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Lourdes-Novene

Vorbereitungsgebet
O du gute, himmlische Mutter von Lourdes, ich komme zu dir in meiner grossen Not. Vor dir werfe ich mich nieder und rufe aus dem Innersten Herzen: "Maria, hilf, o Maria, hilf!"
Ich komme zu dir, o Immaculata, weil ich weiss, dass du mir helfen kannst. Du bist die Allmacht auf den Knien, du bist die Mutter des Heilandes, du kannst durch deine Liebe gebieten über das göttliche Herz Jesu. Mein Anliegen ... ist wohl recht gross, aber noch viel grösser ist deine Macht. O du starke Mutter, hilf mir. Doch du kannst mir nicht nur helfen, du willst mir auch helfen. Du bist die liebste, beste Mutter, die noch kein Kind verlassen hat. Aber nur wenn es Gottes Wille und zum Heile meiner Seele gereicht, nur dann sollst du mich erhören.
So nimm denn vorlieb mit meinem Flehen und lasse es gelangen zum Throne der göttlichen Barmherzigkeit. Amen.

1. Tag

Vorbereitungsgebet... (siehe oben)

Süße Mutter Maria, mit innigem Vertrauen gebe ich dir diesen Namen und bin überglücklich, dich so nennen zu dürfen. Als du unter dem Kreuze den Lieblingsjünger Johannes als deinen Sohn annahmst, hast du mit ihm auch mich zu deinem Kinde gemacht. Du bist mir mehr als meine irdische Mutter, du bist meine Himmelsmutter. Deshalb komme ich in meinem Anliegen zu dir und rufe dich an um deine Mutterhilfe. Du kannst mich nicht fortlassen ohne Trost und Hilfe. Immer wieder werde ich kommen und nicht aufhören zu rufen: O Maria, hilf! Amen.

2. Tag

Vorbereitungsgebet... (siehe oben)

O Maria, zu allen Zeiten hast du deine Mutterliebe ganz besonders gerne allen jenen gezeigt, die im Vertrauen sich dir genaht. In unseren Tagen hat du deinen Thron in Lourdes aufgeschlagen, um noch viel mehr als bisher der leidenden und betrübten Menschheit deine Liebe und Macht kundzutun. Wie viele Kranke haben dort vor deiner Grotte Heilung und wunderbare Genesung gefunden! Wie viele haben dort, wenn ihre Genesung nicht Gottes Wille war, eine kindliche Ergebung, eine himmlische Geduld gefunden, die Gnade einer seligen Sterbensstunde erbetet! Wie viele sind in schwerem Seelenleiden, in Kummer und banger Not zu dir, o Mutter von Lourdes, gegangen und leichten Herzens getröstet heimgekehrt!

3. Tag

Vorbereitungsgebet... (siehe oben)

Keiner deiner Ehrentitel, o Maria, ist so tief und geheimnisvoll wie dieser, denn er sagt alles, was wir an dir bewundern, er heißt: Mutter Gottes. Kein anderes Wesen, kein Engel, kein Mensch ist erwählt, die Mutter des Welterlösers zu sein, nur du, o Maria, bist erkoren. Welche wunderbare Würde! Der eingeborene Sohn des ewigen Vaters steigt in deinen Mutterschoss nieder und geht aus ihm hervor als Menschenkind. O wie glücklich bist du. Maria, du bist die Mutter Jesu. Du bist die Unbefleckte Empfängnis. Als die Mutter des Erlösers durfte dich niemals eine Sündenmakel treffen, deshalb bist du rein geblieben auch von jener Schuld, die alle traf, von der Schuld des Adams, und konntest zu Bernadette sagen: "Ich bin die Unbefleckte Empfängnis!"

4. Tag

Vorbereitungsgebet... (siehe oben)

O Gottesmutter, als du der kleinen Bernadette erschienst, hielten deine Hände den heiligen Rosenkranz. Was solltest du anderes damit sagen als: "Kind, mit dem Rosenkranz in der Hand kannst du mein Herz erobern, mag dein Anliegen noch so groß sein." Der Rosenkranz ist der wunderbare Schlüssel, der dein Herz, o Maria, zu öffnen imstande ist. Oder ist es anders? Soll ein Gebet, das du selbst die Menschen lehrst, nicht besondere Macht über dein Herz haben? Sollten die immer wiederkehrenden "Ave" nicht ein fortwährendes Anklopfen an das Tor deiner Mutterliebe sein? Sollte die Erinnerung an die Geheimnisse der Freude, des Schmerzes und Sieges, wie sie eben der Rosenkranz bietet nicht imstande sein, in deinem Herzen, o Maria, jene Liebe und Barmherzigkeit zu wecken, von der jedes Gesätzchen des Rosenkranzes so laut und warm erzählt?

