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Sonntag zur Göttlichen Barmherzigkeit

Ein unermesslicher Reichtum ist der Kirche und uns Gläubigen durch die Offenbarungen über die Barmherzigkeit Gottes an Sr. Faustyna Kowalska geschenkt. Im Jahr 2000 hat unser verstorbener Hl. Vater, Papst Johannes Paul II., den Sonntag nach Ostern offiziell zum Barmherzigkeitssonntag erklärt.

Eine Zusammenfassung aus den Offenbarungen Jesu an die hl. Sr. Faustyna Kowalska:
Das Fest der Barmherzigkeit nimmt unter allen Andachtsformen, die Sr. Faustyna offenbart worden sind, den höchsten Rang ein. Jesus spricht seinen Wunsch, dieses Fest einzusetzen, erstmals am 22. Februar 1931 aus: „Ich wünsche ein Fest der Barmherzigkeit. Ich wünsche, dass das Bild,… am ersten Sonntag nach Ostern feierlich geweiht wird. Dieser Sonntag soll das Fest der Barmherzigkeit sein." (49) Jesus verspricht all jenen, die dieses Fest in der von ihm gewünschten Art und Weise feiern, ganz außergewöhnliche Gnaden. Die Verheißungen zeigen die Bedeutung dieses Festes: „Ich wünsche, dass das Fest der Barmherzigkeit Zuflucht und Unterschlupf für alle Seelen wird, besonders für die armen Sünder. An diesem Tag ist das Innere Meiner Barmherzigkeit geöffnet; Ich ergieße ein ganzes Meer von Gnaden über jene Seelen, die sich der Quelle Meiner Barmherzigkeit nähern. Jene Seele, die beichtet und die Hl. Kommunion empfängt, erhält vollkommenen Nachlass der Schuld und der Strafen. An diesem Tag stehen alle Schleusen Gottes offen, durch die Gnaden fließen. Keine Seele soll Angst haben, sich Mir zu nähern, auch wenn ihre Sünden rot wie Scharlach wären." (699)

Es muss auch die Tat hinzukommen
Um diese verheißenen Gaben empfangen zu können, muss der Gläubige sein ganzes Vertrauen auf die göttliche Barmherzigkeit setzen, die Hl. Beichte als Vorbereitung auf das Osterfest empfangen und am Barmherzigkeitssonntag kommunizieren. Er muss sich aber auch - nach den Worten Jesu - bemühen, selbst barmherzig zu sein: „Ich gebe dir drei Möglichkeiten, dem Nächsten Barmherzigkeit zu erweisen: in der Tat; im Wort und im Gebet. In diesen drei Stufen ist die Fülle der Barmherzigkeit enthalten; sie ist ein unumstößlicher Beweis der Liebe zu Mir. So preist und verehrt die Seele Meine Barmherzigkeit. Ja, der erste Sonntag nach Ostern ist das Fest der Barmherzigkeit, aber es muss auch die Tat hinzukommen ... denn auch der stärkste Glaube hilft nichts ohne Taten." (742)
Sr. Faustyna war bereit, jedes Opfer zu bringen, damit der Kirche dieses Fest geschenkt wird. In Polen wird es bereits seit dem 15. Februar 1995 offiziell begangen. Am Tag der Heiligsprechung Sr. Faustynas, am 30. April 2000, ist es dann für die Weltkirche soweit. Papst Johannes Paul II. erklärt offiziell während der Predigt: „ Der zweite Sonntag in der Osterzeit wird von nun an in der ganzen Kirche den Namen 'Barmherzigkeitssonntag' tragen."

Die Stunde der Barmherzigkeit
Im Oktober 1937 gab Jesus Sr. Faustyna in Krakau die Weisung, Seine Sterbestunde zu verehren: „Um drei Uhr flehe Meine Barmherzigkeit an, besonders für die Sünder ... Das ist die Stunde der großen Barmherzigkeit für die Welt." (1320) „In dieser Stunde versage Ich nichts der Seele, die Mich durch Mein Leiden bittet." (1320) Und einige Monate später spricht Jesus erneut über diese Stunde: „Ich erinnere dich daran, Meine Tochter, dass du, sooft du die Uhr die dritte Stunde schlagen hörst, dich ganz in Meine Barmherzigkeit versenkst, sie verherrlichst und sie preist. Rufe ihre Allmacht herab für die ganze Welt, besonders aber für die armen Sünder, denn jetzt steht sie für jede Seele weit geöffnet." (1572) Jesus erklärte auch, wie man diese Stunde begehen soll: „Vertiefe dich wenigstens kurz in Mein Leiden, vor allem in Meine Verlassenheit während des Sterbens." (1320) „Meine Tochter, bemühe dich in dieser Stunde, den Kreuzweg abzuhalten. Wenn dir das aber nicht möglich ist, dann gehe für eine Weile in die Kapelle und verehre Mein Herz, das voller Barmherzigkeit im Allerheiligsten Altarsakrament verweilt. Falls dir auch das nicht möglich ist, versenke dich, wenn auch nur kurz, ins Gebet, an dem Ort, wo du gerade bist." (1572) Dann, so verspricht er, „kannst du alles für dich selbst und für andere erbitten" Denn „in dieser Stunde kam die Gnade für die ganze Welt" (1572)

