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Betrachtungen zur Botschaft

Monats Botschaft vom 25. August 1992

"Liebe Kinder!

Heute möchte ich euch sagen, daß ich euch liebe. Ich liebe euch mit meiner mütterlichen Liebe und rufe euch auf, daß ihr euch mir ganz öffnet, damit ich durch jeden von euch die Welt bekehren und retten kann, in der es viel Sünde gibt und viel von dem, was nicht gut ist. Deshalb, meine lieben Kinder, öffnet euch mir ganz, damit ich euch mehr zu dieser wunderbaren Liebe Gottes, des Schöpfers, führen kann, der sich euch von Tag zu Tag offenbart. Ich bin mit euch und möchte euch Gott, der euch liebt, offenbaren und zeigen. Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

Monats Botschaft vom 25.08.1992 , an Seherin Marija Pavlovic-Lunetti

Ich schreibe diese Betrachtungen in England, wo Ivan und ich an einer Woche von Gebetstreffen teilnehmen. Viele Menschen sind gekommen und viel Gutes geschieht. Dafür sind wir sehr dankbar. Über 6.000 Menschen versammelten sich zu einem langen Nachmittag am 29. August in Aylesford, einem Karmeliterkloster und Wallfahrtszentrum in der Nähe Londons und es herrschte eine gute Gebetsatmosphäre. Nach der Erscheinung gab uns Ivan diese Botschaft:

„Liebe Kinder! Ich bin glücklich, dass Ihr so zahlreich gekommen seid. Meine lieben Kinder, ich bringe euch Frieden, damit ihr ihn den anderen bringen könnt. Ich bringe euch Freude, damit ihr sie den anderen bringen könnt. Ich bringe euch Liebe, damit ihr sie den anderen bringen könnt. Ich wünsche, dass das Familiengebet in diesen Zeiten erneuert werde und dass ihr für den Frieden betet.“
Zuhause wütet der Krieg mit voller Wucht und er findet jeden Tag neue Opfer. Es gibt mehr Tote, mehr Verwundete und mehr Zerstörung. Die Feindseligkeiten vertiefen sich und die verbliebenen Freundschaften zerbrechen. Die tapfersten Hoffnungen werden aufgegeben, und es droht die Zerstörung einiger Gebiete, Landschaften und ethnischer Gruppen. Kaum jemand könnte das Ende dieses brutalen Krieges mit einer positiven Haltung erwarten und niemand wagt eine Vorhersage, wie er enden wird. Die Weltgemeinschaft zeigt sich in ihrer Schwäche oder stellt sich sogar auf die Seite des Aggressors. Damit unterstützt sie den Konflikt und bewirkt, dass eine Lösung immer schwieriger zu erreichen ist. Sie heizt den Krieg weiter an und schafft Raum für dessen Fortdauer. Viele, die durch den Krieg betroffenen sind, sind zutiefst enttäuscht über diese Haltung der Weltmächte. Schließlich hatte man von ihnen eine schnelle und gerechte Lösung erwartet. Die schlechte Reaktion der Welt hat sicherlich dazu beigetragen, dass die Serben ihre  Konzentrationslager errichten konnten, in denen alle erdenklichen Menschenrechte missachtet und verletzt werden. Nicht einmal diese Tatsache konnte die Mächtigen der Welt dazu bringen, die Aggressoren und ihre Taten augenblicklich zu stoppen. Sie sollten ein Volk beschützen, dessen Armee ihm die Waffen gestohlen hat, und die nun mit denselben Waffen dieses Volk vernichtet. Das ist traurig und es kostet das demokratische Europa und die USA, die das zugelassen haben, zu viel. Die Botschaft der Muttergottes bezieht sich immer klarer auf das, was Sie schon viele Jahre zuvor gesagt hatte: dass Kriege durch Gebet und Fasten verhindert werden können. Alle demokratischen Werte, alle internationalen  Abkommen, alle menschlichen Werte werden durch das Verhalten des Aggressors missachtet. Die Kleinen und die Heimatlosen, die so viel leiden, fragen sich: „Wie lange denn noch?“ Niemand weiß darauf eine Antwort. Uns bleibt das Gebet und daher ist eine breit angelegte Gebetsaktion gestartet worden. Sie hat am 15. August begonnen und wird bis zum 7. Oktober dauern. Wir beten, dass Gott uns durch Maria das Wunder des Friedens zwischen diesen beiden Marienfesten gewähren möge. Bitte unterstützt uns. Betet jeden Tag den Rosenkranz, fastet zweimal die Woche für die Anliegen Mariens; dadurch wird gleichzeitig die Anzahl derer, die gläubig im Gebet durchhalten, größer und stärker werden. Die Lage in der Herzegowina oder zumindest um Medjugorje, ist relativ gut. Dort ist der Krieg noch nicht vorbei, aber da die Front weiter weg verläuft, kann man doch von einem fast normalen Leben sprechen. Medjugorje beginnt wieder zu leben. Dafür sei Gott durch Maria gepriesen! Seit Juli 1991 hat Maria auf die eine oder andere Weise in jeder Ihrer Botschaften den Frieden erwähnt. Ihre Hauptgedanken waren, dass der Friede gefährdet sei, dass wir in dieser Situation durch Gebete helfen können, dass das, was geschehen wird, von unseren Gebeten abhängt und dass wir zu wenig beten. Diese letzte Botschaft wurde uns vor der Krise im Persischen Golf gegeben. In einer Ihrer Botschaften hat Maria sogar gesagt, wir müssten wachsam sein, weil Satan die Natur zusammen mit der ganzen Welt vernichten will. Die Botschaft dieses Monats ist eine der wenigen, in der Maria nicht vom Frieden spricht, sondern in Ihrer mütterlichen Art über die Liebe:

Heute möchte ich euch sagen, dass ich euch liebe
Im täglichen Sprachgebrauch der kroatischen und islamischen Medien begegnen uns die Worte: „Eingreifen, um die Aggression zu stoppen.“ Die große Vernichtung geht weiter und verursacht unglaubliches Leid. Jeder Mund schreit: „Hilfe! Hört auf! Stoppt den Aggressor! Nehmt dem Aggressor die Waffen weg!“ Und die Welt reagiert immer noch nicht. Sie scheint blind und taub zu sein. Sicherlich gibt es in der restlichen Welt Menschen, die diese Schreie wiederholen, aber Hilfe kommt immer noch nicht. Viele fragen sich, wie so etwas möglich sein kann. Man kann viele Antworten finden und sie bis zum Erbrechen analysieren, aber für alle Antworten gibt es nur eine Grundlage: Der Welt fehlt die mütterliche Liebe! Die heutige Welt ist selbst der schlimmste Aggressor gegen das menschliche Leben. Menschliches Leben, das Leben in und von der Natur wird angegriffen und zerstört.

Ich liebe euch mit meiner mütterlichen Liebe und rufe euch auf, dass ihr euch mir ganz öffnet, damit ich durch jeden von euch die Welt bekehren und retten kann, in der es viel Sünde gibt und viel von dem, was nicht gut ist
Diese Worte sind die Antwort auf alle Fragen. Die mütterliche Liebe ist die Liebe, die die Bedingungen für das Leben schafft, das Leben schützt, das Leben achtet, das Leben liebt und es vor Zerstörung bewahrt. Diese Liebe scheint machtlos zu sein und sucht diejenigen, die helfen wollen. Jeder, der auf dem falschen Weg ist, braucht die Umkehr, da er sich auf dem falschen Weg in große Gefahr begibt und letztendlich selbst zerstört. Umkehr ist der Weg zum Leben, zum Licht, zum Frieden und zu Gott. Sich nicht bekehren zu wollen bedeutet, auf dem Weg zur Zerstörung, zur Finsternis, zum Tod und zum Teufel zu bleiben. Mit anderen Worten bedeutet das, dass Maria jeden von uns aufruft, einzugreifen und uns als Aggressoren zu erkennen, und mit der Aggression aufzuhören, mit der wir unser eigenes Leben und das Leben der anderen um uns zerstören. Das alles wird geschehen, wenn wir uns zur mütterlichen Liebe  bekehren. Dies ist eine marianische Zeit. Die Muttergottes ist die Frau, die Mutter und die Jungfrau, die in sich alle Werte des menschlichen Lebens verkörpert. Sie kann uns nicht nur den Weg zeigen, sondern Sie kann uns auch auf dem Weg beistehen und uns lehren. Sie braucht jeden Einzelnen von uns und dann kann Leben gerettet werden. Auch wenn die Intervention durch Menschen für viele zu spät kommt - wie in Kroatien und Bosnien-Herzegowina - wird  Leben doch gerettet. Unser Glaube sagt uns, dass das Leben nicht genommen, sondern verwandelt wird. Wir beten mit Maria, dass alle Opfer der Gewalt und der Kriege durch alle Zeiten der Menschheitsgeschichte hindurch dies erfahren mögen, auch zusammen mit denen, die in einem geschichtlichen Zeitpunkt Gewalt und Macht ausgeübt haben. Sie haben