5. Tag

Vorbereitungsgebet... (siehe oben)

Warum hat der göttliche Heiland dich, o Mutter, uns Sündern geschenkt? Der Sünder willen hat er es getan. Wie er selbst auf die Erde gekommen, Arzt zu sein, nicht die Gesunden, sondern für die Kranken, wie die Schritte seines Erdenlebens vor allem den Schuldbeladenen gehörten, um zu retten, was verloren, so sollte auch dein Mutterberuf in vorzüglicher Weise den Sündern gewidmet sein. Deshalb nennt die katholische Kirche dich, o Gottesmutter, mit Recht die Zuflucht der Sünder. Wie wahr dieses Wort ist, davon ist wohl jedes Herz selbst Zeuge, wenn es nachdenkt über seine Vergangenheit. War die Schuld noch so groß, wenn der Sünder sich an dein Herz flüchtet, wird er nicht verloren sein. Du schauest nicht auf die Größe der Schuld, sondern nur auf die Größe, Tiefe und Wärme des Vertrauens.

6. Tag

Vorbereitungsgebet... (siehe oben)

Die zahlreichen Krücken, die die Dankbarkeit der Geheilten an der Grotte von Lourdes niedergelegt hat, die unzähligen Votivtafeln, die die hohen Wände der drei übereinanderliegenden Kirchen bedecken, rufen mit lauter Stimme uns zu: Wir sind hier, um Maria zu preisen, das Heil der Kranken. Wenn wir die Kranken, die vertrauend zum Bilde Mariens aufblicken, fragen wollten: Was suchet ihr Unheilbaren hier? Die Unheilbarsten würden uns zurufen: Wir vertrauen auf die starke Mutter von Lourdes, die schon vielen Tausenden geholfen hat, sie kann auch uns helfen, wenn es Gottes Wille ist.

7. Tag

Vorbereitungsgebet... (siehe oben)

Niemand ist dem Heilande in Kummer und Leiden so ähnlich gewesen wie du, o Schmerzensmutter Maria. Gleichwie der Erlöser die Schuld Adams gesühnt, wolltest du, Maria, die Sünden Evas büßen. Wie viel Schmerz musstest du tragen um deines göttlichen Kindes willen? Von Bethlehem bis Golgotha konntest du ihm nichts geben als Armut und Entbehrung. Du kanntest die Unschuld Jesus und musstest ihn so furchtbar leiden sehen. Alle Schmerzen, die ihn trafen, hast du mit getragen, sein Kreuz wie dein Kreuz. Solltest du, o Mutter, nicht auch unseren Schmerz und Kummer verstehen oder uns verlassen in unserem Leide? Nein, du bist ja die Trösterin der Betrübten, die Helferin in größter Not.

8. Tag

Vorbereitungsgebet... (siehe oben)

Der göttliche Heiland ist wohl die Liebe und Güte selbst und wir alle haben Grund, mit mutigem Vertrauen zu ihm zu gehen. Aber er ist dabei doch die unendliche Majestät Gottes und unser einstiger, strenger Richter, vor dessen Urteilsspruch selbst die Gerechten zittern. Weil aber sein ganzes Streben dahin geht, uns selig zu machen, hat er uns ein Wesen gegeben, das wir niemals fürchten können, eine Mutter lieb und zart, dich o Himmelsmutter. Dich hat er zur Mittlerin zwischen ihm und uns gestellt, damit wir alle Anliegen nur durch dich zu seinem Throne bringen. Ist unser Herz auch sündhaft und krank, durch deine Mittlerschaft können wir auch dann noch Hilfe finden.

9. Tag

Vorbereitungsgebet... (siehe oben)

Solange wir auf Erden weilen sind wir von Gefahren umgeben, die uns von allen Seiten bedrohen. Einem Schifflein gleich auf sturmbewegter See kann unser Herz zu jeder Stunde in der Flut der Sünde untergehen. Da hat die göttliche Liebe ein Sternlein uns gegeben, das mild auf unser Schifflein niederleuchtet und ihm den Weg zum Ziele zeigt. Dieses Sternlein bist du, o Maria. Wer zu dir emporblickt, wird die Bahn nicht verfehlen, sondern den Hafen finden. Du bist der liebe Meeresstern, der für alle jene sichtbar ist, die ihn sehen wollen. Wenn ein Menschenherz glücklich die Heimat erreicht, ist es dir, o Meeresstern Maria, zu danken.

Schlussgebet
Maria, du mein Meeresstern, ich schaue mit vertrauendem Blicke auf zu dir. Von allen Seiten umgeben mich die stürmenden Wogen und überall ist es Nacht. Doch du zeigst mir den Weg, Maria, ich folge dir. Dein Angesicht leuchtet mir aus der Grotte von Lourdes entgegen, dein Tugendbeispiel, dein Mahnwort, deine Mutterliebe rufen mich und ich will nicht von deiner Seite weichen. Du meinst es am besten mit mir, nur dir will ich folgen. Amen.