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Gebet an Fasttagen

"Maria fordert uns auf: „Ich möchte, dass die Menschen in diesen Tagen mit mir und das in möglichst großer Anzahl, dass sie mittwochs und freitags streng fasten; dass sie jeden Tag wenigstens den Rosenkranz beten: die freudenreichen, die schmerzhaften und die glorreichen Geheimnisse…“ Botschaft vom 14. August 1984.
Herr und Gott, Schöpfer der ganzen Welt und mein Schöpfer! Ich danke Dir heute, dass Du alles auf der Welt so herrlich eingerichtet hast. Dank sei Dir, dass Du der Erde Fruchtbarkeit geben hast, damit sie alle Arten von Früchten hervorbringt. Ich danke Dir für die Nahrung, die aus den Früchten der Erde gewonnen wird. Vater, ich freue mich über alles, was Du erschaffen hast, ich freue mich über die Früchte der Erde, und ich danke Dir. Ich danke Dir, dass Du uns so erschaffen hast, wie wir sind, dass wir das tägliche Brot und den täglichen Trank brauchen.
Vater, ich danke Dir, dass Du meinen Organismus so erschaffen hast, dass er die Früchte der Erde verwerten und dadurch wachsen kann. Nur so können wir leben und Dir dienen. Ich danke Dir, Vater, für jene Menschen, die mit ihrer Arbeit neue Möglichkeiten des Lebens auf der Erde schaffen. Ich danke für jene, die viel haben und den anderen viel geben. Ich danke Dir für jene, die, während sie das irdische Brot essen, nach dem himmlischen Brot hungern. Ich danke auch für diejenigen, die heute nichts zu essen haben und denen Du durch gute Menschen Hilfe sendest.
Vater, ich habe beschlossen, heute zu fasten. Ich verachte dadurch Deine Gaben nicht. Ich verzichte nicht auf sie, sondern ich möchte sie eher neu entdecken. Ich habe mich zum Fasten entschlossen, weil auch Deine Propheten gefastet haben, weil Dein Sohn Jesus Christus, Seine Apostel und Jünger gefastet haben.
Ich faste besonders deshalb, weil Deine Dienerin, die Mutter Maria, ebenfalls gefastet hat. Sie hat mich zum Fasten aufgerufen:
„Liebe Kinder! Heute lade ich euch ein, mit dem Fasten zu beginnen. Nehmt diese Bußübung von Herzen gerne auf euch! Es gibt viele Menschen, die fasten, aber nur deswegen weil es die anderen auch tun. Es ist bei uns zu einer Gewohnheit geworden, die niemand brechen möchte. Ich bitte die Pfarrangehörigen, dass alle aus Dankbarkeit fasten mögen, weil mir Gott erlaubt hat, so lange in dieser Pfarrei zu verweilen. Liebe Kinder, fastet und betet mit dem Herzen! Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“  (Botschaft vom 20. September 1986).
Vater, ich opfere Dir heute diesen Fasttag. Durch das Fasten möchte ich die Fähigkeit erlangen, auf Dein Wort zu hören und danach zu leben. Ich möchte durch diesen Fasttag lernen, mich Dir zuzuwenden auch dann, wenn mich so viele Dinge in meiner Umgebung von Dir ablenken. Durch dieses Fasten, das ich freiwillig auf mich nehme, bitte ich Dich für jene, die Hunger haben und durch den Hunger aggressiv geworden sind.
Ich opfere Dir dieses Fasten für den Frieden in der Welt. Die Kriege kommen deswegen, weil wir oft an den materiellen Dingen hängen und ihretwegen bereit sind, einander zu töten. Vater, ich opfere Dir diesen Fasttag für jene, die von der Sorge um materielle Dinge ganz erfüllt sind und keine anderen Werte mehr kennen.