sich die Freiheit herausgenommen, höhere Stellungen einzunehmen, die Grenzen ihrer Staaten zu erweitern und sie haben sich schließlich erlaubt, dafür viele Menschen zu töten. Möge Mariens mütterliche Liebe es allen Menschen, allen Familien, allen Nationen und der Kirche selbst ermöglichen, ein neues Herz zu empfangen und dadurch auch ein neues Verhaltensmuster. In dieser Botschaft spricht Maria als die Mutter, die sich für die Rettung des Lebens Ihrer Kinder einsetzt. Sie spricht von Liebe und davon, dass vieles in dieser Welt chaotisch ist. Jedem ist bewusst, dass sich immer mehr Sünde und schlechte Dinge in der Welt anhäufen. Die erste Sünde ist eine Entfernung von Gott. Gott will den ersten Platz im Leben Seiner Kinder - aller Menschen - einnehmen, um sie zu führen, sie zu erleuchten und sie zu retten. Viele sind abgefallen. Wenn wir uns erst einmal vom Licht, vom Leben, von der Wahrheit und von der Liebe abgewendet und uns dem Negativen, der Sünde und der Isolation geöffnet haben, dann findet die Zerstörung kein Ende mehr. Es genügt, einen Blick auf das Familienleben, das Leben der Jugend, die verschiedenen Gruppierungen innerhalb der Kirche und auf die Welt im allgemeinen zu werfen. Hunger, Ungerechtigkeit, Gewalt, Hass, Konflikte, Drogen und Alkohol, Perversion des menschlichen Verhaltens auf vielen Ebenen und Abtreibung herrschen vor. Man kann sagen, dass die Welt sehr verschmutzt  ist. Die Mutter, die für die Welt verantwortlich  ist, ruft  uns auf, Ihr zu helfen, die Welt wieder zu einem Ort zu machen, an dem man leben kann. Die verdrehte kommunistisch- atheistische Ideologie hat viel an menschlichen Grundvoraussetzungen zerbrochen und noch vieles mehr zerstört. Der Materialismus hat in vielen Herzen Gott den ersten Platz weggenommen. So kann es nicht weitergehen. Maria ist die Königin dieser Welt! Sie kommt und hilft uns. Sie richtet nicht, sondern ruft uns in einer mütterlichen Weise auf, einander zu helfen. Sie, als Mutter der Kirche, will der Kirche zu einem besseren Selbstverständnis verhelfen, damit sie dann ihre Aufgabe in der Welt übernehmen kann. Die Kirchen müssen einen Weg zueinander finden. Die Auseinandersetzungen zwischen den Kirchen, den verschiedenen Gruppierungen innerhalb der Kirche, ja sogar zwischen denen, die die Botschaft von Medjugorje annehmen, führen zu einem Mangel an Einheit. Unterschiedlich zu sein, sollte kein Problem sein, weil es uns bereichern kann. Nur die mütterliche Liebe jubelt über jedes Kind, das als Geschenk und nicht als Bedrohung angenommen wird. Obwohl all das, was nicht gut ist, gereinigt werden muss, können wir, die wir diese Botschaften annehmen, uns keine Konflikte erlauben, die uns entzweien, denn damit würden wir die Arbeit Mariens schwächen. Jeder hat genug Raum, und dieses Wissen wäre der Anfang eines gegenseitigen mütterlichen Verhaltens.

