in einem Interview mit der Zeitung Corriere della Sera zu. Er verwies auf die schwierige wirtschaftliche Lage der Stadt und darauf, dass es gelte, ein Großereignis in Zeiten des internationalen Terrors zu organisieren. Das könne die Stadt alleine nicht schaffen, dazu brauche es die Unterstützung der Regierung. Derzeit wird in Italien über einen Sonderbeauftragten des Staates gesprochen, bei dem alle Vorbereitungen zusammen laufen sollen.
Der Vatikan hingegen ist mit seinen Vorbereitungen schon weit gekommen. Wenn am 20. November 2016 die Heilige Pforte des Petersdoms zum Abschluss des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit wieder geschlossen wird, wird ein ereignisreiches Jahr hinter der Kirche liegen. Die Planungen laufen auf Hochtouren, nun hat der Päpstliche Rat für die Neuevangelisierung, der für die Durchführung verantwortlich ist, einen detaillierten Plan für die Veranstaltungen und Gottesdienste vorgelegt.
Offiziell eröffnet wird das Jahr am 8. Dezember 2015 mit dem Öffnen der Heiligen Pforte am Petersdom, gefolgt von der Öffnung der Heiligen Pforte an der Bischofskirche des Papstes, Sankt Johannes im Lateran, am 13. Dezember. An diesem Tag sind auch alle Bistümer weltweit eingeladen, in ihren Kathedralen solche heiligen Pforten aufzustellen und zu öffnen.
Das ganze Jahr über wird es immer wieder Tage geben, einzelnen Gruppen gewidmet sind. Den Anfang machen die Wallfahrtsseelsorger und die Mitarbeiter an den Wallfahrtsorten, die während des Heiligen Jahres einiges zu tun bekommen. Sie werden am 21. Januar in Rom gemeinsam mit dem Papst die Barmherzigkeit feiern. Es folgen die Ordensleute im Februar, dann später im Jahr die Jugendlichen, Priester, Diakone, die Kranken und Behinderten und zuletzt die Gefangenen, um nur einige zu nennen.
Eine der Initiativen des Papstes zu diesem Heiligen Jahr ist die Aussendung der „Missionare der Barmherzigkeit“ in die Weltkirche, das wird am Aschermittwoch, also dem 10. Februar 2016, geschehen. Immer wieder wird der Papst selber auch Zeichen und Gesten zum Jubiläumsjahr setzen, wie der Terminplan angibt. Die Bischöfe und Ortskirchen sind dann eingeladen, sich diesen Gesten, Besuchen oder Treffen anzuschließen und vor Ort Ähnliches zu tun. Genauere Angaben dazu gibt es noch nicht.
Es gibt weiterhin Initiativen, die bereits vor der Einberufung des Jahres geplant waren und die nun in den Ablauf integriert werden, die größte dürfte der Weltjugendtag in Krakau sein. Aber auch die „24 Stunden für den Herrn“, eine jährlich stattfindende Bußfeier im Petersdom, bei der der Papst selber Beichte hört, ist dabei.

Die genauen Daten können Sie der Webseite des Päpstlichen Rates für die Neuevangelisierung entnehmen.

Quellennachweis: Radio Vatikan - 30.07.2015