Ich bete für jene, die in Konflikten leben, weil sie nur das sehen, was sie haben, und für andere Werte blind geworden sind. Vater, öffne uns durch dieses Fasten die Augen für das, was Du uns schenkst, für alles, was wir haben. Es tut mir leid, dass die Blindheit auch meine Augen erfasst hat, und dass ich für die Güter, die ich habe, nicht mehr dankbar bin. Ich bereue, dass ich den Wert der materiellen Güter falsch eingeschätzt und sie missbraucht habe. Befähige mich durch dieses Fasten, Dich und die Menschen in meiner Umgebung besser zu sehen. Gib mir auch die Fähigkeit, Dein Wort besser zu hören. Durch das Fasten soll heute die Liebe zu Dir und zu meinem Nächsten in mir wachsen.
Vater, ich habe beschlossen, heute zu fasten, weil ich weiß, dass dadurch in mir die Sehnsucht nach Dir wachsen wird. Freudig und dankbar denke ich an die Worte Deines Sohnes: "Selig, die arm sind vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich.“ Vater, mache mich arm vor Dir. Gib mir die Gnade, durch dieses Fasten erfahren zu können, wie sehr ich Dich brauche. Gib, dass durch das Fasten die Sehnsucht nach Dir wächst, dass mein Herz nach Dir verlangt, wie sich der Hirsch nach lebendigen Wasserquellen und die Wüste nach dem Regenwasser sehnt.
Vater, ich bitte Dich besonders, dass ich durch das Fasten jene Menschen besser verstehe, die hungern und dürsten, die nicht genug materielle Güter besitzen. Hilf mir, dass ich sehe, was ich von alledem, was ich besitze nicht brauche, dass ich darauf verzichten kann zugunsten meiner Brüder und Schwestern, die Mangel leiden.
Mein Vater, ich bitte  Dich besonders, gibt mir die Gnade, dass ich mir dessen bewusst werde, auf dieser Welt nur ein Pilger zu sein und im Augenblick meines Überganges in die andere Welt außer meiner Liebe und der guten Taten nichts mitnehmen zu können. Das Bewusstsein möge in mir wachsen, dass nichts mir gehört, auch wenn ich etwas besitze, dass ich alle irdischen Güter bekommen habe, damit ich sie treu verwalte. Vater, durch das Fasten, gib mir die Gnade der Demut und eine immer größerer Bereitschaft, Deinen Willen zu erfüllen. Reinige mich von Selbstsucht und Hochmut.
Durch dieses Fasten reinige mich von meinen schlechten Gewohnheiten und beruhige meine Leidenschaften. Gib, dass ich ein tugendhafter, guter Mensch werde. Durch das Fasten sollen sich die Tiefen meiner Seele vor Deiner Gnade auftun. Reinige mich, ergreife mich und erfülle mich ganz!
Hilf mir, dass ich in allen Verlockungen zur Sünde und in allen Versuchungen Deinem Sohne ähnlich bin, dass ich allen Versuchungen widerstehen kann, dass ich Dir von Tag zu Tag treuer diene und Dein Wort suche.
Maria, Du warst  in Deinem Herzen frei, Du hast nur einen einzige Bindung gekannt: den Willen des Vaters. Erbitte für mich heute die Gnade des fröhlichen Fastens, dass mein Herz den ganzen Tag mit Dir ein Dankeslied singen kann. Erbitte für mich die Gnade, dass mein Entschluss zu fasten fest sei und ich standhaft bleibe. Alle Schwierigkeiten und den Hunger, den ich heute empfinden werde, opfere ich für die ganze Menschheit. Maria, bitte für mich! Durch Deine Fürsprache und durch deinen Schutz halte von mir alles Böse und jede Versuchung des Satans fern. Maria, lehre mich zu fasten und zu beten, dass ich von Tag zu Tag Dir und Deinem Sohne Jeus im Heiligen Geiste ähnlicher werde. Amen."

Quellennachweis: aus „ Betet mit dem Herzen“, Pater Slavko Barbaric