Deshalb, meine lieben Kinder, öffnet euch mir ganz, damit ich euch mehr zu dieser wunderbaren Liebe Gottes, des Schöpfers, führen kann, der sich euch von Tag zu Tag offenbart. Ich bin mit euch und möchte euch Gott, der euch liebt, offenbaren und zeigen 
Gott liebt jeden von uns. Seine Liebe ist wunderbar. Maria will uns allen helfen, Seine Liebe zu entdecken. Sie möchte uns Gott zeigen, der uns liebt. Das ist genau so, wie wenn eine Mutter zu ihrem Kind über seinen Vater spricht, über seine Liebe und über seine Fürsorge. Maria als die weise Mutter weiß, wie man das gut macht! Nur die Begeisterung für eine wunderbare Liebe kann Ihre Kinder bewegen und ihnen die Kraft geben, das Böse zu lassen und sich anderen als Zeugen zuzuwenden. Es gibt keinen anderen Weg. Wenn wir uns fragen, wie lange diese Welt so bleiben wird, wie sie ist, wie lange Hass und andere negative Einstellungen das Leben gefährden werden, dann liegt die Antwort in dieser verhältnismäßig erkannten oder unerkannten Liebe. Wer es zulässt, dass ihm die wunderbare Liebe Gottes eröffnet wird und sich dann für sie entscheidet, der kann gegen jeden Tod und für das Leben in einer positiven und schöpferischen Weise kämpfen. Warum entstehen Konflikte zwischen jenen, die Medjugorje annehmen? Die Antwort ist einfach. Wir alle müssen größere Anstrengungen unternehmen, um diese Liebe jeden Tag neu zu entdecken. Dann werden die negativen Dinge mehr und mehr verschwinden und alle werden sich dem Guten zuwenden. Ich verspreche euch alle unsere Gebete, damit wir zusammen mit allen Menschen einen großen Schritt vorankommen auf dieser großen Entdeckungsreise, die Gottes Liebe zum Ziel hat! Gott segne euch und möge Maria euch den Weg zur wunderbaren Liebe Gottes zeigen.

Lasset uns beten:
Unser  Himmlischer Vater, wir danken Dir wiederum dafür, dass Du uns durch Maria sagst, wie sehr Du uns liebst. Wir danken Dir auch dafür, dass Du Ihr erlaubst, uns in Ihrer mütterlichen Art zu lieben. Gib uns die Gnade, dass wir uns Dir ganz öffnen, wie Maria es getan hat, damit Du uns vor allen Sünden und vor allem Bösen bewahren kannst. Befreie uns von allem, was uns in dieser Zeit von Dir trennt. Wir bringen Dir all jene, die sich jetzt selbst durch Hass vernichten sowie jene, deren Herzen sich durch Hass dem Frieden verschlossen haben. Wir bringen Dir diejenigen, die der Hass blind gemacht hat, und die sich deswegen selbst und alle und alles um sich herum zerstören. Du, der Du unser Vater bist, hab Erbarmen mit uns! Wenn wir kein Erbarmen untereinander haben, bitte, habe Du Erbarmen! Möge Deine Gnade dort, wo die Sünden groß waren, immer noch größer sein. Mögen alle Herzen sich mit Frieden füllen, wenn die Menschen hören, dass Du uns liebst, so wie wir sind, und dass Du uns besser machen kannst durch die Fürsprache unserer heiligen Mutter, Maria. Erhöre uns, O Vater, im Namen Deines Sohnes, Jesus Christus. Amen.

 

Pater Slavko Barbaric
Quellennachweis: Buch folge mir auf dem Weg der Heiligkeit! Band 1