Der Rosenkranz zur göttlichen Barmherzigkeit
Jesus verspricht, „durch dieses Gebet alles zu schenken, worum man Mich bittet, wenn es mit Meinem Willen übereinstimmt" (1731) „Welch große Gnaden werde Ich den Seelen verleihen, die diesen Rosenkranz beten werden. Das Innerste Meiner Barmherzigkeit bewegt sich für diejenigen, die dieses Gebet beten." (848) Das Versprechen, dass Gott alles schenkt, worum man ihn durch dieses Gebet bittet, erfährt Sr. Faustyna immer wieder. Im Sommer 1938 schreibt sie in ihr Tagebuch: „Heute wurde ich von einem gewaltigen Gewitter geweckt. Der Wind tobte, und der Regen fiel wie bei einem Wolkenbruch, fortwährend schlugen Blitze ein. Ich begann zu beten, dass das Gewitter keinen Schaden anrichtet. Da hörte ich die Worte: 'Bete das Gebet zur Barmherzigkeit, das Ich dir beigebracht habe, und das Gewitter wird vergehen.' Ich fing sofort an zu beten und hatte noch nicht geendet, da hörte das Gewitter plötzlich auf." (1731)

Eine glückliche Sterbestunde
Jede Seele, die dieses Rosenkranzgebet betet, verteidige ich in der Stunde des Todes wie Meine Ehre." (811) Sie erfährt in dieser Stunde Meine große Barmherzigkeit." (687)
Diese Verheißung gilt in gleicher Weise, wenn andere für Sterbende beten: „Wenn dieses Gebet bei Sterbenden gebetet wird, umfängt die Seele unergründliche Barmherzigkeit." (811) Dann „werde Ich zwischen Meinem Vater und dem Sterbenden nicht als gerechter Richter stehen, sondern als barmherziger Erlöser" (1541) Vor allem ruft Jesus die Priester auf, diesen Rosenkranz für die Sünder zu beten und ihn beten zu lehren: „Die Priester werden ihn den Sündern als letzten Rettungsanker reichen. Sollte es der verstockteste Sünder sein - falls er nur einmal diesen Rosenkranz betet, wird ihm die Gnade Meiner unendlichen Barmherzigkeit zuteil (687) ... und die Stunde seines Todes wird glücklich sein." (1541) Auch Sr. Faustyna darf die Auswirkungen dieses Gebetes bei Sterbenden in ergreifender Weise erleben. Am 3. Februar 1938 bittet Jesus: „Meine Tochter, hilf Mir, einen bestimmten sterbenden Sünder zu retten; bete für ihn das Rosenkranzgebet zur Barmherzigkeit, das Ich dich gelehrt habe." (1565) Während sie tat, was Jesus von ihr wünschte, erinnerte sie ihn an sein Versprechen, das er ihr für die Sterbenden gegeben hatte, wenn für diese Seine Barmherzigkeit angerufen wird: „die Stunde seines Todes wird glücklich sein". (1541)

(Anmerkung: Die Nummern beziehen sich auf die Stellen im Tagebuch von Sr. Faustyna, deren Auszüge hier veröffentlicht wurden)

Wie betet man diesen Rosenkranz

Jesus erklärt es selbst:
Du wirst ihn ... wie den üblichen Rosenkranz beten, und zwar:
„Zuerst ein 'Vater unser' und ein 'Gegrüßet seist Du, Maria' und das 'Glaubensbekenntnis'
anschließend - an den Vater-unser-Perlen - die Worte:
Ewiger Vater, ich opfere Dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, zur Sühne für unserer Sünden und die Sünden der ganzen Welt.
An den kleinen Perlen wirst du wie folgt beten:
Durch Sein schmerzhaftes Leiden, habe Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.
Zum Schluss wirst du dreimal die Worte wiederholen:
Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott, hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt." (476)

„Seelen, die sich auf Meine Barmherzigkeit berufen, bereiten Mir Freude. Solchen Seelen erteile Ich mehr Gnaden, als sie sich wünschen." (1146)

Novene zur Göttlichen Barmherzigkeit.

Quellennachweis: "medjugorje aktuell" Nr. 77