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Praktische Ratschläge

Zehn praktische Ratschläge zur ewigen Anbetung

1. Du bist eingetreten in diese Kirche, in der du Jesus in der eucharistischen Gegenwart begegnest. Kehre jetzt ein in dein Herz, in den innersten Teil deines Wesens.

2. Es ist still um dich herum. Mache Stille in dir. Bringe alle Stimmen, die in dir sind, zum Schweigen. Geh nicht deinen unnützen Gedanken nach. Behalte deine Probleme, deine Sorgen, deine Ängste nicht für dich, sondern schenke sie Jesus. Während dieser Anbetung kümmere dich nur um IHN und ER wird sich um dich sorgen, viel besser als du es selbst tun könntest. Bitte IHN um die Gnade der Hingabe und des Vertrauens.

3. Blicke auf Jesus in der Eucharistie. Lass dein Herz beginnen zu reden, das heißt: beginne den zu lieben, der uns zuerst geliebt hat.

4. Vermeide es, Gebete nur mit den Lippen auszusprechen, ohne dich bei deren Worten aufzuhalten. Vermeide es, die Seiten der Heiligen Schrift eine nach der anderen während deiner ganzen Gebetszeit durchzulesen. Tritt ein in das Gebet des Herzens. Wähle einen Vers eines Psalms, einen Satz aus dem Evangelium, ein kleines einfaches Gebet und wiederhole es mit dem Herzen, leise und ununterbrochen, bis es dein Gebet, dein Schrei, deine Bitte wird. Du kannst das Gebet auswählen, das sich für deine aktuelle Situation am besten eignet. Zum Beispiel:
Herz Jesu, ich vertraue Dir. / Mein Vater, ich schenke mich Dir. / Jesus, Sohn des lebendigen Gottes, erbarme Dich meiner. / Jesus, ich liebe Dich. / Du bist mein Hirte. / Du bist bei mir, Jesus, mild und sanftmütig von Herzen, bilde mein Herz nach Deinem Herzen. / Jesus, Jesus!

5. Verbringe diese ganze Zeit nicht mit Jammern oder nur mit Bitten. Steige ein in den Lobpreis, in die Dankbarkeit. Anstatt darüber nachzudenken, was dir fehlt, lobe und preise den Herrn für das, was du bist und für das, was du hast. Lobe den Herrn für das, was dir morgen gegeben wird.

6. Die Müdigkeit kann dich überfallen und du kannst durch Zerstreutheit die Aufmerksamkeit verlieren. Habe Mut, wieder mit dem Gebet des Herzens zu beginnen, ganz sanftmütig. Erbitte die Hilfe des Heiligen Geistes, damit Er dir in deiner Schwachheit zu Hilfe eilt und immer mehr dein innerer Lehrer wird.

7. Jesus ist in der Mitte der Kirche. Er will auch in der Mitte deines Lebens sein. Indem du IHN betrachtest, lerne immer mehr vom „Ich“ zum „Du“ hinüberzugelangen von deinem Willen, deine eigenen Pläne zu verwirklichen, zum Wunsch und zum Empfangen Seines Willens für dich.

8. Er ist feierlich ausgesetzt. Empfange das Licht, das aus Seiner Gegenwart strömt. So wie die Sonne Wärme ausstrahlt und den Schnee zum Schmelzen bringt, so wird ER, wenn du dich IHM aussetzt, auch deine Dunkelheiten, welche dein Herz umhüllen, erleuchten, bis sie ganz verschwinden.

9. Er verbirgt sich in der armen und einfachen Gestalt des Brotes. Er kommt zu dir als Armer, damit du lernst, in aller Wahrheit deine Armut und die deiner Brüder anzunehmen.

10. Du bist in der Stille, bleibe in der Stille. Maria, der Morgenstern und das Himmelstor, ist auf deinem Weg neben dir; sie zeigt dir deinen Weg und führt dich in das Königsgemach. Sie ist es, die dich in der Stille lehrt, die Gegenwart der Dreifaltigkeit in dir zu entdecken, indem du Jesus betrachtest. Und du wirst in deinem Leben das Wort des Psalms erfahren: „Blickt auf zu ihm, so wird euer Gesicht leuchten, und ihr braucht nicht zu erröten.“ (Ps 34,6)

Quellennachweis: PUR spezial  "Ganz nah bei Jesus" 2/2014