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Fasten seat belt - ein Wort zur Fastenzeit!

Fasten seat belt - ein Wort zur Fastenzeit!

In diesen Tagen der Fastenzeit bereiten wir uns auf Ostern vor - auf die Begegnung mit dem Auferstandenen. Was ist das Ziel der Fastenzeit? Auf was muss ich achten? Eine Hilfe dazu soll uns dieser kurze Fastenimpuls von Pfr. Gerhard Viehauser sein!


„Fasten seat belt", so lautet die Durchsage im Flugzeug vor dem Start und vor der Landung. Es ist das Zeichen für Anschnallen. Der Gurt am Sitz wird entsprechend, nicht zu fest und nicht zu schwach angeschnallt. Die Dosis der Festigkeit wählt der Passagier selber. Es ist nicht wie beim Auto, wo ein Gurtmechanismus den Halt bestimmt. Bei angelegtem Sicherheitsgurt ist der Passagier im Falle von Turbulenzen relativ gesichert und es gibt auch psychisch einen Halt. Beim Flug wird empfohlen, angeschnallt zu bleiben. Fasten – anschnallen, sichern und los geht's.
Schnallen wir uns geistlich an!
In der Fastenzeit geht es um Ähnliches. Wir schnallen uns geistig an gegen Wankelmütigkeit und Ablenkungen. Zeitweise darf ein wenig gelockert werden, doch grundsätzlich wird empfohlen, angeschnallt zu bleiben, den Gürtel nicht abzulegen. In Lk 12,35 wird uns geraten: "Legt euren Gürtel nicht ab, und lasst eure Lampen brennen! Die Dosis der Festigkeit für den angeschnallten Gürtel wählen wir selber. Es wird uns nicht ein strangulierender Gurt angelegt. Wir haben die Freiheit, ob und wie fest wir uns geistig anschnallen.
Stellen wir uns der Wahrheit
Der geistige Sicherheitsgurt wird uns angeboten und wir sind frei, uns zu gürten oder nicht. Eph 3,14 fordert unsere Freiheit heraus und ermutigt uns: Seid standhaft! Gürtet euch mit Wahrheit. Die Wahrheit macht uns frei. Das Fasten ist so ein Gürten und wir werden mit unserer Wahrheit konfrontiert. Je mehr wir bereit sind, uns unserer Wahrheit über unser Leben zu stellen im Gebet, in Werken der Liebe und in Mäßigung beim Konsum, desto mehr sind wir eingeübt auf das, was der Herr an uns tun will. Zu Petrus hat Er gesagt: Ein anderer wird dich gürten und dich führen. Dieser Andere ist der Auferstandene Herr selber. Die Fastenzeit ist eine Einübung und Vorbereitung auf so eine Begegnung mit Jesus dem Auferstandenen zu Ostern.
Gehen wir über die gewohnte Pflicht hinaus!
Einen Tipp für die Fastenzeit habe ich beim Mönchsvater Benedikt von Nursia gelesen. Er lautet: Gehen wir in diesen Tagen über die gewohnte Pflicht unseres Dienstes hinaus durch besonderes Gebet und durch Verzicht beim Essen und Trinken. So möge jeder über das ihm zugewiesene Maß hinaus aus eigenem Willen in der Freude des Heiligen Geistes Gott etwas darbringen, … er verzichte auf Geschwätz und Albernheiten. Mit geistlicher Sehnsucht und Freude erwarte er das heilige Osterfest.
Freunde, es geht um viel in der Fastenzeit, nutzen wir diese Zeit, sie ist eine Zeit der Gnade!
Von Pfr. Gerhard Viehauser, Loretto-Gemeinschaft

Quellennachweis: 'medjugorje aktuell' Nr. 101/2015