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Gedanken zum Jesusgebet

Das Jesusgebet ist eine kurze Anrufung, die die Gottheit Jesu bekennt und seine Barmherzigkeit erfleht:
HERR JESUS CHRISTUS, SOHN GOTTES, ERBARME DICH ÜBER MICH SÜNDER oder: ERBARME DICH UNSER!

Dieses Gebet sammelt Herz und Geist, wenn man es unablässig wiederholt, und führt sie zu Gott, der in uns gegenwärtig ist. Der Rosenkranz mit 100 Perlen ist uns dabei ein stiller Helfer, um dieses Gebet zu sprechen und erinnert uns an die Gegenwart des Herrn.
„Die beständige Anrufung des Namens Jesu bewirkt eine Erfüllung des Herzens mit Freude und Frieden" (Hesychius v. Sinai). „Wenn ihr euch in all euren Beschäftigungen niemals vom Gebet trennt, wird es euch bald das Hochzeitsgemach zeigen und euch mit einer nicht in Worte zu fassenden Fröhlichkeit erfüllen. Es beseitigt alle Hindernisse, ebnet den Weg zur Tugend und macht ihn leicht für den, der sucht" (Theolept v. Philadelphia).
"Das Jesusgebet nimmt die Leidenschaften hinweg, bringt Freude und Fröhlichkeit" (Gregor vom Sinai).
„Setze dich in ein ruhiges Zimmer, sammle deinen Geist aus seiner gewöhnlichen Zerstreuung und gib dich dem Jesusgebet hin" (Kallistus und Ignatius).
Wann soll man das Jesusgebet beten? Der Apostel Paulus sagt: „Betet ohne Unterlass" (1Thess 5,17).
In der Versuchung ruft Jesus uns zu: „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch Ruhe geben"( Mt 11,28).
In der Bestürzung beruhigt Jesus den Sturm: „Warum seid ihr so furchtsam, ihr Kleingläubigen?" (Mt 8,26).
In der Einsamkeit bleibt der Herr bei uns: „Bleibt in MIR und ICH bleibe in euch" (Joh 15,4).
In der Stille offenbart Jesus seine Geheimnisse: „Du aber geh, wenn du betest, in dein Kämmerlein" (Mt 6,6).
In der Krankheit kommt Jesus, um uns zu heilen: „Da hatte Jesus Erbarmen mit ihnen und berührte ihre Augen, und alsbald sahen sie wieder" (Mt 20, 34).
In der Unruhe lehrt uns Jesus die Hingabe: „Vater, in Deine Hände befehle ich meinen Geist" (Lk 23, 46).
In der Trauer sendet Jesus den Tröster: „Wie die Leiden Christi überaus reichlich über uns kommen, so ist durch Christus auch unser Trost überaus reichlich" (2 Kor 1,5).
In der Dürre ist Jesus das durststillende Wasser: „Wenn jemand dürstet, komme er zu mir und trinke" (Joh 7,37).
In der Gefühllosigkeit und im Hochmut ist Jesus der Meister: „Lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig" (Mt 11,29).
In Erschöpfung und Müdigkeit gibt sich Jesus zur Nahrung: „Ich bin das Brot des Lebens" (Joh 6,48).
In den Dunkelheiten des Geistes erleuchtet uns Jesus: „Ich bin als Licht in die Welt gekommen" (Joh 12,46).
In Sorge und Verwirrung gibt Jesus seinen Frieden: „Meinen Frieden gebe ich euch" (Joh 14,27).
In der Traurigkeit gibt Jesus seine Freude: „Bis jetzt habt ihr noch nie um etwas in meinem Namen gebeten. Bittet, so werdet ihr empfangen, damit eure Freude vollkommen sei" (Joh 16,24).
Im Zweifel schenkt Jesus den Glauben: „Und alles, was ihr im Gebet gläubig erbittet, werdet ihr empfangen" (Mt 21,22).
In Angst und Misstrauen schenkt Jesus das Vertrauen: „Seid getrost, ich bin es; fürchtet euch nicht" (Mt 14,27).
In der Verzweiflung gibt Jesus die Hoffnung: „Bittet, so wird euch gegeben werden" (Mt 7,7).
In den Konflikten und im Hass bringt Jesus die Liebe: „Wie mich der Vater geliebt hat, habe auch ich euch geliebt. Bleibet in meiner Liebe" (Joh 15,9).
Jesus schenkt uns die Zusicherung, dass wir in Gott geborgen sind: „Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er bleibt in Gott" (1 Joh 4,15).
Jesus schenkt uns neues Leben: „Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren" (1 Joh 5,1).

So können wir nur dankbar bekennen und aus diesem Bekenntnis durch das Jesusgebet leben:
"Wir haben geschaut und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt" Joh 4,14).